Reisen und Orte

Deutsch im Aus­land unter­richten: Meine Erfah­rungen und Tipps

24. Januar 2021
Deutschlehrerin im Ausland

Zuletzt aktua­li­siert am 2. Juni 2021 um 5:23

Wer plant, länger in einem anderen Land zu leben, fragt sich womög­lich irgend­wann: Könnte ich nicht Deutsch im Aus­land unter­richten? Braucht es dafür ein Stu­dium? Und ist ein Quer­ein­stieg über­haupt mög­lich? Seit 2019 arbeite ich als Deutsch­leh­rerin in Kathmandu – ohne Lehr­amts­stu­dium im Lebens­lauf. Hier kommt mein Erfah­rungs­be­richt zusammen mit ein paar Tipps rund um Qua­li­fi­ka­tionen und Fort­bil­dungen zur Lehr­kraft für „Deutsch als Fremdsprache“. 


Hallo, ich bin Susanne, Jour­na­listin und Leh­rerin für „Deutsch als Fremd­sprache“. Letz­teres bin ich noch nicht lange: Erst im März 2019 stand ich zum aller­ersten Mal vor einer Klasse.

Mein Weg zur Deutsch­leh­rerin im Ausland

Dass ich über­haupt mal als Deutsch­leh­rerin arbeiten würde, hätte ich mir früher kaum vor­stellen können. Dabei war es in meinem Fall nicht abwegig: Ich habe Ger­ma­nistik stu­diert und mich mein ganzes Berufs­leben lang mit Texten beschäf­tigt. Trotzdem dachte ich jah­re­lang, Unter­richten sei nichts für mich. Täg­lich gut gelaunt vor einer Gruppe erwar­tungs­voller Menschen zu stehen, geduldig Schwie­riges (und letzt­lich immer wieder das Gleiche) zu ver­mit­teln: Das hatte ich mir ermü­dend vor­ge­stellt und mich des­halb gegen das Lehramt entschieden.

Später zog es mich immer wieder in die Welt hinaus. Ich ver­brachte ein Semester in Eng­land und nach dem Stu­dium ein paar Monate in Spa­nien. Mit 32 ging ich mit einem Work-and-Travel-Visum nach Kanada. Regel­mäßig fragte ich mich: Deutsch im Aus­land unter­richten – wäre das nicht doch eine Mög­lich­keit für mich?

Mit 35 lernte ich meinen nepa­le­si­schen Mann kennen. Schnell war klar, dass ich erst einmal zu ihm nach Kathmandu ziehen würde – und zwar am besten mit einer Aus­bil­dung zur DaF-Lehr­kraft in der Tasche, um meine Chancen auf eine Anstel­lung als Deutsch­leh­rerin vor Ort zu ver­bes­sern. Bevor ich nach Nepal zog, musste ich eine lange geplante Ope­ra­tion hinter mich bringen. Ich war fünf Monate lang krank­ge­schrieben und nutzte diese Zeit für eine DaF-Aus­bil­dung, von der mein Mann, von Beruf eben­falls Deutsch­lehrer, mir erzählt hatte: Ich nahm an einer Online-Fort­bil­dung des Goethe-Insti­tuts namens „Deutsch Lehren Lernen“ (DLL) teil. (Zu den Teil­nah­me­vor­aus­set­zungen und zur Aner­ken­nung des DLL-Zer­ti­fi­kats weiter unten mehr.)

In Kathmandu hatte ich großes Glück und konnte direkt eine Stelle am Goethe-Zen­trum antreten. (Goethe-Zen­trum wohl­ge­merkt, nicht Goethe-Institut! Die Unter­schei­dung spielt hin­sicht­lich der Qua­li­fi­ka­tionen eine wich­tige Rolle. Auch dazu später mehr.) Was mir jetzt noch fehlte, war prak­ti­sche Erfah­rung. Vom Kran­ken­bett aus hatte ich die gelernten Methoden natür­lich nicht aus­pro­bieren können. Des­halb hos­pi­tierte ich einige Wochen bei anderen Lehr­kräften, bevor ich selbst zu unter­richten begann.

Deutschlehrerin in der Pause
Die frisch geba­ckene DaF-Leh­rerin in einer Pause auf dem Hof der Sprachschule

Aus­ge­spro­chen holprig ging es los. Am Anfang fiel es mir zum Bei­spiel schwer, Zeiten richtig ein­zu­schätzen. Meinen ersten eigenen Unter­richt – ich sollte einen Inten­siv­kurs von 180 Minuten über­nehmen – berei­tete ich akri­bisch vor. Zunächst lief es auch ganz gut, aber als die Teilnehmer:innen alles erle­digt hatten, war von den 180 Minuten gerade einmal die Hälfte rum – und ich im zweiten Teil des Kurses ziem­lich aufgeschmissen.

Ich brauchte ein paar Wochen, um die Theorie mit der Rea­lität im Klas­sen­raum abzu­glei­chen und mich auf das Gelernte zu besinnen. In der Fort­bil­dung war es auch darum gegangen, wie man Unter­richt plant und wie man auf Abwei­chungen reagiert. Ich hatte mich zudem mit etli­chen Methoden beschäf­tigt, die darauf abzielen, dass Kursteilnehmer:innen selbst­ständig und aktiv lernen, statt nur der Lehr­kraft vorne an der Tafel zuzu­hören und ansonsten Lücken­texte zu ergänzen. Reiner Fron­tal­un­ter­richt wird den Ansprü­chen an modernen Fremd­spra­chen­un­ter­richt schon lange nicht mehr gerecht.

Stück für Stück konnte ich die gelernten Her­an­ge­hens­weisen besser und sicherer umsetzen. Mitt­ler­weile blicke ich auf fast zwei Jahre Berufs­er­fah­rung als DaF-Leh­rerin zurück und habe mit Aus­nahme der C‑Stufe auf allen Niveaus unter­richtet. Dank Corona weiß ich nun sogar, wie man Online-Unter­richt viel­seitig gestalten kann. Online wie off­line macht mir die Arbeit als Deutsch­leh­rerin unheim­lich viel Spaß.

Deutsch lernen am Goethe-Zentrum Kathmandu
Herein in den Unter­richts­raum „Köln“

So viel zu meinen Erfah­rungen. Sicher­lich möch­test Du nun wissen, wie Deine Chancen als Quereinsteiger:in stehen. Braucht man ein Ger­ma­nis­tik­stu­dium, wie ich es hatte? Muss man über­haupt eine Uni­ver­sität besucht haben oder gibt es Mög­lich­keiten, auch ohne Stu­dium Deutsch im Aus­land zu unter­richten? Im Fol­genden werde ich ver­su­chen, Ant­worten auf diese Fragen zu geben.

Wer kann Deutsch im Aus­land unterrichten?

Grund­sätz­lich jede:r. Der Beruf ist nicht geschützt. Wer möchte, kann sich „DaF-Lehrer“ oder „DaF-Leh­rerin“ nennen, ohne dafür wei­tere Qua­li­fi­ka­tionen vor­legen zu müssen. Denkbar ist bei­spiels­weise, dass sich Per­sonen mit Deutsch als Mut­ter­sprache im Aus­land als Deutschlehrer:innen selbst­ständig machen. Das ist inner­halb der EU deut­lich ein­fa­cher, schließ­lich braucht man anderswo eine Arbeits­ge­neh­mi­gung und ein Visum.

Klar ist: Ein her­vor­ra­gendes Ver­ständnis der deut­schen Gram­matik und Liebe für die Fein­heiten der Sprache sind eine Selbst­ver­ständ­lich­keit für alle, die in Erwä­gung ziehen, DaF-Lehrer:in zu werden. Ohne diese Fähig­keiten und Eigen­schaften wird man schnell an seine Grenzen stoßen. Doch selbst wenn man über sie ver­fügt, ver­setzt einen das noch lange nicht in die Lage, die Sprache auch ver­mit­teln zu können. Das Lehr­buch von Seite 1 bis 153 durch­zu­ar­beiten und dazu ein paar Auf­sätze und Lücken­texte als Haus­auf­gabe auf­zu­geben, reicht schon lange nicht mehr aus, um Ler­nende fit in der Fremd­sprache zu machen, sie zu begeis­tern und zu motivieren.

Es mag talen­tierte Muttersprachler:innen geben, die die Sprache auch ohne Kenntnis moderner Lehr­an­sätze anspre­chend und sys­te­ma­tisch bei­bringen können. Vor allem im Ein­zel­un­ter­richt oder in kleinen Gruppen mit Pri­vat­schü­lern kann ich mir das gut vor­stellen. Wer aber grö­ßere Gruppen und auf ver­schie­denen Niveaus unter­richten will, braucht aus meiner Sicht didak­tisch-metho­di­sches Fach­wissen. Ich per­sön­lich hätte den Beruf jeden­falls nicht ohne eine Zusatz­aus­bil­dung antreten wollen.

Deutsch als Fremd­sprache unter­richten als Quereinsteiger

Viele, die im Aus­land Deutsch als Fremd­sprache unter­richten wollen, denken zuerst an die Goethe-Insti­tute. Als Quereinsteiger:in hat man aus dem Stand aller­dings keine Chance, dort als Lehr­kraft ein­ge­stellt zu werden. Von ihren Bewer­bern und Bewer­be­rinnen erwarten die Goethe-Insti­tute laut dieser Über­sicht:

  • ein abge­schlos­senes Lehr­amts­stu­dium mit Lehr­be­fä­hi­gung für die Sekun­dar­stufe II ODER ein (min­des­tens mit Bachelor) abge­schlos­senes DaF- oder DaZ-Hochschulstudium

und

  • Unter­richts­er­fah­rung in inter­na­tional zusam­men­ge­setzten Gruppen für erwach­sene Teil­neh­mende auf allen Niveaustufen

Muttersprachler:innen, die kein Lehr­amts- oder DaF/DaZ-Stu­dium haben, können höchs­tens über das „Grüne Diplom“, wel­ches nur im Aus­land ver­geben wird, an eine Anstel­lung an einem Goethe-Institut im Aus­land kommen. Dafür müssen sie aber neben Unter­richts­er­fah­rung sowohl ein anderes ein­schlä­giges, geis­tes­wis­sen­schaft­li­ches Stu­dium als auch das DLL-Zer­ti­fikat vor­weisen können. 

Für Neu­linge ist das also keine Option. Es gibt jedoch viele andere Bil­dungs­ein­rich­tungen im Aus­land, bei denen Quer­ein­stei­gende unter gewissen Vor­aus­set­zungen anfangen können. Neben den Goethe-Insti­tuten gibt es Goethe-Zen­tren, die als Koope­ra­ti­ons­partner der Goethe-Insti­tute ope­rieren und deren Bewer­ber­pro­file weniger hohe Erwar­tungen an Inter­es­senten stellen (Wobei das selbst­ver­ständ­lich nicht heißt, dass der Unter­richt schlechter sein muss). Abge­sehen davon suchen pri­vate Sprach­schulen immer wieder nach Deutschlehrer:innen – aber zuneh­mend nach sol­chen, die auch eine Zer­ti­fi­zie­rung vor­legen können.

Deutsch als Fremdsprache unterrichten: Lehrwerke
Als Deutsch­leh­rerin im Aus­land macht man sich mit vielen Lehr­werken ver­traut. Aber sich ledig­lich an so einem Buch ent­lang­zu­han­geln, hat nichts mit gutem Fremd­spra­chen­un­ter­richt zu tun

Die gute Nach­richt: Es gibt meh­rere Fort­bil­dungs­reihen, in denen Quer­ein­stei­gende – mit Stu­dium und ohne – die Grund­lagen des DaF-Unter­richts erlernen können. Im Fol­genden möchte ich einige vor­stellen. Eine Garantie, dass man nach erfolg­rei­cher Teil­nahme eine Stelle im Aus­land findet, gibt es natür­lich nicht. Und welche Ein­rich­tung welche Qua­li­fi­ka­tionen bzw. wel­ches Zer­ti­fikat ver­langt und aner­kennt, findet man am besten vorher heraus, indem man sich mit ihr in Ver­bin­dung setzt.

Noch ein Hin­weis: Ich selbst habe aus­schließ­lich mit DLL Erfah­rungen. Alle anderen Fort­bil­dungen habe ich online recher­chiert. Es gibt sicher noch wei­tere Kurse an anderen Standorten.

Zer­ti­fi­zierte DaF-Lehr­kraft werden: Fort­bil­dungen und Kurse

Die fol­genden beiden Fort­bil­dungen erfor­dern ein Stu­dium oder, im Falle von DLL, Sprach­lehrer­fah­rung. Weiter unten folgen Fort­bil­dungen, die diese Anfor­de­rungen nicht stellen.

Deutsch lehren lernen“ (DLL Standard)

DLL Stan­dard“ ist eine Online-Fort­bil­dung des Goethe-Insti­tuts, in der fun­diertes Wissen und Methoden rund um den DaF-Unter­richt ver­mit­telt werden. Teil­neh­mende stehen online in Kon­takt mit einem Tutor oder einer Tutorin. Der Kurs ist berufs­be­glei­tend ange­legt, die Kurs­dauer beträgt regulär 12 Monate. Man kann sie aber auch (Arbeits­auf­wand: ca. 350 Stunden) zügiger absol­vieren. Der Beginn ist jeder­zeit möglich.

Kosten: „DLL Stan­dard“ kostet 1300 Euro.

Teil­nah­me­be­din­gungen: Vor­aus­set­zung ist ein abge­schlos­senes Hoch­schul­stu­dium (egal, welche Fach­rich­tung) ODER eine abge­schlos­sene Berufs­aus­bil­dung mit mehr­jäh­riger Sprach­leh­rer­er­fah­rung (über 500 Stunden). In begrün­deten Fällen werden Son­der­zu­las­sungen erteilt.

Aner­ken­nung: Das DLL-Zeugnis, das man nach bestan­denem Online-Abschluss­test erhält, ist inter­na­tional aner­kannt – auch an den Goethe-Insti­tuten. (Wie schon dar­ge­legt, führt der Weg als Neu­ling aber nie gera­de­wegs von der Fort­bil­dung zur Anstel­lung in einem Goethe-Institut, son­dern höchs­tens an einem Goethe-Zentrum.)

Das DLL-Zeugnis wird auch vom BAMF (Bun­desamt für Migra­tion und Flüchtlinge) als DaF/DaZ-Zer­ti­fikat aner­kannt. Das bedeutet, man kann mit ihm eine „Zulas­sung für Lehr­kräfte in Inte­gra­ti­ons­kursen“ vom BAMF bekommen, die einen befä­higt, Inte­gra­ti­ons­kurse in Deutsch­land zu leiten. Mehr Infos auf dieser Seite.

DaF-Leh­rer­aus­bil­dung am GLS Berlin

Das GLS-Spra­chen­zen­trum in Berlin bietet mehr­mals im Jahr eine vier­wö­chige Aus­bil­dung (40 Stunden pro Woche vor Ort in Berlin) zur DaF- / DaZ-Lehr­kraft an. Sie ist AZAV-zer­ti­fi­ziert und wird von der Agentur für Arbeit bzw. dem Job­center gefördert.

Kosten: Der Kurs in Berlin kostet 1750 Euro.

Teil­nah­me­be­din­gungen: Die Aus­bil­dung ist für Neu- und Quer­ein­steiger ohne Lehrer­fah­rung und ohne ein­schlä­gige Aus­bil­dung (z.B. ein Ger­ma­nis­tik­stu­dium) geeignet. Vor­aus­set­zung ist aber ein abge­schlos­senes Hoch­schul­stu­dium. Inter­es­senten müssen sich mit Lebens­lauf und Moti­va­ti­ons­schreiben bewerben.

Aner­ken­nung: Der Kurs ori­en­tiert sich am eng­li­schen CELTA-Zer­ti­fikat. CELTA („Cer­ti­fi­cate in Eng­lish Lan­guage Tea­ching to Adults“) ist laut dem GLS der inter­na­tional am wei­testen ver­brei­tete und aner­kannte Nach­weis über die Qua­li­fi­ka­tion zum Fremd­spra­chen­un­ter­richt. Das Zer­ti­fikat ermög­licht Absolvent:innen, an pri­vaten Sprach­schulen im In- und Aus­land zu arbeiten. Mehr Infos hier.

Deutsch als Fremdsprache unterrichten: Landeskunde ist auch wichtig
Deutsch im Aus­land unter­richten heißt auch Lan­des­kunde ver­mit­teln. Eine Land­karte im Klas­sen­raum ist daher ziem­lich nützlich

Deutsch im Aus­land unter­richten ohne Stu­dium: Wei­tere Fortbildungen

Die Anfor­de­rungen der fol­genden beiden Kurse sind offener gehalten, weder Stu­dium noch Lehrer­fah­rung sind vonnöten.

DaF-Leh­rer­zer­ti­fikat der deutSCHule

Die „deut­SCHule“ bietet in ihrer Ber­liner Sprach­schule je sechs­wö­chige, pra­xis­ori­en­tierte Inten­siv­kurse (mon­tags bis frei­tags in Voll­zeit) an. Am Ende schreiben Teil­neh­mende eine Klausur und legen auch eine prak­ti­sche Prü­fung ab.

Kosten: Der Kurs kostet 1759 Euro, die Finan­zie­rung ist auch mit­tels Bil­dungs­gut­schein des Job­cen­ters oder der Agentur für Arbeit möglich.

Teil­nah­me­be­din­gungen: Auf ihrer Web­site nennt die deut­SCHule keine beson­deren Vor­aus­set­zungen. Inter­es­senten müssen jedoch einen „rele­vanten“ Lebens­lauf und ein Moti­va­ti­ons­schreiben schi­cken. Sie erhalten dann einen Auf­nah­me­test und werden zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch eingeladen.

Aner­ken­nung: Das DaF-Leh­rer­zer­ti­fikat der deut­SCHule ermög­licht den Ein­stieg in den DaF-Bereich an Ein­rich­tungen im In- und Aus­land. Der Kurs ist durch die Dekra Cer­ti­fi­ca­tion GmbH zer­ti­fi­ziert und durch den ope­ra­tiven Ser­vice der Agentur für Arbeit zuge­lassen. Mehr Infos gibt es hier.

DaF-Lehrer-Aus­bil­dung am TTI Freiburg

Das „Tea­cher Trai­ning Insti­tute DaF Frei­burg“ führt mehr­mals jähr­lich seinen vier­wö­chigen „Zer­ti­fi­kats­kurs Deutsch als Fremd­sprache“ durch. Man kann vor Ort in Frei­burg oder online teil­nehmen. Es werden all­ge­meine Prin­zi­pien des DaF-Unter­richts für erwach­sene Lerner auf unter­schied­li­chen Niveaus ver­mit­telt, täg­liche Unter­richts­praxis ist (auch online) ein wesent­li­cher Bestandteil. 

Kosten: Der Online-Kurs kostet 1428 Euro, der Kurs vor Ort kostet 1547 Euro.

Teil­nah­me­be­din­gungen: Vor­aus­set­zung ist die all­ge­meine Hoch­schul­reife, Vor­er­fah­rungen sind nicht nötig. Inter­es­senten müssen aber einen Anmel­de­bogen aus­füllen und werden zu einem per­sön­li­chen oder tele­fo­ni­schen Vor­stel­lungs­ge­spräch eingeladen.

Aner­ken­nung: Am Ende erhalten Teil­neh­mende ein Zer­ti­fikat mit einer aus­führ­li­chen Beur­tei­lung, auf­ge­glie­dert nach 23 Ein­zel­kri­te­rien. Der Kurs ent­spricht einer genauen Über­tra­gung des CELTA-Kurses (der Stan­dard­be­rufs­qua­li­fi­ka­tion für Lehrer im Fach Eng­lisch als Fremd­sprache), der inter­na­tional aner­kannt ist. Mög­liche Arbeit­geber sind Sprach­in­sti­tu­tionen im In- und Aus­land, pri­vate oder auch gemein­nüt­zige. Mehr Infos auf dieser Seite.

Deutsch als Fremd­sprache: Stellenangebote

Die Schul­buch­ver­lage Hueber und Klett ver­fügen beide über eine Stel­len­börse, in der auch Quereinsteiger:innen oder DaF-Lehr­kräfte mit wenig Unter­richts­er­fah­rung pas­sende Stellen im In- und Aus­land finden können, auf­rufen kann man sie hier und hier.

Loh­nens­wert ist außerdem, sich der Facebook-Gruppe „Deutsch­lehrer Welt­weit“ anzu­schließen. Dort werden nicht nur hin und wieder Stel­len­an­ge­bote gepostet, die Mit­glieder tau­schen auch wert­volle Pra­xis­tipps mit­ein­ander aus.

Wür­dest Du auch gern Deutsch im Aus­land unter­richten und hast noch Fragen? Oder bist Du viel­leicht selbst DaF-Lehrer:in und möch­test Deine Erfah­rungen teilen? Hin­ter­lass mir gern einen Kommentar!

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22 Comments
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24. Januar 2021 15:03

Guter Über­blick über die Mög­lich­keiten, als DaF im Aus­land zu arbeiten und vor allem gute Hin­weise auf Aus- und Weiterbildung.

24. Januar 2021 17:48

Liebe Susanne, super­in­ter­es­sant. Mit DaF haben wir (auch Ger­ma­nisten) auch immer wieder gelieb­äu­gelt, vor allem in unseren Kri­sen­zeiten als Rei­se­buch­au­toren (mit Schwer­punkt Türkei…). Und es dann doch sein gelassen. Mitt­ler­weile sind wir mit U50 und Ü50 ver­mut­lich zu schwer­fällig für solche Aus­flüge ins Unbe­kannte. Aber wer weiß? Das Leben bietet, egal wann, mega­s­pan­nende Mög­lich­keiten. Toll, was du machst. Alles Gute und bleib gesund!

25. Januar 2021 18:13

Hallo Susanne,

ich habe mir das auch schon ange­schaut, aber es wegen der recht hohen Kosten bleiben lassen. Wie siehst du die Chance, dass man a.) irgendwo auf der Welt und b.) an einem Wahlort auch tat­säch­lich eine Stelle findet? 

Fast 2000 Euro aus­zu­geben und ein Jahr zu inves­tieren, wenn am Ende 100 Leute um eine Stelle kon­kur­rieren, ergibt ja auch nicht so viel Sinn.

Gruss,
Oli

5. Februar 2021 19:30
Reply to  Susanne

Vielen Dank für die Ant­wort, Ja gut, es ist nicht ein ganzes Jahr und es sind auch nicht ganz 2000 Euro. Aber es ist definiv Zeit und Geld in einem Umfang, bei dem zumin­dest ich mir vorher genau über­lege, ob sich die Inves­tion auszahlt. Dass es einen Bedarf gibt, sieht man an den Stel­len­an­ge­boten. Das stimmt. Was man hin­gegen nicht sieht, ist wie­viele Leute sich auf diese Stellen bewerben. Es macht ja schon einen Unter­schied, ob man sich gegen zwei oder zwei­hun­dert Mit­be­werber durch­setzen muss. Darauf zielte eigent­lich meine Frage ab. Die Annonce für Deutsch­lehrer in Kolum­bien zum Bei­spiel wurde etwa… Read more »

25. Januar 2021 19:44

Span­nend, dass das auch ohne Ger­ma­nis­tik­stu­dium geht! Ich habe immer mal wieder dar­über nach­ge­dacht, ob das nicht eine Mög­lich­keit für orts­un­ab­hän­giges Arbeiten wäre …spä­tes­tens mit dem Digi­tal­un­ter­richt seit Corona dürften die Chancen dafür gut stehen …
Danke für die vielen Infos und
liebe Grüße
Angela

Birgit
25. Februar 2021 15:41
Reply to  Angela

Sehr tolle Berichte. Ich selbst arbeite schon als DAF Lehr­kraft in Mün­chen mit Geflüch­teten. Habe mein Zer­ti­fikat am Goethe — Institut gemacht. Meine Frage ist nun, dank Corona könnte ich mir vor­stellen, Deutsch vom Aus­land online zu unter­richten, sozu­sagen Orts­un­ab­hängig. Gibt es hier Adressen, welche Online Ange­bote es schon gibt und wo man eventl. beginnen könnte? Mein Inter­esse ist groß, wei­terhin auch nach Corona Orts­un­ab­hängig zu arbeiten. Vielen Dank für ein paar Tipps, und herz­liche Grüsse, Birgit

14. Februar 2021 11:04

Hallo Susanne, danke für deinen infor­ma­tiven, span­nenden Artikel! Ich unter­richte seit einigen Jahren online Deutsch und nun seit ein paar Monaten auch an einer pri­vaten Sprach­schule in Berlin. Ent­standen ist das ursprüng­lich aus einer Neben­tä­tig­keit wäh­rend meines Stu­diums in China, später bin ich dran­ge­blieben, weil es mir so viel Spaß gemacht hat.  Nun lieb­äu­gele ich schon länger mit dem Goethe-Zer­ti­fikat (spe­ziell DLL Stan­dard), nicht, weil ich es unbe­dingt für eine Stelle bräuchte, aber weil ich es gerne als Absi­che­rung hätte.  Weißt du, inwie­fern das Zer­ti­fikat im Aus­land aner­kannt wird? Ist es ähn­lich wie “Teach Eng­lish as a For­eign Lan­guage” eine uni­ver­selle… Read more »

Madlen
2. März 2021 11:00

Hallo Susanne, vielen Dank für all die Infor­ma­tionen und Erfah­rungen, die Du hier auf Deiner Seite teilst! Ich beschäf­tige mich momentan mit der DaF Aus­bil­dung (Quer­ein­steiger). Da ich im Aus­land bin, kommt auch nur eine Online-Aus­bil­dung für mich in Frage. Das Goethe Institut scheint mir da die beste Wahl zu sein. Ich schwanke noch zwischen DLL Stan­dard und DLL Premium. Ich habe gesehen, dass die Online-Aus­bil­dung gene­rell sehr theo­re­tisch ist. Alles wird ledig­lich anhand von Video­mit­schnitten aus dem Unter­richt erklärt bzw. nimmt man diese zur Hilfe, um die Auf­gaben erle­digen zu können. Aller­dings habe ich auch schon im Aus­tausch mit… Read more »

Cate
8. März 2021 23:09

Liebe Susanne, danke für den tollen Bericht. Eines kann ich selbst nicht ermit­teln: wür­dest Du das Niveau eines TTI Zer­ti­fi­kates mit dem DLL des GI gleich­setzen? Ich glaube, mir würde TTI irgendwie mehr Zusagen, aber ich weiss nicht, ob die inter­na­tio­nale Aner­ken­nung eines Goethe Institut Zer­ti­fi­kats nicht doch höher ist. Hast Du da eine Ein­schät­zung? Und dann gibt es ja auch noch das TELC.….wer die Wahl hat, hell:))
Vielen Dank für Dein Feed­back und herz­liche Grüße Cate

Jackie
18. Mai 2021 10:18

Vielen Dank für den Erfah­rungs­be­richt Susanne! Aus per­sön­li­chen Gründen plane ich für einige Jahre nach China zu gehen. Das führte zu der Frage welche Jobs ich dort aus­üben kann. Auf der Suche von Ant­worten, bin ich über den Kurs DLL gestoßen. Ich habe überall nur gelesen, dass es recht anspruchs­voll ist und die Prü­fung auch ganz anders als die Auf­gaben sind, was mich ein wenig zwei­feln lässt, ob ich das schaffen kann. Ursprüng­lich bin ich Inge­nieur und hatte mit Geis­tes­wis­sen­schaften und Spra­chen bisher auch wenig am Hut. Des­halb würde ich gerne wissen, wie du die Schwie­rig­keit der Kurse und der… Read more »

Dan
21. Juni 2021 7:49
Reply to  Susanne

Hi Susanne, erstmal Grüße aus Lima, Peru, nach Nepal! Was hat dich dort hin ver­schlagen? Habe nur das Video über Luft­ver­schmut­zung gesehen :) Ich würde mal gern deinen Rat einholen: Ich stu­diere Fach­kom­mu­ni­ka­tion und Über­setzen im letzten Semester, und das auf­grund Corona online. Ich möchte in Zukunft die Mög­lich­keit haben, online Deutsch zu unter­richten und habe kom­menden Freitag auch schon ein Inter­view bei der in Berlin ansäs­sigen Sprach­schule Lin­goda (https://www.lingoda.com/de/). Ich habe etwas Erfah­rung als Deutsch­tutor an der Uni in den USA (hatte nur zwei Schüler) und in Kolum­bien, wo ich einige Wochen zwei Schüler hatte. Lin­goda sucht nor­ma­ler­weise Lehr­kräfte mit… Read more »