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Down­town im Dro­gen­sumpf

Autorin
East Hastings Street Vancouver

Zuletzt aktua­li­siert am 30. November 2019 um 15:43

East Has­tings Street, Vancouver: Hier, mitten im Zen­trum der kana­di­schen Metro­pole an der West­küste, befindet sich eines der größten Dro­gen­viertel Nord­ame­rikas. Von seiner Exis­tenz wissen jedoch nur wenige, belegt doch Vancouver immer wieder einen Spit­zen­platz in den Ran­kings der lebens­wer­testen Städte der Welt. Ich habe zwei Tage mit­ten­drin ver­bracht. 


Der fol­gende Text ist eine Erzäh­lung. Zur bes­seren Ein­ord­nung der Geschichte gibt es am Ende des Bei­trags wei­ter­füh­rende Links.

Natür­lich, ich hätte früher stutzig werden müssen. East Has­tings Street, Vancouver. Der Taxi­fahrer hält vor meinem Hotel, sieht mich ein­dring­lich an und sagt: „Wollen Sie sich viel­leicht erst mal umsehen? Ich kann Sie auch anderswo hin­bringen.“ Hinter mir liegen zwölf Stunden Flug und wei­tere drei Stunden Schlan­ge­stehen bei der Ein­reise am Flug­hafen. „Nein, nein”, winke ich ab, „alles gut, ich habe reser­viert.“

East Has­tings Street, Vancouver: Wo bin ich gelandet?

Neben dem Ein­gang steht eine Frau, halb­nackt und zer­zaust, ich nehme sie aus dem Augen­winkel wahr und ver­dränge sie gleich wieder. Die Lobby wirkt wie aus der Zeit gefallen: Orient-Muster-Tep­piche, Bücher­re­gale, ver­zierte Bei­stell­tisch­chen, ein Kla­vier in der Ecke. Alles Bohemian Style, alles uralt, aber sauber. Zwei Nächte habe ich hier gebucht, um erst einmal anzu­kommen, um erst einmal den Jetlag aus­zu­schlafen, bevor ich in eine WG in einem anderen Stadt­teil ziehe.

In meinem Zimmer gehe ich sofort duschen. Es ist halb zehn und draußen wird es dunkel. Ich merke, wie hungrig ich bin. Also fahre ich die vier Stock­werke hinab und laufe die East Has­tings Street ent­lang, um schnell noch was zu essen auf­zu­treiben. Vor mir sehe ich einen Mann in dre­ckigen Sachen, er stol­pert mehr vor­wärts, als dass er geht, die Hose ist ihm her­un­ter­ge­rutscht, er fum­melt fahrig am Hosen­bund herum. Aus der Ferne kann ich die Stra­ßen­ecke aus­ma­chen, erkenne Papp­kar­tons, die sich sta­peln, Ein­kaufs­wagen, die den Weg ver­sperren, dahinter seltsam gebeugt ste­hende Menschen, die sich kaum auf den Beinen halten können. Und jemanden, der sich am Boden krümmt. Aus dem Hun­ger­ge­fühl in meinem Magen ist etwas anderes geworden.

An der Ampel holt eine hagere Frau mit zit­ternden Fin­gern eine Spritze aus einer Ver­pa­ckung, auf der anderen Stra­ßen­seite krem­pelt ein Mann mit langen, fet­tigen Haaren seinen Ärmel her­unter, er hat die Spritze noch in der Hand und lugt unter seiner Kapuze hervor, er sieht mir direkt in die Augen. Mein Herz setzt aus, bevor es anfängt zu rasen, meine Schritte werden schneller. Ich höre Poli­zei­si­renen.

East Has­tings Street, Vancouver: Kanadas Dro­gen­hoch­burg

Scheiße. Wo bin ich hier gelandet? In meinem Zimmer – die Suche nach Essen habe ich auf­ge­geben – falte ich den Stadt­plan aus­ein­ander. Eine Straße weiter fängt Chi­na­town an, fünf Straßen weiter die Alt­stadt, auch nach Down­town ist es nicht weit. Die Gegend grenzt an den Stadt­teil Stra­th­cona, ich weiß, dass ein Bekannter, Rob, hier ganz in der Nähe wohnt. Ich schreibe ihm bei Facebook eine Nach­richt. „Was machst Du denn in der East Has­tings Street?“, ant­wortet er, „das ist Kanadas Dro­gen­hoch­burg!“

Groß­artig. Alles Mög­liche hatte ich ihn vor meiner Abreise über Vancouver gefragt, nur das mit dem Hotel und dessen Lage hatte ich ver­gessen. Kein Wunder – das Zimmer war nicht ver­dächtig günstig, in den Bewer­tungen im Internet stand, das Preis-Leis­tungs-Ver­hältnis sei gut, das Per­sonal aus­kunfts­freudig und nach Down­town Vancouver könne man bequem laufen. Noch dazu hätte ich mir so etwas nie vor­stellen können, nicht hier, nicht in dieser Stadt, deren Name ständig fällt, wenn es um die lebens­wer­testen Orte der Welt geht. Ich gebe „East Has­tings Street Vancouver“ bei Google ein. Rund 10.000 Dro­gen­ab­hän­gige leben hier auf engstem Raum, lese ich, im Umlauf sind vor allem Crack und Heroin und zuneh­mend Crystal Meth. Die Ein­hei­mi­schen nennen den Alltag hier „Horror on Has­tings“, es gibt Videos bei You­tube und gleich meh­rere Doku­men­ta­tionen, die bekann­teste ist schon 15 Jahre alt, sie heißt „Through a blue lens“ und zeigt eine Gruppe von Poli­zisten, die sich täg­lich um die Dro­gen­süch­tigen im Viertel küm­mern.

 Dieses Video wird von You­tube ein­ge­bettet. Sehen Sie es hier an, wird Ihre IP-Adresse an den Betreiber des Por­tals gesendet. Siehe Daten­schutz­er­klä­rung.  
Through a Blue Lens

Dieses Video ansehen auf You­Tube.

Rob emp­fiehlt mir einen Super­markt und einen Sand­wich-Laden in der Nähe und sagt zu, mich am nächsten Abend am Hotel abzu­holen und wieder zurück­zu­bringen. Bei Tages­licht fühle ich mich etwas sicherer. Und den­noch: Es ist uner­träg­lich hier, der depri­mie­rendste Ort, an dem ich je gewesen bin. Menschen schieben mit ein paar Hab­se­lig­keiten gefüllte Ein­kaufs­wagen auf der East Has­tings Street vor sich her, eine Frau steckt sich eine Crack­pfeife an und spricht mit sich selbst, jemand schreit. Sie alle haben fal­tige, wunde Gesichter, ein­ge­fal­lene Münder, leere Augen, sie erin­nern mich an die Crystal-Meth-Nachher-Fotos, die im Internet kur­sieren.

East Has­tings Street: Das Dro­gen­viertel ist Van­cou­vers dunkle Seite

Aber schon nach ein paar Metern ist der Spuk vorbei, plötz­lich steht man inmitten der glän­zenden Sky­s­craper-Fas­saden in Down­town mit seinen sau­beren Bür­ger­steigen oder, wenn man vorher rechts abbiegt, in den kleinen Straßen von Gas­town, der hüb­schen Alt­stadt Van­cou­vers, die mit Blu­men­kü­beln und Laternen gesäumt sind.

Gleich neben der East Hastings Street: das hübsche Viertel Gastown

Hier sitze ich später mit Rob in einem Pub und trinke Bier, und natür­lich spre­chen wir über die East Has­tings Street. „Da leben Dro­gen­süch­tige aus ganz Kanada“, erklärt er mir, „sie kommen hierher, weil es in Vancouver ver­gleichs­weise mild ist und man hier im Winter draußen über­leben kann.“ Wir sitzen vor dem Pub, es herr­schen 20 Grad. Ich schaue mich um und stelle fest, dass nie­mand raucht. „Weil es ver­boten ist, sogar draußen“, erklärt mir Rob. Auch vor Haus­ein­gängen muss man einen Min­dest­ab­stand halten, Schilder weisen einen darauf hin. Ich schüt­tele den Kopf. Nur ein paar Straßen ent­fernt von hier spritzen sich Dro­gen­süch­tige auf offener Straße Heroin. Auch das ist Vancouver.

***


Anmer­kungen: Hin­ter­gründe zur East Has­tings Street in Vancouver

Diesen Text habe ich im Juni 2014 geschrieben und im Januar 2015 hier ver­öf­fent­licht. Die Hin­ter­gründe zur Ent­wick­lung der East Has­tings Street finden in der Erzäh­lung keine expli­zite Erwäh­nung, des­halb folgen hier zur bes­seren Ein­ord­nung ein paar Links zum Thema.

  • Viele Zahlen und Quellen finden sich im eng­lisch­spra­chigen Wiki­pedia-Ein­trag über die „Down­town East Side“.
  • Dieser eng­lisch­spra­chige Bei­trag widmet sich der Gen­tri­fi­zie­rung des Stadt­teils, der früher einmal das kul­tu­relle Herz der Stadt war. Es geht darin auch um die Zwangs­räu­mungen in den 80er Jahren, die viele Bewoh­ne­rInnen dau­er­haft in die Obdach­lo­sig­keit trieben. Vor allem im Rahmen der Expo 1986 seien Anwohner gezielt ver­drängt worden, damit u.a. Hotels in dem Viertel ent­stehen konnten.
  • Lesens­wert ist auch dieser Artikel über aktu­elle Ent­wick­lungen im Jahr 2019. Hier wie­derum heißt es, die meisten Menschen, die heute in der Down­town East­side leben, seien aus ganz Kanada zuge­zogen. In diesem Bei­trag ver­linkt ist auch eine Debatte über das Patricia Hotel, in dem ich damals, vor fünf Jahren, über­nacht habe. Die Besitzer des Hotels beklagen sich über schlechter lau­fende Geschäfte. Schuld seien die Zustände auf der East Has­tings Street, auf die Tou­risten zuneh­mend mit nega­tiven Bewer­tungen auf Buchungs­por­talen reagieren. Ein Leser ant­wortet den Besit­zern, er könne kein Mit­leid haben, sie selbst hätten die Pro­bleme doch mit­ge­schaffen.

Für jede wei­tere Quelle, die hilft, diese Geschichte besser ein­zu­ordnen und die Gründe näher zu beleuchten, bin ich dankbar, schreibt sie mir gern in die Kom­men­tare.


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Stefan

Has­tings ist nichts beson­deres als Frank­furter. Du musst wohl noch nicht viel her­um­ge­kommen sein in Deutsch­land.

Paul

Das steht in keinem Ver­hältnis zu Deutsch­land. So etwas gibts es in Deutsch­land nicht. Auch nicht in Frank­furt…

Dem stimme ich defi­nitiv zu. Wir kennen Frank­furt und seine Pro­bleme und ich wusste auch, was in der Has­ting Street vor­geht, bevor ich heute zum ersten Mal durch­ge­fahren bin. Der kilo­me­ter­weite Anblick des Dro­gen­elends in dem Maß hat mich den­noch extrem erschreckt.

Blödiane

Doch in Ham­burg gibt es das. Ganz in der Nähe vom ZOB.

Inter­es­santer Bei­trag! Hatte ich schon ver­gessen, dass es tat­säch­lich so war. Aller­dings bin ich auch nur bei einer pri­vaten Stadt­füh­rung mal hin­durch geschlen­dert. Diese Straße sollte man viel­leicht tat­säch­lich meiden, oder zumin­dest seine Kamera und seinen Geld­beutel nicht offen zur Schau tragen. Wenn du dort ange­kommen bist, war es ver­mut­lich ein Schock für dich. Ich habe da ganz andere Erin­ne­rungen und die Straße wie gesagt schon wieder ver­gessen. Viel­leicht sollte man noch erwähnen, dass man sich ansonsten in Vancouver überall sicher fühlt und auf freund­liche, hilfs­be­reite Leute trifft. Mein erstes Erlebnis in Vancouver: Ich falte den Stadt­plan auf und habe… Read more »

Hey Susanne, doch­doch, das wurde deut­lich, dass Vancouver ne tolle Stadt ist — wer lesen kann ist klar im Vor­teil und Du hast es ja oben beschrieben. :) Außerdem weiß man das ja, ich war noch nie dort, aber Vancouver wird ja ständig so beschrieben. Des­halb finde ich Deinen Bericht umso inter­es­santer (und natür­lich scho­ckie­render, klar), vielen Dank des­halb dafür. Inter­es­sant auch des­halb, weil es Kanada, soweit ich weiß, vor allem Vancouver gar nicht so schlecht geht. Da fragt man sich ein biss­chen, wieso die das dort nicht in den Griff bekommen… Aber gut, viel­leicht ist all­ge­mein nicht alles so… Read more »

Farina

Ich sitze gerade in Vancouver (kam vor einer Woche aus Neu­see­land hierhin — Back­pa­cken) und kam eben von einem Floh­markt und hab’ genau das­selbe erlebt, wie du. Jetzt sitze ich in einem vorher abge­spei­cherten Hipster-Café, habe erstmal meinen Freund am Telefon beru­higt und das ganze mal gegooglet. Ich bin wirk­lich geschockt was da los ist.

Ich dachte der Kiez in Ham­burg (wo ich her­komme) wäre ‘gru­selig’, aber das hier ist viel viel viel viel schlimmer.

Mein Airbnb habe ich mir Gott­sei­dank in einer kom­plett anderen Gegend aus­ge­sucht. Und ich freu’ mich schon da nachher wieder hin­zu­fahren. …

Liebe Grüße !

Gilberto

Diese armen Leute in D.T.E.S. sind aber wei­test­ge­hend harmlos. Ich habe dort auch schon über­nachtet. Man sollte auf­passen dass man nicht gerade in jemanden hin­ein­läuft, wie beschrieben trifft man schon mal auf Leute mit einer Spritze in der Hand sowie auf viele psy­chisch Kranke, in der Regel wollen diese aber nur in Ruhe gelassen werden. Traurig ist, dass man die Situa­tion dort seit Jahr­zehnten nicht in den Griff bekommt.

Hallo Susanne,
ich hatte vor meiner Reise auch keine Ahnung was mich da erwarten wird. Ich war so geschockt und auch nach der Ankunft noch sehr miss­trau­isch der Stadt gegen­über. Leider bin ich im Vor­feld noch nicht auf Deinen Bei­trag gestoßen.
Die letzten Tage habe mir Vancouver jedoch von einer schönen Seite gezeigt. Ich werde mir nun mal Deine wei­teren Artikel zur Stadt durch­lesen und dann geht es gleich auf Erkun­dungs­tour ?
Lieben Dank und Grüße aus Vancouver, Alex­andra

Claudia

Hallo Susanne, ich bin eben über deinen Bericht gestol­pert und , hmmm, jetzt doch schon etwas beun­ru­higt. Mein Mann und ich haben ab Freitag für 3 Nächte ein airbnb in der east pender street 361 und das sieht mir so aus, als läge das mit­ten­drin in DTES. Puh, da bin ich mal gespannt, hab jetzt irgendwie ein mul­miges Gefühl, wenn 2 Touris da mit Gepäck auf­laufen und dann ggf. abends bei Dun­kel­heit nach Hause… Ich hoffe wirk­lich, dass da jeder seine Ruhe will und wir da unbe­hel­ligt durch­kommen ?.
LG Claudia

Felix

Also ich glaub ich war im glei­chen hotel falls es das Patricia Hotel.ist. schon billig im Ver­gleich. Bin mal mit nem kumpel und 2 Ami­mä­dels dort über east has­tings gelaufen da hat einer Kids on the Block gebrüllt :D. Naja ich habe im Back­pa­cker hostel gelebt für 5 Monate das ist so ziem­lich eine stufe über has­tings. Da sind alle min­des­tens Kiffer und trinker und im Vic­tory Park der 50 meter vom Hostel ist geht quasi east has­tings los. Dort waren wir oft mal trinken wenn es im hostel zu laut wurde. Ansonsten wenn es da noch nicht mit der… Read more »

Gisela Weede-Sitak

Haben und Verfahren,sind dort zufällig durch­ge­fahren Können die Ein­drücke genauso bestä­tigen. Frage:Warum wird so eine Hölle auf Erden zuge­lassen? Was wäre zu tun? In Gas­town sagte man uns,der Staat küm­mere sich im Winter um die Betroffenen.Also: Dro­gen­süch­tige ali­men­tieren durch ihre Exis­tenz die Sozialarbeiter,das System wird am Laufen gehalten!?!?

Paul

Hey! Ich bin gerade in Kanda und habe eine Woche, (wahr­schein­lich) im glei­chen Hotel wie du, genäch­tigt. Es ist genau so wie du es beschrieben hast. Ich habe in den letzten Tagen Umwege zu meinem Hotel genommen, um nicht unnötig mit den Leuten in Kon­takt zu kommen. Überall liegen spritzen herum und man hat das Gefühl die Leute sind 24/7 stoned dort. Ich habe schon viele arme Länder und Städte gesehen, doch das hat alles getopft. So viel Armut und Leid…echt heftig!Ich habe dort nur gebucht weil es ziem­lich günstig war und ich eigent­lich nicht viel Wert auf Lage und… Read more »

Nicole

Hallo Susanne, Ich war auch 9 Monate in Vancouver und musste sowohl beruf­lich als auch privat öfter mal in die Has­tings Street. Ich finde deinen Bei­trag zwar span­nend, fände es aber gut wenn du dich etwas genauer über die Gründe für die Situa­tion infor­mieren und dar­über schreiben wür­dest. Du könn­test dazu zum Bei­spiel Sozi­al­ein­rich­tungen oder auch die Obdach­losen selbst befragen. Soweit ich mit­be­kommen habe gibt es für viele ver­schie­dene Gründe für das Drogen- und Obdach­lo­sen­pro­blem zum Bei­spiel: — wenig leist­bare Hilfs­an­ge­bote für psy­chi­sche Pro­bleme oder Dro­gen­pro­bleme — ein Sozi­al­system durch das man leicht “durch­fallen” kann — stark stei­gende Miet­preise auf­grund… Read more »

Martin

Hallo Nicole,danke das Du die Hin­ter­gründe hier mal erwähnt hast, Ich war Anfang Sep­tember 2019 in Vancouver und bin mit den Bus Rich­tung Gas­town durch die Has­ting gefahren.Ich war scho­ckiert was ich da gesehen habe.Zurück in meiner Unter­kunft habe ich mich im Internet mal über die Geschichte und Ent­ste­hung der Has­ting belesen und habe genau das gelesen, was Du beschreibst. Viele dieser Menschen wurden durch die Pro­fit­gier der Inves­toren aus ihren Woh­nungen ver­trieben (gerade zu Beginn bis Mitte der 80ziger Jahre) Ich kann nicht ver­stehen das die Stadt Vancouver diese Menschen auf offener Straße “ver­re­cken” lässt und 2 Blocks weiter… Read more »

M. Schütze

Bin gerade aus Vancouver zurück. Lt. Rei­se­führer benutzte ich die emp­foh­lene 7A — land­schaft­lich schöne Strecke — um in die Stadt zu fahren, d. h. ich bin über die Has­ting East rein­ge­kommen. Mich packte das nackte Ent­setzen, ich brauchte zwei Tage um mich über­haupt ein biß­chen mit dieser Stadt anzu­freunden. Unser Hotel lag in West-Vancouver, aber dieser “Emp­fang” nahm mir die Urlaubs­freude. Aber auch in anderen Vier­teln sieht man die “Obdach­losen” — lt. Rund­fahr­ten­führer — immer häu­figer. In der Gas-Town oder an der Davie wird gebet­telt, wenn auch dis­kret. Nur 200 m vom Hyatt schlafen Leute auf der Straße, vorm… Read more »

Alex

Ich habe auch schon vieles gesehen, kenne viele Groß­städte und auch deren dunkle Ecken. Aber sowas wie ich ges­tern in der Has­tings gesehen habe, habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. So unglaub­lich viele Gegen­sätze inner­halb 2 Blocks ist der Wahn­sinn.….

Stefan

Hallo Susanne, Danke für den Artikel, nur habe ich ihn jetzt erst ent­deckt, sonst wäre ich hier nicht abge­stiegen. Ich bin gerade im Patricia in east Has­tings und es ist echt gru­selig, Nachts raus auf die Straße, nee lieber nicht. Ich habe mit einem Taxi­fahrer geredet der mit mir eine Ziga­rette vor dem „Hotel“ geraucht hat, er meinte, dass nie­mand was tut weil die meisten keine Hilfe wollen und auch um die Nach­bar­schaft „sauber“ zube­kommen, seien der Polizei die Hände gebunden. Wie ein älterer Mann anmerkte der gerade Essen­s­tüten aus­teilte und zuhörte. Er sagte, dass die Poli­tiker, die etwas unter­nehmen… Read more »

Laura

Hi, Rob hat ein ganz ver­brei­tetes Kli­schee aus­ge­spro­chen. Dabei hatten über 80% der wohn­unglosen Menschen in Vancouver, zuvor eine Woh­nung in Vancouver. Das macht einen rie­sigen Unter­schied im Bezug darauf, wie diese Menschen stig­ma­ti­siert werden und wer sich aus der Ver­ant­wor­tung zieht.

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Hi, ich bin Susanne, Journalistin und Reisende. Ich liebe Geschichten vom Reisen und Auswandern) (auch allein!) und lebe zurzeit in Kathmandu, Nepal. Mehr über mich erfährst Du hier.

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