Auswanderer Menschen

Leben in Japan: Die Kimono-Künst­lerin

8. August 2016
Leben in Japan: Anji in ihrer Wahlheimat Tokio

Zuletzt aktua­li­siert am 16. Januar 2020 um 7:21

Am Anfang war da nur die Fas­zi­na­tion für die japa­ni­sche Sprache. Vor fast sechs Jahren zog die gebür­tige Lüne­bur­gerin Anji (28) schließ­lich in die Mega­city Tokio – und fand in der Kon­for­mität der Masse zu echter Indi­vi­dua­lität. Hier berichtet sie von ihren Erfah­rungen mit dem Aus­wan­dern und von ihrem Leben in Japan.


Meine Liebe zu Japan begann mit Musik. Ich stand schon immer auf Rock und Metal. Eines Tages kam mein erster Freund mit einer CD von „D’espairs Ray“ zu mir, einer japa­ni­schen Rock­band. Die hatte er zufällig bei Saturn ent­deckt. Wochen­lang hörten wir sie rauf und runter und besorgten uns die Alben wei­terer „J‑Rock“-Bands.

Leben in Japan: Anjis Liebe zum Land beginnt mit Musik

Von den japa­ni­schen Texten habe ich zwar kein Wort ver­standen, aber ich fand den Klang der Sprache schön. So schön, dass ich einige Zeit später beschloss, sie zu lernen. Das war nicht ganz ein­fach neben meinem Job: Ich war damals Flug­ge­rät­me­cha­ni­kerin bei Airbus in Ham­burg und arbei­tete im Schicht­dienst. In einer Sprach­schule konnte ich mich des­halb nicht anmelden. Ich besorgte mir aber ein Lehr­buch und schleppte es überall mit hin. In jeder freien Minute habe ich hin­ein­ge­guckt und ver­sucht, die Sprache zu lernen. Da war so eine selt­same Moti­va­tion in mir. Im Internet suchte ich außerdem nach einem japa­ni­schen Tandem-Partner – und fand gleich zwei. Mit dem einen übte ich Japa­nisch. Mit dem anderen bin ich seit fünf Jahren ver­hei­ratet.

Am Anfang waren Yasushi und ich aber meh­rere Monate lang nur Freunde. Als wir uns Ende 2007 kennen lernten, machte er gerade seinen MBA an der Uni­ver­sität Ham­burg. Nach einer Weile gestand er mir, dass er sich in mich ver­liebt hatte. Das konnte ich aber nicht erwi­dern. So sehr ich ihn auch mochte, ich hatte damals ein­fach keine Schmet­ter­linge im Bauch. Und dass ich ihn eines Tages hei­raten und aus­wan­dern würde, hätte ich damals nicht geglaubt.

Im April 2008, zur Kirsch­blüten-Saison, reiste ich zum ersten Mal nach Japan. Allein. Nach meiner Ankunft bin ich mit meinem Koffer direkt in den Stadt­teil Shi­buya gefahren, zur Scramble Crossing – der berühmten Kreu­zung, an der bei einer Grün­phase bis zu 3.000 Menschen gleich­zeitig kreuz und quer die Stra­ßen­seite wech­seln. Das hat mich total fas­zi­niert.

 Dieses Video wird von You­tube ein­ge­bettet. Sehen Sie es hier an, wird Ihre IP-Adresse an den Betreiber des Por­tals gesendet. Siehe Daten­schutz­er­klä­rung.  
The famous Shi­buya crossing — 90 seconds
Dieses Video ansehen auf You­Tube.

 

Für meine Reise hatte ich mir einen Monat frei­ge­nommen. Ich wohnte erst ziem­lich zen­tral in Tokio und bin dann zwei Wochen durchs Land gereist, unter anderem nach Kyoto, Osaka, Kana­zawa und Hakone. Mir fiel auf, wie freund­lich die Menschen überall waren. Auf per­sön­li­cher Ebene habe ich aber nie­manden kennen gelernt. Dafür war ich die ganze Zeit per SMS mit Yasushi in Kon­takt: Wenn ich ihm schrieb, wo ich gerade war, ant­wor­tete er sofort und stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Auf diese Weise war er immer bei mir. Eines Abends wurde mir klar, wie viel ich doch für ihn emp­fand und wie sehr er mir fehlte. Auf eine seiner Nach­richten ant­wor­tete ich kur­zer­hand „Ich liebe dich“. Auf japa­nisch. Sei diesem Tag sind wir ein Paar.

Nach meiner Rück­kehr zog Yasushi bei mir ein. Ein paar Monate später been­dete er sein Stu­dium – mitten in der Wirt­schafts­krise. Er fand in den dar­auf­fol­genden Monaten in Deutsch­land ein­fach keinen pas­senden Job und trat schluss­end­lich eine Stelle in Shanghai an.

Die nächsten andert­halb Jahre waren hart, ich habe viel geheult in dieser Zeit. Die Zeit­ver­schie­bung machte es uns schwer, regel­mäßig zu skypen, zumal ich damals in Schichten arbeiten musste. Aus­wan­dern oder zumin­dest länger im Aus­land leben, konnte ich mir zwar vor­stellen – China kam aber absolut nicht infrage. Japan und ins­be­son­dere Tokio hin­gegen schon.  Das Land war schließ­lich auch Yasushis Heimat, wir waren öfter zusammen im Urlaub dort gewesen. Ende 2010 fasste ich mir end­lich ein Herz: Ich ent­schied mich für ein Leben in Japan und zog nach Tokio – mit einem ein­zigen Koffer, einem Work-and-Travel-Visum und der Hoff­nung, dass auch Yasushi bald nach­kommen würde. Das tat er ein halbes Jahr später auch.

Aus­wan­dern nach Japan: So viele Menschen, so viele Regeln

Ich fing bei einer deut­sche Firma an zu arbeiten, die Ven­tile her­stellte. Meine Auf­gabe war der Kun­den­kon­takt. Die ersten Monate kam ich bei Yasushis Eltern unter, die in der angren­zenden Prä­fektur Saitama nörd­lich der japa­ni­schen Haupt­stadt wohnen. Von dort aus bin ich jeden Tag zwei Stunden pro Strecke gepen­delt, musste mor­gens um sechs hoch und kam abends gegen zehn Uhr zurück. Dabei bin ich immer in Shin­juku umge­stiegen, einem der größten Bahn­höfe der Welt. Die Men­schen­massen, der Trubel – anfangs fand ich mein neues Leben in Japan unglaub­lich auf­re­gend.

Shibuya Crossing Tokio

Leben in Japan: Anji auf der Shi­buya Scramble Crossing, eine der beleb­testen Kreu­zungen der Welt. Die Fotos stammen zum Teil von Anjis Blog „Salz Tokyo“. Der Name ist ein Hin­weis auf ihre deut­sche Heimat – die Salz­stadt Lüne­burg

Aber ich ver­stand auch schnell, dass hier strenge Regeln gelten. Im Zug darf man weder tele­fo­nieren noch essen und wäh­rend der Fahrt hat man seinen Ruck­sack abzu­nehmen. Ständig muss man sich irgendwo in Reih und Glied anstellen. Auch in der japa­ni­schen Arbeits­welt geht es hart zu: Japaner bekommen kaum Urlaub. Aus­länder haben meist mehr. In meiner deut­schen Firma hatte ich zu Beginn 15 Tage im Jahr. Das ist über­durch­schnitt­lich viel. Es gibt immerhin Ende April eine Fei­er­tags­woche, die „Golden Week“. Da haben im ganzen Land alle frei. Das macht dann aber auch keinen Spaß. Man kann nir­gendwo hin, nichts unter­nehmen, weil alles völlig über­füllt ist.

Außerdem muss man in Japan Urlaub ein­rei­chen, wenn man krank ist. Des­halb schleppen sich Japaner zum Teil auch halbtot noch zur Arbeit und haben per­ma­nent Angst, sich irgendwo anzu­ste­cken. Das ist übri­gens auch der Grund, warum so viele hier an öffent­li­chen Plätzen Atem­schutz­masken tragen: Ent­weder sie sind selbst erkältet und han­deln aus Rück­sicht oder sie wollen die Keime der anderen fern­halten.

Nach einem Jahr in Japan war meine Euphorie ver­flogen. Mein Bürojob ermü­dete mich immer mehr. Und echte Freunde hatte ich hier auch noch nicht gefunden. Japaner sind immer busy, spon­tane Treffen gibt es nicht. In Deutsch­land ist es ja das Nor­malste der Welt, Freunde zu fragen: „Hey, hast du Lust, heute Abend zum Grillen vor­bei­zu­kommen?“ In Japan ist das auch nahezu undenkbar. Neue Kon­takte bleiben hier gene­rell oft ober­fläch­lich, auch das habe ich ein paar Mal schmerz­lich erfahren müssen. Das hat mich schon traurig gemacht.

Arbeiten in Tokio: Indi­vi­dua­lität? Nur in der Frei­zeit!

Ande­rer­seits ent­wi­ckelte ich in dieser Situa­tion ganz viel krea­tive Energie. Ich wollte mich aus­drü­cken, mich abheben, etwas Neues schaffen. Früher habe ich mich über­haupt nicht für Mode inter­es­siert. Aber hier in Japan fand ich mich plötz­lich andau­ernd im Sze­ne­viertel Hara­juku wieder. Das ist das Mode-Mekka der Stadt, es gibt dort unzäh­lige Läden mit aus­ge­fal­lenen Kla­motten. Auf den Straßen laufen ver­klei­dete Cos­player in Scharen herum und nie­mand wird wegen seines Aus­se­hens schief ange­guckt.

Typisch Japan: Anji im Kitty-Land

Leben in Japan: Die deut­sche Aus­wan­derin im „Sanrio Puro­land“ – einem Tokioter Frei­zeit­park, der unter anderem „Hello Kitty“ gewidmet ist

Da ging ich regel­mäßig auf Schatz­suche. Beson­ders hatte ich es auf Vin­tage-Sachen und Street Fashion abge­sehen, auf unge­wöhn­liche Ein­zel­stücke . Irgend­wann begann ich, mich mehr für Kimonos zu inter­es­sieren – ohne zu ahnen, welche Rolle die tra­di­tio­nelle japa­ni­sche Klei­dung einmal in meinem Leben spielen würde.

Noch bevor ich nach Japan aus­ge­wan­dert war, hatte ich so ein Teil in Kyoto mal anpro­biert. Schon als ich dieses Leih­stück trug, spürte ich: Einen Kimono zu tragen, ist ein ein­ma­liges Gefühl. Er kleidet dich ein und ver­än­dert dich kom­plett. Du hast dann eine bes­sere Kör­per­hal­tung und bewegst dich ganz anders. Als ich später, bei der Hoch­zeit von Yasushis Schwester, zum zweiten Mal einen Kimono trug, wollte ich unbe­dingt selbst einen besitzen.

Neuer Job im Aus­land: Kimono-Mode prägt Anjis Leben in Japan

Kimonos sind ein hoch­kem­plexes Thema. Für mich sind sie Kunst. Wie Gemälde. Für die japa­ni­sche Bevöl­ke­rung waren sie früher einmal ganz nor­male All­tags­klei­dung. Sie konnten aller­dings sehr teuer sein. Ihr bester Kimono hatte für viele Menschen den Stel­len­wert ihres Hauses. Oft waren die Stücke hand­be­malt und wurden in der Familie wei­ter­ge­reicht. Die meisten Japaner haben Kimonos von ihren Vor­fahren im Schrank liegen, aber sie können die edlen Teile gar nicht selbst anlegen. Das muss man näm­lich erst einmal lernen, da gibt es aller­hand zu beachten.

Ich begann, hin und wieder im Alltag Kimonos und andere auf­fäl­lige Klei­dung zu tragen, obwohl – oder gerade weil? – Indi­vi­dua­lität in Japan nicht so gern gesehen wird. Sich etwas schriller anzu­ziehen, ist hier höchs­tens in der Frei­zeit okay. Ansonsten gilt: bloß nicht aus der Masse her­aus­ste­chen. Das gilt auch für Aus­länder. Per­ma­nent wird man dem­entspre­chend nach seinem Äußeren beur­teilt, das kriegen schon kleine Kinder ein­ge­impft.

Bei mir ging der Drang nach Indi­vi­dua­lität so weit, dass ich mir die Haare bunt färbte wie zuletzt als Teenie. Dazu muss man wissen, dass man in diesem Land schon mit hell­braunem Haar auf­fällt. Ich kam also eines Tages mit knall­grünen Haaren zur Arbeit. Zu der Zeit war der Chef in der Firma ein Deut­scher, der hat’s nicht ganz so schwer genommen. Aber ins­ge­samt kam meine Ver­än­de­rung nicht gut an. Ich aller­dings hatte end­lich wieder zu mir gefunden.

Leben in Japan: Anji mit (unechten) Lerngeishas

Erin­ne­rungs­foto mit Maiko (Lern­gei­shas). Keine echten aller­dings. Die Frauen hatten sich nur für einen Nach­mittag so zurecht­ma­chen lassen

Meine Tage im Büro waren ohnehin gezählt. Nebenbei hatte ich mir einen Online-Shop­ping-Dienst im Internet auf­ge­baut, für Menschen aus Übersee, die sich für Pro­dukte aus Japan inter­es­sieren. Viele japa­ni­sche Shops lie­fern ja nicht ins Aus­land oder nehmen keine aus­län­di­schen Kre­dit­karten an.

Anji in ihrem Space-Invader-Kimono

Mode prägt Anjis Leben in Japan. Hier trägt sie eines ihrer selbst designten Stücke, den „Space Invader Kimono“

Die Desi­gnerin bloggt auch über ihr Leben in Japan

Inzwi­schen habe ich auch meine Lei­den­schaft für Kimonos zum Beruf gemacht. Ich habe mich auf antike und unge­wöhn­liche Stücke spe­zia­li­siert. Die suche ich mir bei diversen Händ­lern zusammen, bringe sie wieder auf Vor­der­mann und hüb­sche sie indi­vi­duell auf. Dann prä­sen­tiere ich sie, neben einigen selbst designten Pro­dukten wie T‑Shirts, Hals­bänder und andere Acces­soires, auf meinem Blog „Salz Tokyo“ und ver­kaufe sie über den dazu­ge­hö­rigen Shop ins Aus­land. Die meisten Kunden kommen aus Europa und aus den USA, viele sind Sammler und genau so ver­rückt nach Japan und nach diesem Klei­dungs­stück wie ich. Auch mit dem Kimono-Sty­ling will ich mein Geld ver­dienen.

Kimono-Mode prägt Anjis Leben in Japan

Arbeiten mit Lei­den­schaft: Bei einem gemein­samen Foto­shoo­ting kleidet Anji die New Yorker Desi­gnerin Sasa von “The Kimono Kid” in einen ihrer antiken Kimonos

Yasushi hat sich vor drei Jahren als Con­sul­tant auch selbst­ständig gemacht. Wir sind zusammen sehr glück­lich hier. Was ich an meinem Leben in Japan am meisten schätze, ist der super­höf­liche, ange­nehme Umgang mit­ein­ander. Die Menschen hier denken nach, bevor sie etwas tun. Sie passen auf, dass sie anderen keine Unan­nehm­lich­keiten bereiten. Das gilt auch für den öffent­li­chen Raum: Man kann hier überall vom Boden essen, und das, obwohl es kaum irgendwo Müll­eimer gibt.

Ande­rer­seits sagen Japaner nie, was sie wirk­lich denken. So weiß man zum Teil gar nicht, woran man ist. Daran habe ich mich immer noch nicht voll­ständig gewöhnt. Eben­so­wenig wie an die all­ge­gen­wär­tige Ange­passt­heit in diesem Land. Aber viel­leicht beflü­gelt gerade die meine Krea­ti­vität.

Anji genießt ihr Leben in Japan, hier im Tokioter Viertel Oidaba

***


Link­tipps: Auf Auslandslust.de gibt es viele prak­ti­sche Tipps rund ums Leben in Japan, für alle, die sich eben­falls vor­stellen können,  aus­zu­wan­dern und auch in Japan zu arbeiten. Allen Japan-Fans sei außerdem das Online-Magazin sumikai.com emp­fohlen: Hier dreht sich alles um Life­style, Pop­kultur, Events und Nach­richten aus Japan.

Leben in Japan oder anderswo: Warst Du auch eine Weile im Aus­land oder bist sogar aus­ge­wan­dert? Willst Du viel­leicht selbst bald aus­wan­dern?  Erzähle mir Deine Geschichte! Schreib mir eine E‑Mail an susanne@fluegge-blog.de.


Dir hat dieser Bei­trag gefallen? Ich freue mich, wenn Du ihn teilst! Wenn Du über neue Bei­träge infor­miert werden möch­test, folg mir gern per RSS oder melde Dich für ein Abo per E‑Mail hier auf der Seite an.

23
Hinterlasse einen Kommentar

9 Comment threads
14 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
12 Comment authors

Wow! Das ist aber eine inter­es­sante Geschichte. Ich wün­sche Dir wei­terhin viel Glück und Erfolg!

Danke Corinna :)

Was für ein span­nender Blick hinter die Kulissen des Lebens in Japan. Das wusste ich alles gar nicht… Und was für eine inter­es­sante Frau. Respekt.

Span­nende Geschichte über das Leben in Japan. Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Mir wäre es wohl zu streng, zu viele Regeln. Wie kommst du an diese inter­es­santen Per­sonen für ein Inter­view?

Mary

Hallo, danke für deine tolle Geschichte ! Sie ist echt span­nend und ich drücke dir wei­terhin alle Daumen und Fin­gern, dass es bei dir und Yasushi es auch in der Zukunft alles gut läuft! Deine Kimono sehen im übrigen atem­be­rau­bend aus. Ich bin etwas amü­siert, dass ich aus­ge­rechnet heute deinen Bei­trag lese, denn ich habe heute meinen ersten eigenen Yukata erhalten. Zwar gar nicht ver­gleichbar mit Kimono’s , aber trotzdem ein tolles Ereignis für mich, da ich wegen Klei­der­größe 46 und Kör­per­größe 178cm in meinem Leben nie einen an hatte. Den Stoff habe ich selber aus­ge­sucht und habe ihn von… Read more »

Mary

Ups ich dachte , dass sie das selber geschrieben hat. Tschul­dige Susanne ! Danke für das Inter­view ^^

Hallo Mary,
stimmt ich habe das nicht selbst geschrieben aber hatte grad mal vorbei geschaut und deinen Kom­mentar gesehen!
Vielen lieben Dank und ich freue mich dass ich inspi­rieren konnte :)
Mit Yukata habe ich auch ange­fangen. Hoffe das du Spass daran hast!

Alles liebe,
Anji

Eine schöne Geschichte. Immer wieder beein­dru­ckend, durch welche Umstände Menschen nach Japan kommen und dort auch bleiben.
Aller­dings muss ich einen Kri­tik­punkt ansetzen und der liegt bei dem Foto mit den “Lern­gei­shas”. Die Mäd­chen sind keine Maiko, ledig­lich Henshin. Henshin ist der Aus­druck für Mäd­chen, die in Kyoto in Umstyl-Salons gehen, um so aus­zu­sehen wie eine Maiko und für einen Tag auch so her­um­laufen wollen. Maiko sehen ganz anders aus… Wäre schön, wenn du das noch ändern könn­test, um der Kor­rekt­heit willen. ;)

Span­nende Geschichte! Und die Kimonos, die Anji kre­iert, sehen toll aus! Außerdem gefällt mir ihre Art, wie sie ihr Leben beschreibt. Es war sicher nicht alles positiv, aber sie holt das Beste raus!

Martin

Ein wirk­lich sehr authen­ti­scher, wert­voller Bei­trag. Ich wohne selber schon seit 5 Jahren hier in Tokyo und kann allen Ein­dru­ecken und Emp­fin­dungen nur volls­tens nach­emp­finden. Ich finde es toll wie Anji hier Ihren Weg gefunden hat und sich Ihre Indi­vi­dua­li­taet nicht hat nehmen lassen. Erga­en­zend zu den Ein­dru­ecken moechte ich noch das grosse Thema Sicher­heit bringen was mich des oef­teren daran erin­nert, wie ent­spannt das Leben doch ein­fach seien kann. Kein Dieb­stahl, keine Angst in der U‑Bahn, ver­lo­rene Brief­ta­schen finden sich voll gefu­ellt an der naechsten Poli­zei­sta­tion, abschliessen brauch man sowieso nichts mehr. Per­fekte Grund­lage fuer den Fami­li­en­start! Danke Ihr… Read more »

Hey Martin,
guter Punkt! Das liebe ich auch so, die Leute benehmen sich hier und man kann sein Handy und Porte­mon­naie auf den Tisch legen und dann auf Klo gehen ;)

Alles liebe,
Anji

Martina Nuding

Du gehörst zu den sehr mutigen und offenen Menschen.
Ein toller Bericht und vielen Dank für den Ein­blick in eine andere Welt.
Wei­terhin viel Freude in Japan !

Leif Gutmann

Hallo Anji, deine Geschichte ist wirk­lich toll und sehr inter­es­sant. Da ich ähn­liche Pläne habe würde ich gerne falls mög­lich ein paar Fragen stellen, ich schreib sie ein­fach Mal rein und sehe ja dann obs ne Ant­wort gab :). 1.Einen Job finden in Japan. Du hast zwar geschrieben ‚dass du bei einer deut­schen Firma in Japan gear­beitet hast, aber ich finde den Job­markt bei uns schon anspruchs­voll, wie sieht es da in Japan aus. Was muss man können , wie läuft ne Bewer­bung ab und wie ist die Reso­nanz für einen gaijin. 2.Aktuell lerne ich auch Japa­nisch und einen Tandem… Read more »