Menschen Nordkorea

Reisebericht Nordkorea: Vom Wert der Freiheit

17. Januar 2018
Nach Nordkorea reisen: Vor den Kim-Statuen

Zuletzt aktualisiert am 2. Juni 2021 um 10:48

Nach Nordkorea reisen pro Jahr nur etwa 5000* westliche Touristen. Jeder ihrer Schritte wird genau von der Regierung überwacht. Tim (26) und Kati (29) aus München sind zwei von ihnen. Was sie Ende 2017 in dem isolierten Land mit dem gegenwärtig restriktivsten politischen System weltweit erlebt haben, erzählen sie in diesem Erfahrungsbericht.


Reisen nach Nordkorea: Tim und Kati über ihre Erfahrungen

Tim:

Den Wunsch, nach Nordkorea zu reisen, hatte ich schon jahrelang. Es reizte mich, zu den wenigen Menschen zu gehören, die einmal dort gewesen sind. Über das Leben in Nordkorea wird viel spekuliert. Ich wollte mir ein eigenes Bild davon machen, auch wenn ich wusste, dass ich keinen tiefen Einblick in das Land erhalten kann.

Im Frühjahr las ich in der Zeitung etwas über eine Agentur in Berlin, die Reisen nach Nordkorea anbietet – und war gleich wieder Feuer und Flamme. Irgendwann sagte meine Partnerin Kati, dass sie gerne mitkommen möchte. Wenig später begannen wir mit den Vorbereitungen.

Nach Nordkorea reisen: Tim auf dem Kim-Il-sung-Platz

Tim auf dem Kim-Il-sung-Platz. Im Hintergrund: die Porträts der vorherigen Führer Kim Il-sung und Kim Jong-il. Alle Fotos dieses Beitrags haben Tim und Kati mir von ihrer Reise nach Nordkorea zur Verfügung gestellt

Man kann Nordkorea nicht individuell besuchen. Ein Aufenthalt ist nur in Gruppen mit je zwei Reiseleitern möglich. Das Reisebüro setzte sich mit der nordkoreanischen Reiseagentur in Verbindung. Danach war der Weg für die Visa frei. Wir mussten einige Fragen beantworten – sehr wichtig hierbei waren Details über den Arbeitgeber und den Beruf – und den Visumsantrag mitsamt dem Reisepass per Post an die nordkoreanische Botschaft in Berlin schicken. Das Visum kostete 40 Euro pro Person. Die Einreiseerlaubnis bekamen wir schon nach ein paar Tagen.

 Urlaub in Nordkorea: von Visum bis Grenzkontrollen

Ein Visum für Nordkorea reicht allerdings nicht: Als Tourist erreicht man das Land ausschließlich über Russland oder China und kann es auch nur auf diesem Wege wieder verlassen. Wir entschieden uns für Letzteres und brauchten zusätzlich ein sogenanntes Doppeleinreisevisum für China. Dafür mussten wir persönlich bei der chinesischen Botschaft erscheinen und die Flüge und Adressen aller gebuchten Hotels angeben.

Ende November flogen wir nach Peking und fuhren dann mit dem Zug weiter in die Stadt Dandong. Sie liegt am Yalu, dem Grenzfluss zwischen China und Nordkorea. Dort begann unsere Bahnreise in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang. Der Zug bestand ausschließlich aus Schlafabteilen. Sein Zustand war recht heruntergekommen, die Einrichtung alt und schmutzig.

Kaum hatten wir die Brücke über den Yalu überquert, hielt der Zug an. Kontrolleure schauten unsere Pässe an und inspizierten unsere Laptops und Handys, ohne sich jedoch Dateien genauer anzuschauen. Wir konnten aber beobachten, dass sie die Handy-Fotos anderer Fahrgäste durchsuchten. Sie prüften auch, ob unsere Kameras GPS-fähig sind. Solche Geräte sind nämlich verboten. Mit dem Tablet und dem E-Reader, die wir dabei hatten, konnten sie nichts anfangen. Zwei Stunden lang stand der Zug still. Kati und ich waren währenddessen ziemlich angespannt. Am Ende bekamen wir alles wieder ausgehändigt und fuhren weiter, bis wir Pjöngjang nach fünf Stunden erreichten.

Wohnhäuser in Pjöngjang

Reisen nach Nordkorea führen in die Hauptstadt: Wohnhäuser in Pjöngjang

Unsere Gruppe war klein. Außer uns gehörte nur eine junge Niederländerin dazu, die von Peking aus mit dem Flugzeug angereist war. Unsere Reiseleiter waren ein Mann um die 50, der Deutsch sprach, sowie eine Frau um die 30, die Englisch sprach. Gleich am ersten Abend bekamen wir von ihnen zwei essentielle Hinweise. Erstens: niemals allein auf die Straße gehen! Das sei zu gefährlich, man könne uns für Amerikaner halten. Zweitens: niemals eine Zeitung falten, zerknüllen oder wegwerfen! Dabei könnten wir Fotos des Führers beschädigen und das wäre respektlos.

Straffes Programm, skurrile Ziele

Direkt neben unserer Unterkunft, dem Koryo Hotel in Pjöngjang, befand sich ein Restaurant, das zum Hotel gehörte. Während der gesamten Reise waren die paar Meter zum Nebengebäude und zurück die einzige Strecke, die wir ohne Begleitung draußen zurücklegten.

Jeder Tag war straff durchorganisiert. Bis zu fünfzehn Programmpunkte galt es zu absolvieren. Unsere Guides wirkten dabei oft, als arbeiteten sie lustlos einen nach dem anderen ab. Wir besuchten zum Beispiel Souvenir-Shops, liefen dort einmal schnell alles ab und gingen gleich wieder. Viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele waren ausgesprochen skurril – etwa der „internationalen Buchladen“, der Übersetzungen von Reden und Schriften der Kims in unterschiedliche Sprachen verkaufte. Wir besuchten außerdem eine Blumenausstellung, bei der es lediglich zwei Arten zu sehen gab: eine Orchideen- und eine Begoniensorte, denen man die Namen der beiden vorherigen Diktatoren verpasst hatte –„Kimilsungia“ und „Kimjongilia“. Anscheinend glaubt man in Nordkorea, dass sie auf der ganzen Welt so heißen.

Und täglich grüßt die Staats-Propaganda

Bizarr war auch unser Ausflug zur „Freundschaftsausstellung“. Die befindet sich etwa 160 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Wir wurden für eine Nacht in einem absurd luxuriösen 4-Sterne-Haus, dem Hyangsan Hotel, in der Nähe untergebracht. Dort waren wir die einzigen Gäste. Ausgestellt waren Gegenstände, die ausländische Regierungen, Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen der nordkoreanischen Regierung geschenkt haben sollen. Die meisten Objekte sahen nach chinesischem Billig-Nippes aus – und von den deutschen Firmen, die Gaben hinterlassen haben sollen, kannten wir keine einzige. Fotografieren war übrigens verboten. Als ich unseren Reiseleiter nach dem Grund fragte, sagte er, der Blitz würde die Exponate in den Glasvitrinen angreifen.

Nach Nordkorea reisen: Hyangsan Hotel von außen

Das Paar übernachtete auf seiner Reise nach Nordkorea auch im Hyangsan Hotel nördlich von Pjöngjang

Mit jedem Tag stellte sich bei uns mehr Unbehagen ein. Permanent dachten wir im Stillen: „Das kann nicht stimmen“, wenn unser Guide vom wirtschaftlichen Fortschritt in seinem Land schwärmte oder davon, was die Führer wieder Großartiges vollbracht haben.

Während wir das Chollima-Denkmal anschauten, erzählte man uns zum Beispiel von einer Fabrik, für die Anfang der 1950er ein Fünf-Jahres-Plan erstellt worden sei. Diese Fabrik habe ihr Ziel aber schon nach drei Jahren erreicht. Daran hätten sich alle anderen nordkoreanischen Betriebe ein Vorbild genommen. Die Mitarbeiter seien so motiviert gewesen, ihre Führung stolz zu machen, dass am Ende die Industrie des gesamten Landes ihr erklärtes Ziel bereits in drei Jahren erreichte. Die Rückfrage, welche Möglichkeiten man zur Produktionssteigerung genutzt und wie genau man es geschafft hat, die Motivation der Arbeiter derart zu steigern, hat man uns leider nicht beantwortet. Irgendwann gingen uns die Lügen und Übertreibungen nur noch auf den Geist.

Nach Nordkorea reisen: Tim vor dem Denkmal für die Wiedervereinigung

Tim vorm 2001 erbauten Denkmal für die Wiedervereinigung zwischen Nord- und Südkorea

Am achten Tag unseres Aufenthalts flogen wir mit der nordkoreanischen Airline Air Koryo zurück nach Peking und im Anschluss nach Vietnam. Wir waren froh, uns endlich wieder unbeobachtet bewegen und kritisch äußern zu können. Nach dieser Reise weiß ich noch besser, wie gut wir es in Deutschland haben, in einem reichen und freien Land leben zu können.


Kati

Meine Eltern waren nicht gerade begeistert, als ich ihnen erzählte, dass Tim und ich nach Nordkorea reisen. Bis kurz vorm Start versuchten sie, uns das Ganze auszureden. Ich konnte ihre Bedenken verstehen: In den Monaten vor unserer Reise drohte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ständig mit Atomschlägen. Gleichzeitig ging die Geschichte des amerikanischen Studenten Otto Warmbier durch die Presse, der in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden und kurz nach seiner Auslieferung in die USA gestorben war. Tim und ich beschäftigten uns intensiv mit dem Land und wussten, dass wir uns an die dort geltenden Regeln halten sollten.

Ich hätte gern etwas über den Alltag der Menschen erfahren. Fragen zum Familien- und Berufsleben der Einheimischen waren aber unerwünscht. Nur einmal sprach ich unseren Reiseleiter auf seine Frau an. Ich wollte wissen, ob sie auch berufstätig ist. Darauf reagierte er ausweichend und ich bohrte lieber nicht weiter nach.

Reisen nach Nordkorea heißt abgeschottet zu sein

Abgesehen vom Personal in den Restaurants und Hotels waren Gespräche mit der normalen Bevölkerung leider nicht möglich, da wir nicht mit ihnen in Kontakt treten konnten. Der Austausch wäre allerdings auch aufgrund fehlender Englischkenntnisse der Nordkoreaner gescheitert. In den Restaurants aßen wir meist abgeschottet in separaten Räumen. Teilweise hat man unseretwegen auch Gebäude geräumt.

Ausblick vom Chuch’e-Turm

Ausblick vom Chuch’e-Turm auf die Stadt …

Das ging uns auf, als wir den Chuch’e-Turm besuchten – ein 170 Meter hohes Monument mit Aussichtsplattform im Zentrum von Pjöngjang. Auf der Suche nach einer Toilette fuhren wir mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss. Als die Türen sich öffneten, sahen wir eine große Gruppe Nordkoreaner, die dort wohl darauf warteten, dass sie nach oben fahren dürfen.

Nach Nordkorea reisen: Ausblick vom Chuch’e-Turm

… und auf den Kim-Il-sung-Platz

So blieb uns nur, die Menschen unauffällig zu beobachten. Sie wirkten relativ normal auf uns, nicht ausgelassen, aber auch keineswegs traurig, wie man vielleicht annehmen könnte. Niemand trug auffällige Sachen, fast alle waren in gedeckten Farben wie braun, olivgrün und schwarz gekleidet. Früher hieß es, Pjöngjang sei die dunkelste Hauptstadt der Welt. Inzwischen ist die Stadt aber auch nachts beleuchtet. Die Hauptstadt ist sehr sauber und gut ausgebaut, es gibt dort auch zwei U-Bahn-Linien, deren Bahnen ursprünglich aus Berlin stammen.

Nach Nordkorea reisen: Die U-Bahn in Pjöngjang nutzt ausrangierte Züge aus Berlin

Die U-Bahn in Pjöngjang nutzt ausrangierte Züge aus Berlin

Während unseres Aufenthalts im Dezember herrschten Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. An unserem dritten Tag in Nordkorea begann es zu schneien und die Bevölkerung musste mit einfachsten Mitteln Schnee schippen.

Nach Nordkorea reisen: Arbeiterbrigaden

Eine Arbeiterbrigade befreit ein Denkmal vom Eis. Sie zu fotografieren ist auf Reisen nach Nordkorea eigentlich verboten

Räumfahrzeuge, wie es sie in Deutschland gibt, haben wir nicht gesehen und auch auf den Einsatz von Streusalz wurde verzichtet. Oft sahen wir Arbeiterbrigaden, die Eis von den Denkmälern abschlugen.

Leben in Nordkorea: Vor allem auf dem Land herrscht Armut

Auch die Landbevölkerung kämpfte gegen Eis und Schnee, wir konnten sie aus dem Busfenster dabei beobachten. Es war ihnen anzusehen, wie sehr sie froren und dass sie arm waren, viel ärmer als die Städter. Die Strom- und Wasserversorgung war in ländlichen Gebieten eher rudimentär vorhanden und funktionierte nur zeitweise. Anders als in Pjöngjang war es dort am Abend recht dunkel. Es gab wenig erkennbare Infrastruktur und kaum befestigte Straßen. Schon auf der Bahnfahrt von Dandong nach Pjöngjang war uns aufgefallen, dass große Teile des Landes aus Ackerbau bestehen.

Außerhalb von Pjönyang: Autos gibt es kaum

Autos fahren hier kaum

Im Laufe der Zeit machten sich zwischen unserem Guide und uns immer öfter große Kulturunterschiede bemerkbar. Penetrant lag er uns mit seiner Bitte in den Ohren, unserem Busfahrer Trinkgeld zu geben. Schon Tage zuvor wollte er herausfinden, wie viel wir ihm am Ende geben möchten. Umgerechnet zwanzig Euro fand er zu wenig und forderte mehr. An dieser Stelle allerdings habe ich ihm klar gemacht, dass es in unserer Kultur nicht üblich ist, so fordernd nach Geld zu fragen, womit dann die Diskussion beendet war.

Ein weiterer großer Unterschied im Denken zeigte sich im Mausoleum der verstorbenen Führer Kim Il-sung und Kim Jong-il. Tim hatte keinen Anzug im Gepäck und war in den Augen unseres Guides für den Besuch im Mausoleum in Hemd und Jeans nicht schick genug. Recht deutlich sagte er ihm, dass er seinen Kleidungsstil nicht mochte, was in meinen Augen schlichtweg unhöflich war.

Erfahrungen in Nordkorea: ständige Beobachtung

Wir haben uns in Nordkorea nie unsicher gefühlt. Doch ständig unter Beobachtung zu stehen und immer aufpassen zu müssen, was wir sagen, zerrte ein wenig an meinen Nerven. Wenn wir im hoteleigenen Restaurant aßen, wurde ich das Gefühl nicht los, dass uns am Nebentisch jemand beobachtete. Abends im Hotelbett unterhielten wir uns nur im Flüsterton über den vergangenen Tag und über unsere Guides – ob das Radio nicht doch verwanzt war, konnte man schließlich nicht wissen.

Nach Nordkorea reisen: Noch ein Denkmal

Eines von vielen Denkmälern, die Tim und Kati auf der achttägigen Reise nach Nordkorea besuchten

Eine Sache machte mir außerdem mehr zu schaffen, als ich anfangs dachte: Es widerstrebte mir immer mehr, mich vor den Führerstatuen verbeugen zu müssen. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass dies von uns erwartet wird, nahm mir aber vor, das einfach mitzumachen, ohne groß darüber nachzudenken. In Nordkorea war ich überrascht, wie sehr ich mich durch diese Handlung in meiner persönlichen Freiheit beschränkt fühlte.

Seit dieser Reise ist mir bewusst, wie wertvoll Freiheit im Denken und Handeln ist und wie privilegiert ich bin, in Deutschland geboren zu sein.

***



Reisen nach Nordkorea: Hintergrundinfos

  • *Ich finde unterschiedliche Zahlen, was das Touristenaufkommen in Nordkorea betrifft. Geschätzt 5000 westliche Touristen sollen es laut diesem Beitrag von 2017 sein. Hier hingegen wird ein deutscher Reiseveranstalter zitiert, der von 8000 bis 10000 westlichen Besuchern im Jahr ausgeht. Aus Deutschland sollen jährlich etwa 300 Touristen nach Nordkorea reisen.
  • Es gibt mehrere deutsche Agenturen, die Reisen nach Nordkorea im Programm haben. Beim Googlen habe ich auf die Schnelle drei gefunden. Eine stellt etwa auf ihrer Seite einen Musicplayer zur Verfügung, der nordkoreanische Musik mit Liedern wie „Das beste Land der Welt“ spielt, damit Seitenbesucher beim Betrachten der Bilder „in Stimmung kommen“ für ihren Urlaub in Nordkorea.
  • Ob es moralisch vertretbar ist, nach Nordkorea zu reisen, darüber kann man diskutieren. Einen guten Beitrag, der das Für und Wider abwägt, gibt es hier. Nicht richtig ist jedenfalls, dass Touristen mit ihrem Geld das Militär samt Raketen- und Nuklearprogramm finanzieren. Diese Ausgaben sind an einen anderen Wirtschaftskreislauf angeschlossen. 


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16 Comments
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Claudia
17. Januar 2018 22:02

Eindrucksvoller Beitrag - es wird einem beim Lesen so richtig bewusst, was Freiheit für ein kostbares Gut ist - LG Claudia von Live-n-Explore

18. Januar 2018 7:32

Ich kann mich Claudia nur anschließen. Nicht mein erster Reisebericht zu NK, aber es gibt so wenige davon, da sind sie immer wieder interessant!

LG, Naomi

Liane
18. Januar 2018 7:56

Sehr interessanter Post über das Reisen in Nordkorea! Für mich war es vollkommen neu, dass es tatsächlich eine Agentur in Berlin gibt, die Reisen dorthin für jeden anbietet. Ich hatte mir das Ganze noch deutlich umständlicher vorgestellt. Tolle Eindrücke, die gleichzeitig zum Nachdenken anregen und uns zeigen, wie zufrieden wir mit dem sein können, was wir jeden Tag für selbstverständlich halten.

25. Januar 2018 13:23

Ich habe mich beim Lesen doch sehr oft in die Zeit der ehemaligen DDR zurückversetzt gefühlt. Beispielsweise wurden bei uns die 5-Jahres-Pläne auch immer deutlich übererfüllt oder statt Technik auf Muskelkraft gesetzt. Nee, mich würden da keine 10 Pferde hinkriegen! Der Kommunismus ist gescheitert und das hatte gute Gründe. Bleibt nur zu hoffen, dass in Nordkorea vielleicht auch irgendwann ein Wunder geschieht.

Daniel
9. August 2018 9:47

Sehr interessanter Beitrag, habe auch schon mal mit dem Gedanken gespielt dorthin zu reisen, bin mir aber noch unschlüssig aber eine Erfahrung wäre es bestimmt Wert.

Benni
25. Dezember 2018 11:28

Hallo,sehr schöner und Authentischer Bericht.Würde gerne noch genauer wissen wie das ist mit dem Untereinander Unterhalten im Hotel,hattet Ihr den Verdacht dass dort Wanzen sind?Waren in den Nebenzimmern Geräusche zu hören?
Sollte man da sehr vorsichtig sein und wie ist das bei der Ausreise werden die Handys nach Fotos durchsucht?

Julian Garrecht
23. Mai 2019 21:10

Hallo, ein super Beitrag. Ich mache mich vielleicht im August nach Nordkorea auf, mache mir aber große Sorgen um eine Einreise in die USA danach! Ich habe gehört, dass man danach nicht mehr dort einreisen darf, weder als Tourist als sonst iwie, plane aber sogar meinen Masterstudiengang in den USa zu absolvieren. Kannst du mir dazu genaueres sagen? LG Julian

Christiane Dillenberger
2. Februar 2020 13:45

Einen schönen Sonntag wünsche ich allen hier.
Eine Frage: Welchen Reiseanbieter könnten ihr denn empfehlen, ich plane diesen Sommer (2020) nach Nordkorea zu reisen, bin alleine unterwegs und möchte mich einer Gruppe anschließen.
Mit den allerbesten Grüßen
Christiane

Thomas
29. Dezember 2021 22:34

Hallo! Ich war bereits Ende der 80er als Einer der wenigen Ostdeutschen in Nordkorea. Als Mitglied einer Jugend-Reisegruppe aus einem (damals) sozialistischen Bruderland hatten wir wesentlich mehr Bewegungsfreiheit, als in allen Reiseberichten jüngeren Datums beschrieben. Noch an die eigenen systembedingten Unfreiheiten gewohnt, war das Reiseerlebnis natürlich extrem interessant, aber selbst aus unserem Blickwinkel skuril und wiedersprüchlich. Allerdings hatte ich in den 2 Reisewochen kreuz und quer durch die KDVR nie dieses Gefühl der Angst vor Verhaftung oder Repressalien und konnte befreiter Reiseeindrücke sammeln. LG Tom