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Work and Travel: Auf nach Kanada!

Autorin
Work and Travel in Kanada: Flagge

Für Euch getestet: Work and Travel in Kanada. Spoiler: Ich empfehle es in diesem Text aus vielen guten Gründen uneingeschränkt weiter. Außerdem: Was zu beachten ist und mit welchem Job sich gutes Geld verdienen lässt.


Natürlich hatte ich auch ein paar Bedenken, als ich 2014 mit einem Work and Travel-Visum nach Kanada ging. Womöglich reicht das gesparte Geld nicht, womöglich verpasse ich beruflich den Anschluss. Heute weiß ich: Die Sorgen waren überflüssig. Völlig. Denn weder hätte ich zwingend besonders viel sparen müssen noch stand die Auszeit meiner Karriere im Weg.

Work and Travel in Kanada empfehle ich dringend  weiter – nicht nur wegen der  unverschämten Schönheit dieses Landes

Work and Travel - Joffre Lakes, British Columbia, Kanada

Joffre Lakes, British Columbia

…, sondern auch aus diesen Gründen:

 Work and Travel in Kanada: Altersgrenze liegt bei 35 Jahren

Bei Work and Travel denken viele an eine Art Austauschprogramm für frisch gebackene Schulabgänger. Auch wenn Australien und insbesondere Neuseeland tatsächlich von deutschen Abiturienten überbevölkert zu sein scheinen, ist diese Form des Reisens keineswegs nur sehr jungen Leuten vorbehalten. In einigen Ländern liegt die Altersgrenze bei 25, in den meisten aber bei 30 Jahren. (Eine Übersicht gibt es hier.) Als einziges Land vergibt Kanada das Visum bis zum Alter von 35 Jahren, genauer: Der Antrag muss vor dem 36. Geburtstag gestellt werden.

UPDATE: In Australien wird die Altersgrenze für Work and Travel ab Januar 2017 ebenfalls auf 35 angehoben. Mehr Infos dazu hier.

Entsprechend begehrt ist das Visum für Kanada. Die mittlerweile 4200 Plätze pro Jahr sind in wenigen Stunden vergriffen. Mein Tipp: gut vorbereitet sein! Den Lebenslauf kann man schon mal übersetzen und nach kanadischem Standard umstellen, auch ein Führungszeugnis kann man schon beantragen, bevor das Kontingent freigeschaltet wird. Umso schneller geht dann das Einreichen der erforderten Dokumente.

UPDATE: Offenbar entscheidet seit 21. November 2015 einzig das Glück: Interessenten müssen ein Profil erstellen, per Zufall wird dann ein Teil von ihnen eingeladen, sich für eine Arbeitsgenehmigung (work permit) zu bewerben. Mehr hier.

Arbeit in Kanada finden: Nichts leichter als das

Aus Vancouver – und nur dort habe ich gelebt und gearbeitet – kann ich berichten: Die Arbeitssuche war ein Kinderspiel. Jobs in der Gastronomie oder im Einzelhandel lassen sich leicht finden, an den Scheiben unzähliger Cafés, Restaurants und Geschäfte kleben Aushänge mit Gesuchen. Wer etwas anderes als kellnern oder verkaufen will, kann sich auch anderswo bewerben: Das Visum berechtigt dazu, ein Jahr lang in Kanada zu arbeiten – und zwar für jeden Arbeitgeber, der einen einstellt. Nicht ausgeschlossen also, dass man im Rahmen von Work and Travel eine Stelle im erlernten Beruf oder dem Studienabschluss entsprechend findet und schließlich sogar länger bleibt.

Ich selbst fand es mal ganz wohltuend, etwas anderes auszuprobieren. In Kanada war ich zum ersten Mal in meinem Leben Kellnerin. Und diese Erfahrung möche ich nicht missen.

Mit Work and Travel in Kanada gut verdienen: Dieser Job lohnt sich

Work and Travel-Arbeiter suchen sich in Kanada am besten einen Job in der Gastronomie. Gäste zahlen in der Regel 15 Prozent Trinkgeld, manchmal auch 20, wenn sie sehr zufrieden sind. Deshalb lohnt sich die Arbeit in einem Restaurant oder einer Bar, selbst wenn Kellner dort sonst nur den Mindeststundenlohn von aktuell 10,25 Dollar bekommen. Je nach Preisniveau und Größe des Lokals lassen sich gut und gerne mal 150 Dollar pro Schicht extra verdienen.


Hast Du noch Fragen oder Anmerkungen? Warst Du selbst mit Work and Travel in Kanada? Schreib mir gern einen Kommentar!


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Kommentare

17
  • Simon

    Ich habe mal eine Woche in einem Hostel in Toronto verbracht. Dort sind viele Work&Traveler untergekommen und die hatten eine Menge zu erzählen. Es klang aufregend und ich war sehr neidisch. Jetzt starte ich erst mein Studium, doch danach ist es absolut eine Option für mich. Ich kann die Gründe absolut nachvollziehen und habe erst neu von der Altersgrenze erfahren. Zudem habe ich die Menschen in Kanada als sehr freundlich und hilfsbereit empfunden.

    • Susanne

      Hallo Simon,
      das sind sie auch nach meiner Erfahrung – wobei man da sicher immer schwer verallgemeinern kann. Nach dem Studium hast Du ja dann, vermute ich, noch richtig viel Zeit. Ich kann Vancouver empfehlen, die Stadt ist traumhaft schön und die Winter sind dort mild.

  • Thorben

    Wie ist es denn im Winter mit Arbeit und Unterküunft für wenig Geld zubekommen? z.B. Vancouver.. Gerade wenn das Englisch in Wort und Schrift wirklich nicht gerade das Beste ist.

    • Susanne

      Hallo Thorben,
      das ist nicht anders als im Sommer auch. Wohnung finden ist nicht das Problem (schau am besten bei Craigslist). „Wenig Geld“, da wird es schwierig. Die Stadt ist teuer – und daher ist es unter Work-and-Travel-Reisenden üblich, in WGs zu ziehen. Ich habe zum Beispiel für ein kleines Zimmer in einer WG 500 Euro Miete bezahlt, dafür habe ich aber auch im West End, einem der schönsten Stadtteile im Zentrum von Vancouver, gewohnt. Wegen Deiner Sprachkenntnisse mach Dir nicht allzu viele Sorgen. In Vancouver leben Menschen aus aller Herren Länder, da ist man holpriges Englisch gewöhnt und begegnet dem mit Geduld und Freundlichkeit.

  • Jo

    Hallo Susanne,
    schöner Beitrag über Work and Travel in Kanada, der bestimmt viele Leute ermutigt und inspiriert auch Work and Travel zu machen. Ich kann nur bestätigen, dass diese Art zu reisen eine tolle Erfahrung und keineswegs nachteilig für den Lebenslauf oder die Karriere ist.
    LG
    Jo

    • Susanne

      Hi Jo, danke sehr! Ich würd’s auch wieder machen. Aber leider gibt es ja kein anderes Land außer Kanada, das das Visum an über 30-Jährige vergibt.

      • Jo

        Ja das stimmt, aber man kann Work and Travel ja auch in Europa ohne Working Holiday Visum machen. Da ist das Alter dann egal. 🙂 Europa ist zwar nicht Kanada, aber trotzdem… 😉
        LG
        Jo

  • Maren

    Hi Susanne,

    ich informiere mich auch gerade über Work & Travel und Kanada steht weit oben auf meiner Wunschliste. Da mir Sicherheit wichtig ist, möchte ich aber mit einer Agentur verreisen. Wie war es bei dir? Hast du eine Agentur genutzt und kannst diese empfehlen – z. b. http://www.stepin.de oder ähnliche. Habe leider niemanden in meinem Bekanntenkreis, der mir da weiterhelfen kann.

    Ich freue mich von dir zu hören.

    LG, Maren

    • Susanne

      Liebe Maren, ich persönlich halte das für unnötig. Du musst in Kanada nur eine Social Insurance Number beantragen und ein Konto eröffnen, schon kann es losgehen mit der Arbeit. Sehr jungen Leuten würde ich dazu eventuell raten, aber im Grunde ist das alles kinderleicht und selbsterklärend vor Ort und man kann sich diese paar Hundert Euro sparen. Ich habe jedenfalls zu keiner Zeit Hilfe vor Ort vermisst. Zumal man viele andere Work-and-Travel-Leute kennen lernt, da hat jeder nen guten Tipp. Du kannst Dich vor Ort zB einem Stammtisch anschließen, um sie am Anfang zu treffen. Liebe Grüße und: Tu es! 🙂

      • Maren

        Hallo Susanne,
        danke für deine Antwort 🙂 Ich habe ja immer Bedenken, dass man sich vor Ort möglicherweise alleingelassen und einsam fühlt. Jedenfalls hast du mir diese Sorgen schon gemindert. Ob ich jetzt mit einer Orga reise oder nicht, ich denke ich werde es auf jeden Fall tun 😉
        LG, Maren

        • Susanne

          Gern! Ich bin sicher, Du schaffst das. Und einsam wirst Du Dich bestimmt nicht fühlen. Schau mal bei Facebook, da gibt’s auch mehrere nette Work-and-Travel- und Stammtischgruppen!

  • Tobias

    Hi Susanne. Ware es möglich per Mail in Kontakt zu treten? Lg

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