Menschen

Kanu­tour auf dem Yukon River: Der Fluss und wir

29. Dezember 2015
Kanutour auf dem Yukon River

Zuletzt aktua­li­siert am 7. Juni 2020 um 5:32

Im Sommer ist Philipp (34, rechts) zusammen mit seinem besten Freund Jan-Philipp (34) dem Lauf des Yukon River gefolgt – 3200 Kilo­meter mit dem Kanu vom kana­di­schen White­horse bis zur Beringsee in Alaska. Hier erzählt er von der auf­wän­digen Vor­be­rei­tung, von der Reise auf einem Fluss, der oft einem Meer glich, und von der Demut, die ihn die Natur gelehrt hat.


Beginn der Kanutour auf dem Yukon RiverJan-Philipp hatte den Yukon-River-Traum schon länger. In mir jedoch musste die Vor­stel­lung reifen, auch wenn ich das Wasser und das Meer schon immer geliebt habe. Erst mal war ich also skep­tisch, als er mir von seiner Idee erzählte, zu zweit fast den gesamten Fluss, von White­horse in Kanada bis zur Mün­dung in die Beringsee, ent­lang zu pad­deln. Nicht, weil ich befürch­tete, dass wir nicht mit­ein­ander aus­kommen würden. Da hatte ich keine Sorgen. Wir sind beste Freunde, seit man uns in der fünften Klasse zusammen an eine Schul­bank gesetzt hat. Aber ob ich eine derart extreme Reise mit dem Kanu oder, kon­kret in unserem Fall Kajak, wirk­lich machen will und was sie alles so mit sich bringt, da schwirrten mir trotz aller Begeis­te­rung und Out­door-Erfah­rung Tau­sende Fragen im Kopf herum. Klar war ja am Anfang nur, dass wir mit Jan-Phil­ipps Boot, einem Kajak von Grabner, unter­wegs sein würden. Aber 3200 Kilo­meter auf dem Yukon River sind nun einmal eine andere Haus­nummer, als einen Sonn­tag­nach­mittag auf dem See zu schip­pern.

Im Kanu auf dem Yukon River: Aus dem Traum wird ein Plan

Noch unver­bind­lich bra­chen wir im August 2013, fast zwei Jahre vor unserer Tour, zu einem Test­lauf auf dem Bodensee auf. Wir brauchten zehn Tage, um ihn zu umrunden – traum­hafte, son­nige Pad­del­tage. Spä­tes­tens da waren wir voll­kommen fas­zi­niert vom Reisen zu Wasser. Im November fiel bei uns beiden dann die end­gül­tige Ent­schei­dung, nachdem wir einen Vor­trag des Aben­teu­rers Walter Stein­berg besucht hatten. Er hatte bereits eine Expe­di­tion auf dem Yukon River erfolg­reich gemeis­tert und gab uns viele wert­volle Rat­schläge. Auf dem Rückweg vom Vor­trag hielten Jan-Philipp und ich nachts noch bei McDo­nalds an und dis­ku­tierten schon über kon­krete Fragen. Bei Burger und Schoko-Muffin war uns klar: Wir müssen das machen! Motto: jetzt oder nie.

Dann ging es auch schon ans Vor­be­reiten. Das war nicht immer ein Spaß und sehr auf­wändig. Wir wollten unbe­dingt unsere kom­plette Aus­rüs­tung selbst mit­bringen und vorher testen, vom Zelt bis Kocher, von Land­karten bis Strom­ver­sor­gung, von Sicher­heits­lö­sungen bis hin zu Regen­klei­dung. Schließ­lich war es keine Option, mitten auf dem abge­le­genen Fluss am anderen Ende der Welt zu sagen: „Oh Mist, uns fehlt da was Wich­tiges! Da funk­tio­niert was nicht! Denken wir nächstes Mal dran!“

Vor­be­rei­tung einer Kanu­tour in Kanada: teures Unter­fangen

Uns war auch klar, dass diese Reise teuer wird. Aber so teuer? Das Boot war zwei Kilo zu schwer, um es mit einer Air­line als Sport­ge­päck zu beför­dern. Da hätten wir viel­leicht einen netten Ange­stellten erwi­schen können, der ein Auge zudrückt, aber darauf konnten wir uns nicht ver­lassen. So blieb uns am Ende nur, unser „Grabner River­star“ und die andere Aus­rüs­tung in einer Expe­di­ti­ons­kiste zu ver­schi­cken. Das war nicht nur eine logis­ti­sche Her­aus­for­de­rung, die uns mona­te­lang beschäf­tigte: Allein die Kisten-Ver­schi­ckung kos­tete uns hin und zurück 5000 Euro. Aber wenn wir hier auf den Euro gucken, brauchen wir gar nicht erst anzu­fangen, das haben wir schnell begriffen.

Meine Kol­legen – ich bin Online-Redak­teur bei einer Tages­zei­tung – unter­stützten mich, mein Chef gab mir drei Monate frei für unser Vor­haben. Auch Jan-Philipp konnte sich als damals ange­hender Oral­chirurg für die Zeit frei­ma­chen. Am 14. Juni 2015 sind wir in Rich­tung Yukon abge­flogen.

Die ersten Tage auf dem Yukon River in Kanada: Es geht los!

So eine Ent­fer­nung von 3200 Kilo­me­tern bleibt jedoch völlig abs­trakt bis zu dem Tag, an dem man wirk­lich im Boot sitzt und los­pad­delt. Ein erstes Gefühl für die Dimen­sionen bekam ich an unserem ersten Abend, nachdem wir die ersten 20 Kilo­meter gepad­delt waren und im Zelt lagen. 20 Kilo­meter von 3200, das sind 0,6 Pro­zent der Strecke, rech­nete ich, also … gar nichts! Da habe ich mich schon leise gefragt, worauf wir uns da eigent­lich ein­ge­lassen haben.

Yukon River Kanutour beginnt

Die ersten Kilo­meter Rich­tung Dawson. Philipp hat aus der Wildnis sogar jeden Tag gebloggt – per Iri­dium-Satel­li­ten­gerät für 36 Euro pro Mega­byte. Hat sich aber gelohnt:  Live-Berichte und Fotos der Reise auf dem Yukon River gibt es auf www.yukon-blog.de

Aber auch nur kurz. Denn eigent­lich waren wir zu Beginn kom­plett eupho­risch, dass wir dieses groß­ar­tige Aben­teuer erleben durften. Die Bedin­gungen waren ideal: Wir hatten traum­haftes Wetter und sind gleich am ersten Tag zwei groß­ar­tigen Öster­rei­chern begegnet, mit denen wir bis Dawson City zusammen pad­delten. Dank Strö­mung und kräf­tigem Pad­del­ein­satz kamen wir gut auf dem Yukon River voran. Es war unfassbar schön, durch die kana­di­sche Wildnis zu reisen, durch dieses voll­kommen unge­trübte Wasser zu gleiten, vorbei an majes­tä­ti­schen Bergen. Diese sagen­hafte Natur machte uns demütig, erfüllte uns mit Freude. Schon am dritten Tag sahen wir einen Bären am Ufer, er stand dort see­len­ruhig und trank aus dem Fluss.

Kanu in Kanada auf dem Yukon River

Flagge zeigen zu Wasser: Vorn hängt immer die Fahne des Landes, in dem man sich auf­hält, hinten die der eigenen Natio­na­lität

Das Kanu der beiden Abenteurer

Mit diesem Kajak waren die beiden wäh­rend ihrer Kanu­tour auf dem Yukon River von Kanada in die USA unter­wegs. „Kanu“ ist übri­gens der Ober­be­griff für  die Boots­typen „Kajak“ und „Kana­dier“

Von Anfang an war es auf dem Yukon wesent­lich ein­samer, als wir das gedacht hatten. Wir hatten ange­nommen, dass der kana­di­sche Teil des Yukon River etwas tou­ris­ti­scher ist. Aber manchmal sahen wir viele Tage am Stück über­haupt nie­manden. Auf 3200 Kilo­me­tern bis zur Beringsee sind uns viel­leicht zehn andere Paddler begegnet.

So war das Grund­ge­fühl der Expe­di­tion: der Fluss und wir. Ich war der Schlag­mann und saß vorn, Jan-Philipp war der Steu­er­mann. Das haben wir von Anfang an so gehalten. Täg­lich ver­brachten wir acht Stunden und länger in diesem Boot, keine zwei Meter von­ein­ander ent­fernt. Schon aus Sicher­heits­gründen bleibt man auch ansonsten so gut wie immer zusammen. Wir haben viel mit­ein­ander gespro­chen in dieser Zeit. Über die Reise. Über das Leben.

Auf der Kanu­tour von Kanada in die USA ver­än­dert sich der Fluss

Zwölf Tage später erreichten wir Dawson City. Und unge­fähr eine Woche danach, mit der Grenz­über­que­rung in die USA, ver­ließen wir den idyl­lischsten Teil der Strecke. Die Bedin­gungen in Alaska wurden nun nach und nach andere. Es wurde noch ein­samer und der Yukon sah wegen der Sedi­mente aus den Zuflüssen nur noch trüb aus. Vor allem aber wurde in den USA das Wetter schlechter und die Strö­mung ließ nach. Das machte das stun­den­lange Pad­deln viel anstren­gender. „Okay, es geht also auch anders“, wurde uns in dieser Phase der Reise end­gültig klar.

Wir stärkten uns aus­schließ­lich mit selbst zube­rei­tetem Essen. Natür­lich hätten wir auch teil­weise auf Fer­tig­nah­rung zurück­greifen können. Aber wir wussten beide, dass wir das nicht drei Monate lang aus­halten würden. Des­halb hatten wir über­durch­schnitt­lich große Mengen an Lebens­mit­teln dabei ­– Mehl, Reis, Nudeln, fri­sche Zwiebel, Gemüse, Müsli, alles Mög­liche – und kochten immer auf­wändig. Das hat lange gedauert, aber so hatten wir jeden Abend etwas, worauf wir uns ver­läss­lich freuen konnten.

Rast am Abend am Ufer des Yukon River

All­abend­liche Rast und tag­helle Nächte am Yukon River: Mehr Fotos der Reise gibt es auf dem Blog der beiden

Je mehr Tage im Juli ins Land zogen, umso mehr wurden in Alaska die Mücken zum Pro­blem. Unsere Mos­ki­tohüte konnten wir teil­weise selbst auf dem Wasser keine Minute mehr aus­ziehen. Am Ufer liefen wir sicht­be­schränkt wie zwei betrun­kene Imker umher. Aber die noch grö­ßere Her­aus­for­de­rung war das immer wech­sel­hafter wer­dende Wetter. Mor­gens pad­delten wir bei zehn Grad los, dann wurde es mit­tags sehr heiß, dann pras­selte plötz­lich ein unna­tür­lich hef­tiger Regen her­unter. Häufig mussten wir im Kajak unsere Klei­dung wech­seln.

Im Sommer am Yukon River ein Muss: Moskitohut

Modi­scher Mos­ki­tohut: Unver­zichtbar im Juli am Yukon in Alaska

Der Fluss zeigte sich an diesen Tagen eher wie das Meer – und änderte sein Gesicht in kür­zester Zeit. Manchmal blies uns der Wind so stark ent­gegen, nachdem wir eine Land­zunge umfahren hatten, dass wir kaum noch vor­an­kamen. Etwa andert­halb Wochen lang stürmte es tags­über so stark, dass wir dazu über­gingen, immer erst gegen 19 Uhr los­zu­pad­deln. Das Gute in dieser Jah­res­zeit in Alaska: Es sind noch Mitt­som­mer­nächte, die Sonne geht nachts nicht unter. Eine fas­zi­nie­rende Erfah­rung: Die Nächte waren so hell, dass man draußen ein Buch hätte lesen können.

Pad­deln in Alaska: anstren­gende letzte Tage und helle Nächte

Aber der anstren­gendste Teil unserer Yukon-Tour sollte erst noch kommen. Auf den letzten 1000 Kilo­me­tern ab Galena ließ die Strö­mung weiter nach, oft war es stür­misch und reg­ne­risch. Da brauchten wir selbst für zehn Kilo­meter viel Kraft und hatten manchmal das Gefühl, kaum noch vor­an­zu­kommen. Der här­teste Tag aber war der letzte, 1,5 Meter waren die Wellen bestimmt hoch. Ein am Ende erfolg­rei­cher Kampf über viele Stunden. Aber wir hatten uns zu Beginn gesagt, dass wir es bis zum Ende durch­ziehen wollen, wenn es irgendwie geht. Ohne uns selbst in ernste Gefahr zu bringen natür­lich.

Als wir am 21. August, also sogar zwei Wochen früher als geplant, im Ört­chen Emmonak an der Beringsee ankamen, waren wir erst einmal vor allem erschöpft und leer. Plötz­lich waren wir tat­säch­lich da, nach drei Monaten Stille wieder in der Zivi­li­sa­tion. Letzt­lich war unser Ziel nicht das Ankommen gewesen, son­dern auf dem Yukon River unter­wegs zu sein.

Erst heute, vier Monate nach unserer Expe­di­tion, wird mir so richtig klar, was wir da eigent­lich gemacht haben. Mit die schönsten Tour-Momente waren dabei die Abende, an denen wir am Lager­feuer in den Son­nen­un­ter­gang geguckt und dieses Glücks­ge­fühl und unseren Aben­teu­er­geist gespürt haben: Es ist gut gelaufen, wir haben etwas Beson­deres erlebt.

Auf dem Yukon ist kein Tag wie der andere, ständig macht man neue Erfah­rungen, erlebt Dinge, die man zu Hause nie­mals erleben würde. Immer dann, wenn wir glaubten, jetzt haben wir alles gesehen – eine Fuchs­fa­milie, den tollsten Regen­bogen, die höchsten Wellen, kam etwas, das uns noch viel mehr in Staunen ver­setzt oder Respekt ein­ge­flößt hat.

Die Tage und Nächte in der Wildnis wirken nach

Dieses Erlebnis hat mir in einer neuen Inten­sität klar­ge­macht, dass das, was ich zu Hause erlebe und viel­leicht als Her­aus­for­de­rung emp­finden könnte, eigent­lich gar keine ist. Egal, was daheim pas­siert, das biss­chen Schnee, die paar lächer­li­chen Regen­tropfen: Ich habe am Ende des Tages immer eine warme Dusche, Wech­sel­sa­chen, Wärme. Hier gibt es immer ein Sicher­heits­netz. Wir leben unter Bedin­gungen, die man als para­die­sisch bezeichnen muss. Wenn ich Wasser haben will, drehe ich den Hahn auf. Wenn ich warmes Wasser haben will, drehe ich den Warm­was­ser­hahn auf. Hier muss ich nicht wie im Busch stun­den­lang Feu­er­holz sam­meln, Wasser abko­chen und fil­tern, so sehr wir das drei Monate lang auch genossen haben, als Aben­teuer auf Zeit.

Diese Dinge sind mir jetzt bewusster. Ich fahre seitdem jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Egal bei wel­chem Wetter. Die Kanu­tour auf dem Yukon River ist im Kopf und im Herzen immer dabei.

Sonnenuntergang im Nordwesten Kanadas

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(Alle Fotos © yukon-blog.de) Hier geht es zu Phil­ipps und Jan-Phil­ipps Blog über ihre Tour auf dem Yukon River.


 Yukon River in Kanada: Fakten rund um den „Großen Fluss“

  • Der Yukon River ent­springt im Nord­westen der kana­di­schen Pro­vinz Bri­tish Columbia, durch­fließt dann die weiter nörd­lich gele­gene Pro­vinz Yukon und mündet schließ­lich in Alaska in der Beringsee.
  • Der Name des Flusses leitet sich von einem Wort aus der Sprache der Gwich’in ab, der First-Nations-Stam­mes­gruppe, die in diesem Gebiet lebt. „Yukon“ bedeutet „Großer Fluss“ oder „Großer weiter Fluss“.
  • Der Yukon River ist der dritt­längste Fluss Nord­ame­rikas.
  • Nicht nur im Yukon River, son­dern auch z.B. im Klon­dike River, einem Neben­fluss, lässt sich einer der längsten Lachs­läufe der Welt beob­achten. Im Spät­sommer kehren unzäh­lige Lachse aus dem Pazifik zum Lai­chen in die Flüsse im Westen von Kanada zurück – sehr zur Freude der Grizz­ly­bären, die sie dort schon freudig erwarten und sich an ihnen richtig satt fressen.
  • Die Was­ser­tiefe des Yukon beträgt im Schnitt zwischen 9 und 12 Metern, stel­len­weise aber auch nur knapp über 2 Meter.
  • Ent­standen ist das kana­di­sche Ter­ri­to­rium Yukon nach dem Gold­rausch am Klon­dike River: 1896 hatte der Gold­su­cher George Car­mack mit seinen Funden eine Mas­sen­be­we­gung aus­ge­löst. Die USA befanden sich damals in der Wirt­schafts­krise. Mehr als ein­hun­dert­tau­send Gold­su­cher kamen des­halb auf Geheiß Car­macks in diesen Teil Kanadas, in die heute nach ihm benannte Gemeinde Car­macks. Der Gold­rausch am Klon­dike River hatte zur Folge, dass die Grenzen zwischen den USA und Kanada und die des Yukon Ter­ri­to­riums fest­ge­legt wurden.
  • Noch immer spielt Gold bzw. der Gol­daubbau am Klon­dike eine wich­tige wirt­schaft­liche Rolle in der Region und zieht Tou­risten nach Dawson City.  Blog­gerin Gabriela hat die Stadt schon mehr­fach besucht und hat ihre Infos und Ein­drücke aus Dawson hier ver­sam­melt.
  • Car­macks ist heute eine von nur acht offi­zi­ellen Gemeinden in Yukon. Die Haupt­stadt des Ter­ri­to­riums ist White­horse im Süden. Mit etwa 25.000 Ein­woh­nern ist White­horse auch mit Abstand der größte Ort in der dünn besie­delten Region. Die zweit­größte Stadt, Dawson City (oder auch ein­fach „Dawson“), hat kaum  1300 Ein­wohner.

Kanu­tour im Yukon River? Auch dazu ein paar Infos

  • Tou­ris­tisch bedeu­tend sind heute vor allem die 740 Fluss­ki­lo­meter zwischen den Orten White­horse und Dawson City, auf denen Aben­teurer und Out­door-Fans gern zu Kanu­touren auf­bre­chen: In diesem Teil erreicht die Strö­mung beson­ders hohe Geschwin­dig­keiten, sie ist hier bis zu 10 km/h schnell. Neben der sagen­hafen Land­schaft ist das der Grund, warum so viele die Gegend gern zu Wasser im Kanu erkunden wollen. Bes­ten­falls haben Rei­sende aber mög­lichst Erfah­rungen mit län­geren Kanu­touren und natür­lich einen Kanu­führer für die Region dabei. Leider ist die Aus­wahl nicht groß, zumin­dest ergab meine kurze  Recherche, dass nicht allzu viele Kanu­führer für den Yukon River auf dem Markt sind. Es gibt aber auch geführte Kanu­touren von White­horse nach Dawson City und wieder zurück nach White­horse. So eine Kanu­tour dauert zum Bei­spiel 20 Tage, viele kür­zere geführte Kanu­touren sind auch auf klei­neren Flüssen im Yukon buchbar. Die Nächte in White­horse und Dawson ver­bringen die Gäste im Hotel, die Nächte unter­wegs in Zelten.
  • Elisa von takeandadventure.com schil­dert hier ihre Erfah­rungen bei einer geführte Kanu­tour auf dem Yukon River. Auf stern.de gibt es Fotos des deut­schen Foto­grafen und Aben­teu­rers Dirk Rohr­bach, der gleich mehr­mals im selbst­ge­bauten Kanu auf dem Yukon River unter­wegs war. 

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8 Comments
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6. Januar 2016 17:18

Bewun­derns­wert, so viel Aus­dauer bei sol­chen Her­aus­for­de­rungen ist schwer durch­zu­halten… Am Yukon war ich noch nicht, aber ich erin­nere mich an eine 2tägige Falt­boot­fahrt inmitten schwe­di­scher Wildnis, als es auch plötz­lich anfing zu regnen und kalt zu werden. Da war ich doch froh, dass die Zivi­li­sa­tion doch nur ein paar Stunden ent­fernt war… ;-) Ja, Reisen ver­än­dert, vor allem lange Reisen und Extreme. Ich habe 1990–1991 15 Monate in China ver­bracht, zum Stu­dium und Her­um­reisen, das war damals extrem anders als heute (Internet gab’s noch lange nicht, jedes Tele­fonat in die Heimat kos­tete 100,- DM, man war also weit weg).… Read more »

Monika und Petar
6. Januar 2016 17:48

Hut ab! So ein Aben­teuer auf dem Yukon — dazu gehört schon Mut. Ich habe 17 Jahre lang im Yukon gear­beitet und bin oft am Fluss ent­lang gefahren. Dabei sind wir immer wieder einmal auf einige der Aben­teurer gestoßen, die gerade auf dem Fluss unter­wegs waren. Das ist Wildnis pur — auch wenn man unter­wegs, zumin­dest im Süden, immer wieder mal die Mög­lich­keit hat, der Ein­sam­keit des Flusses zu ent­fliehen. Ich kann beson­ders gut nach­voll­ziehen, dass Euch das Yukon ver­än­dert hat und Ihr das Leben in Europa jetzt anders ein­schätzt. Genauso habe ich das auch erlebt. Für mich war meine… Read more »

10. Januar 2016 14:52

Wahn­sinn! Das muss ein tolles Gefühl sein, es geschafft zu haben und am Ziel zu sein. So viele Erin­ne­rungen und Erleb­nisse, die einem nie­manden weg­nehmen kann. Ich per­sön­lich wäre ja viel zu feig für ein sol­ches Aben­teuer, aber bei anderen lese ich es immer gerne. Dank für die schöne Geschichte!

8. Mai 2016 18:31

Ich habe diesen Artikel ver­schlungen! Ein wun­der­volles Aben­teuer und ich kann mir sehr gut vor­stellen, dass diese Erfah­rung das Leben ver­än­dert. Auch wir kommen von unseren Reisen nie als die­selben zurück.

viele Grüße
Rebecca