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Vom Wert der Frei­heit

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Nach Nordkorea reisen: Vor den Kim-Statuen

Nach Nordkorea reisen pro Jahr nur etwa 5000* west­liche Tou­risten. Jeder ihrer Schritte wird genau von der Regie­rung über­wacht. Tim (26) und Kati (29) aus Mün­chen sind zwei von ihnen. Was sie Ende 2017 in dem iso­lierten Land mit dem gegen­wärtig restrik­tivsten poli­ti­schen System welt­weit erlebt haben, erzählen sie in diesem Erfah­rungs­be­richt.


Tim:

Den Wunsch, nach Nordkorea zu reisen, hatte ich schon jah­re­lang. Es reizte mich, zu den wenigen Men­schen zu gehören, die einmal dort gewesen sind. Über das Leben in Nordkorea wird viel spe­ku­liert. Ich wollte mir ein eigenes Bild davon machen, auch wenn ich wusste, dass ich keinen tiefen Ein­blick in das Land erhalten kann.

Im Früh­jahr las ich in der Zei­tung etwas über eine Agentur in Berlin, die Reisen nach Nordkorea anbietet – und war gleich wieder Feuer und Flamme. Irgend­wann sagte meine Part­nerin Kati, dass sie gerne mit­kommen möchte. Wenig später begannen wir mit den Vor­be­rei­tungen.

Nach Nordkorea reisen: Tim auf dem Kim-Il-sung-Platz

Tim auf dem Kim-Il-sung-Platz. Im Hin­ter­grund: die Por­träts der vor­he­rigen Führer Kim Il-sung und Kim Jong-il. Alle Fotos dieses Bei­trags haben Tim und Kati mir von ihrer Reise nach Nordkorea zur Ver­fü­gung gestellt

Man kann Nordkorea nicht indi­vi­duell besu­chen. Ein Auf­ent­halt ist nur in Gruppen mit je zwei Rei­se­lei­tern mög­lich. Das Rei­se­büro setzte sich mit der nord­ko­rea­ni­schen Rei­se­agentur in Ver­bin­dung. Danach war der Weg für die Visa frei. Wir mussten einige Fragen beant­worten – sehr wichtig hierbei waren Details über den Arbeit­geber und den Beruf – und den Vis­ums­an­trag mit­samt dem Rei­se­pass per Post an die nord­ko­rea­ni­sche Bot­schaft in Berlin schi­cken. Das Visum kos­tete 40 Euro pro Person. Die Ein­rei­se­er­laubnis bekamen wir schon nach ein paar Tagen.

  Nach Nordkorea reisen: von Visum bis Grenz­kon­trollen

Ein Visum für Nordkorea reicht aller­dings nicht: Als Tou­rist erreicht man das Land aus­schließ­lich über Russ­land oder China und kann es auch nur auf diesem Wege wieder ver­lassen. Wir ent­schieden uns für Letz­teres und brauchten zusätz­lich ein soge­nanntes Dop­pel­ein­rei­se­visum für China. Dafür mussten wir per­sön­lich bei der chi­ne­si­schen Bot­schaft erscheinen und die Flüge und Adressen aller gebuchten Hotels angeben.

Ende November flogen wir nach Peking und fuhren dann mit dem Zug weiter in die Stadt Dan­dong. Sie liegt am Yalu, dem Grenz­fluss zwi­schen China und Nordkorea. Dort begann unsere Bahn­reise in die nord­ko­rea­ni­sche Haupt­stadt Pjöng­jang. Der Zug bestand aus­schließ­lich aus Schlaf­ab­teilen. Sein Zustand war recht her­un­ter­ge­kommen, die Ein­rich­tung alt und schmutzig.

Kaum hatten wir die Brücke über den Yalu über­quert, hielt der Zug an. Kon­trol­leure schauten unsere Pässe an und inspi­zierten unsere Lap­tops und Handys, ohne sich jedoch Dateien genauer anzu­schauen. Wir konnten aber beob­achten, dass sie die Handy-Fotos anderer Fahr­gäste durch­suchten. Sie prüften auch, ob unsere Kameras GPS-fähig sind. Solche Geräte sind näm­lich ver­boten. Mit dem Tablet und dem E-Reader, die wir dabei hatten, konnten sie nichts anfangen. Zwei Stunden lang stand der Zug still. Kati und ich waren wäh­rend­dessen ziem­lich ange­spannt. Am Ende bekamen wir alles wieder aus­ge­hän­digt und fuhren weiter, bis wir Pjöng­jang nach fünf Stunden erreichten.

Nach Nordkorea reisen: Wohnhäuser in Pjöngjang

Reisen nach Nordkorea führen in die Haupt­stadt: Wohn­häuser in Pjöng­jang

Unsere Gruppe war klein. Außer uns gehörte nur eine junge Nie­der­län­derin dazu, die von Peking aus mit dem Flug­zeug ange­reist war. Unsere Rei­se­leiter waren ein Mann um die 50, der Deutsch sprach, sowie eine Frau um die 30, die Eng­lisch sprach. Gleich am ersten Abend bekamen wir von ihnen zwei essen­ti­elle Hin­weise. Ers­tens: nie­mals allein auf die Straße gehen! Das sei zu gefähr­lich, man könne uns für Ame­ri­kaner halten. Zwei­tens: nie­mals eine Zei­tung falten, zer­knüllen oder weg­werfen! Dabei könnten wir Fotos des Füh­rers beschä­digen und das wäre respektlos.

Reisen in Nordkorea: straffes Pro­gramm, skur­rile Ziele

Direkt neben unserer Unter­kunft, dem Koryo Hotel in Pjöng­jang, befand sich ein Restau­rant, das zum Hotel gehörte. Wäh­rend der gesamten Reise waren die paar Meter zum Neben­ge­bäude und zurück die ein­zige Strecke, die wir ohne Beglei­tung draußen zurück­legten.

Jeder Tag war straff durch­or­ga­ni­siert. Bis zu fünf­zehn Pro­gramm­punkte galt es zu absol­vieren. Unsere Guides wirkten dabei oft, als arbei­teten sie lustlos einen nach dem anderen ab. Wir besuchten zum Bei­spiel Sou­venir-Shops, liefen dort einmal schnell alles ab und gingen gleich wieder. Viele Sehens­wür­dig­keiten und Aus­flugs­ziele waren aus­ge­spro­chen skurril – etwa der „inter­na­tio­nalen Buch­laden“, der Über­set­zungen von Reden und Schriften der Kims in unter­schied­liche Spra­chen ver­kaufte. Wir besuchten außerdem eine Blu­men­aus­stel­lung, bei der es ledig­lich zwei Arten zu sehen gab: eine Orchi­deen- und eine Bego­ni­en­sorte, denen man die Namen der beiden vor­he­rigen Dik­ta­toren ver­passt hatte –„Kimils­ungia“ und „Kim­jon­gilia“. Anschei­nend glaubt man in Nordkorea, dass sie auf der ganzen Welt so heißen.

Und täg­lich grüßt die Staats-Pro­pa­ganda

Bizarr war auch unser Aus­flug zur „Freund­schafts­aus­stel­lung“. Die befindet sich etwa 160 Kilo­meter nörd­lich der Haupt­stadt. Wir wurden für eine Nacht in einem absurd luxu­riösen 4-Sterne-Haus, dem Hyangsan Hotel, in der Nähe unter­ge­bracht. Dort waren wir die ein­zigen Gäste. Aus­ge­stellt waren Gegen­stände, die aus­län­di­sche Regie­rungen, Orga­ni­sa­tionen, Unter­nehmen und Pri­vat­per­sonen der nord­ko­rea­ni­schen Regie­rung geschenkt haben sollen. Die meisten Objekte sahen nach chi­ne­si­schem Billig-Nippes aus – und von den deut­schen Firmen, die Gaben hin­ter­lassen haben sollen, kannten wir keine ein­zige. Foto­gra­fieren war übri­gens ver­boten. Als ich unseren Rei­se­leiter nach dem Grund fragte, sagte er, der Blitz würde die Expo­nate in den Glas­vi­trinen angreifen.

Nach Nordkorea reisen: Hyangsan Hotel von außen

Das Paar über­nach­tete auf seiner Reise nach Nordkorea auch im Hyangsan Hotel nörd­lich von Pjöng­jang

Mit jedem Tag stellte sich bei uns mehr Unbe­hagen ein. Per­ma­nent dachten wir im Stillen: „Das kann nicht stimmen“, wenn unser Guide vom wirt­schaft­li­chen Fort­schritt in seinem Land schwärmte oder davon, was die Führer wieder Groß­ar­tiges voll­bracht haben.

Wäh­rend wir das Chol­lima-Denkmal anschauten, erzählte man uns zum Bei­spiel von einer Fabrik, für die Anfang der 1950er ein Fünf-Jahres-Plan erstellt worden sei. Diese Fabrik habe ihr Ziel aber schon nach drei Jahren erreicht. Daran hätten sich alle anderen nord­ko­rea­ni­schen Betriebe ein Vor­bild genommen. Die Mit­ar­beiter seien so moti­viert gewesen, ihre Füh­rung stolz zu machen, dass am Ende die Indus­trie des gesamten Landes ihr erklärtes Ziel bereits in drei Jahren erreichte. Die Rück­frage, welche Mög­lich­keiten man zur Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung genutzt und wie genau man es geschafft hat, die Moti­va­tion der Arbeiter derart zu stei­gern, hat man uns leider nicht beant­wortet. Irgend­wann gingen uns die Lügen und Über­trei­bungen nur noch auf den Geist.

Nach Nordkorea reisen: Tim vor dem Denkmal für die Wiedervereinigung

Tim vorm 2001 erbauten Denkmal für die Wie­der­ver­ei­ni­gung zwi­schen Nord- und Süd­korea

Am achten Tag unseres Auf­ent­halts flogen wir mit der nord­ko­rea­ni­schen Air­line Air Koryo zurück nach Peking und im Anschluss nach Vietnam. Wir waren froh, uns end­lich wieder unbe­ob­achtet bewegen und kri­tisch äußern zu können. Nach dieser Reise weiß ich noch besser, wie gut wir es in Deutsch­land haben, in einem rei­chen und freien Land leben zu können.


Kati

Meine Eltern waren nicht gerade begeis­tert, als ich ihnen erzählte, dass Tim und ich nach Nordkorea reisen. Bis kurz vorm Start ver­suchten sie, uns das Ganze aus­zu­reden. Ich konnte ihre Bedenken ver­stehen: In den Monaten vor unserer Reise drohte Nord­ko­reas Macht­haber Kim Jong-un ständig mit Atom­schlägen. Gleich­zeitig ging die Geschichte des ame­ri­ka­ni­schen Stu­denten Otto Warm­bier durch die Presse, der in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeits­lager ver­ur­teilt worden und kurz nach seiner Aus­lie­fe­rung in die USA gestorben war. Tim und ich beschäf­tigten uns intensiv mit dem Land und wussten, dass wir uns an die dort gel­tenden Regeln halten sollten.

Ich hätte gern etwas über den Alltag der Men­schen erfahren. Fragen zum Fami­lien- und Berufs­leben der Ein­hei­mi­schen waren aber uner­wünscht. Nur einmal sprach ich unseren Rei­se­leiter auf seine Frau an. Ich wollte wissen, ob sie auch berufs­tätig ist. Darauf reagierte er aus­wei­chend und ich bohrte lieber nicht weiter nach.

Nach Nordkorea reisen heißt abge­schottet zu sein

Abge­sehen vom Per­sonal in den Restau­rants und Hotels waren Gespräche mit der nor­malen Bevöl­ke­rung leider nicht mög­lich, da wir nicht mit ihnen in Kon­takt treten konnten. Der Aus­tausch wäre aller­dings auch auf­grund feh­lender Eng­lisch­kennt­nisse der Nord­ko­reaner geschei­tert. In den Restau­rants aßen wir meist abge­schottet in sepa­raten Räumen. Teil­weise hat man unse­ret­wegen auch Gebäude geräumt.

Nach Nordkorea reisen: Ausblick vom Chuch’e-Turm

Aus­blick vom Chuch’e-Turm auf die Stadt …

Das ging uns auf, als wir den Chuch’e-Turm besuchten – ein 170 Meter hohes Monu­ment mit Aus­sichts­platt­form im Zen­trum von Pjöng­jang. Auf der Suche nach einer Toi­lette fuhren wir mit dem Fahr­stuhl ins Erd­ge­schoss. Als die Türen sich öff­neten, sahen wir eine große Gruppe Nord­ko­reaner, die dort wohl darauf war­teten, dass sie nach oben fahren dürfen.

Nach Nordkorea reisen: Ausblick vom Chuch’e-Turm

… und auf den Kim-Il-sung-Platz

So blieb uns nur, die Men­schen unauf­fällig zu beob­achten. Sie wirkten relativ normal auf uns, nicht aus­ge­lassen, aber auch kei­nes­wegs traurig, wie man viel­leicht annehmen könnte. Nie­mand trug auf­fäl­lige Sachen, fast alle waren in gedeckten Farben wie braun, oliv­grün und schwarz gekleidet. Früher hieß es, Pjöng­jang sei die dun­kelste Haupt­stadt der Welt. Inzwi­schen ist die Stadt aber auch nachts beleuchtet. Die Haupt­stadt ist sehr sauber und gut aus­ge­baut, es gibt dort auch zwei U-Bahn-Linien, deren Bahnen ursprüng­lich aus Berlin stammen.

Nach Nordkorea reisen: Die U-Bahn in Pjöngjang nutzt ausrangierte Züge aus Berlin

Die U-Bahn in Pjöng­jang nutzt aus­ran­gierte Züge aus Berlin

Wäh­rend unseres Auf­ent­halts im Dezember herrschten Tem­pe­ra­turen von bis zu minus zehn Grad. An unserem dritten Tag in Nordkorea begann es zu schneien und die Bevöl­ke­rung musste mit ein­fachsten Mit­teln Schnee schippen.

Nach Nordkorea reisen: Arbeiterbrigaden

Eine Arbei­ter­bri­gade befreit ein Denkmal vom Eis. Sie zu foto­gra­fieren ist auf Reisen nach Nordkorea eigent­lich ver­boten

Räum­fahr­zeuge, wie es sie in Deutsch­land gibt, haben wir nicht gesehen und auch auf den Ein­satz von Streu­salz wurde ver­zichtet. Oft sahen wir Arbei­ter­bri­gaden, die Eis von den Denk­mä­lern abschlugen.

Vor allem auf dem Land sind die Men­schen bit­terarm

Auch die Land­be­völ­ke­rung kämpfte gegen Eis und Schnee, wir konnten sie aus dem Bus­fenster dabei beob­achten. Es war ihnen anzu­sehen, wie sehr sie froren und dass sie arm waren, viel ärmer als die Städter. Die Strom- und Was­ser­ver­sor­gung war in länd­li­chen Gebieten eher rudi­mentär vor­handen und funk­tio­nierte nur zeit­weise. Anders als in Pjöng­jang war es dort am Abend recht dunkel. Es gab wenig erkenn­bare Infra­struktur und kaum befes­tigte Straßen. Schon auf der Bahn­fahrt von Dan­dong nach Pjöng­jang war uns auf­ge­fallen, dass große Teile des Landes aus Ackerbau bestehen.

Nach Nordkorea reisen: Autos gibt es kaum

Autos fahren hier kaum

Im Laufe der Zeit machten sich zwi­schen unserem Guide und uns immer öfter große Kul­tur­un­ter­schiede bemerkbar. Pene­trant lag er uns mit seiner Bitte in den Ohren, unserem Bus­fahrer Trink­geld zu geben. Schon Tage zuvor wollte er her­aus­finden, wie viel wir ihm am Ende geben möchten. Umge­rechnet zwanzig Euro fand er zu wenig und for­derte mehr. An dieser Stelle aller­dings habe ich ihm klar gemacht, dass es in unserer Kultur nicht üblich ist, so for­dernd nach Geld zu fragen, womit dann die Dis­kus­sion beendet war.

Ein wei­terer großer Unter­schied im Denken zeigte sich im Mau­so­leum der ver­stor­benen Führer Kim Il-sung und Kim Jong-il. Tim hatte keinen Anzug im Gepäck und war in den Augen unseres Guides für den Besuch im Mau­so­leum in Hemd und Jeans nicht schick genug. Recht deut­lich sagte er ihm, dass er seinen Klei­dungs­stil nicht mochte, was in meinen Augen schlichtweg unhöf­lich war.

Die stän­dige Beob­ach­tung setzt den Rei­senden zu

Wir haben uns in Nordkorea nie unsi­cher gefühlt. Doch ständig unter Beob­ach­tung zu stehen und immer auf­passen zu müssen, was wir sagen, zerrte ein wenig an meinen Nerven. Wenn wir im hotel­ei­genen Restau­rant aßen, wurde ich das Gefühl nicht los, dass uns am Neben­tisch jemand beob­ach­tete. Abends im Hotel­bett unter­hielten wir uns nur im Flüs­terton über den ver­gan­genen Tag und über unsere Guides – ob das Radio nicht doch ver­wanzt war, konnte man schließ­lich nicht wissen.

Nach Nordkorea reisen: Noch ein Denkmal

Eines von vielen Denk­mä­lern, die Tim und Kati auf der acht­tä­gigen Reise nach Nordkorea besuchten

Eine Sache machte mir außerdem mehr zu schaffen, als ich anfangs dachte: Es wider­strebte mir immer mehr, mich vor den Füh­rer­sta­tuen ver­beugen zu müssen. Ich wusste bereits im Vor­feld, dass dies von uns erwartet wird, nahm mir aber vor, das ein­fach mit­zu­ma­chen, ohne groß dar­über nach­zu­denken. In Nordkorea war ich über­rascht, wie sehr ich mich durch diese Hand­lung in meiner per­sön­li­chen Frei­heit beschränkt fühlte.

Seit dieser Reise ist mir bewusst, wie wert­voll Frei­heit im Denken und Han­deln ist und wie pri­vi­le­giert ich bin, in Deutsch­land geboren zu sein.

***



Reisen nach Nordkorea: Hin­ter­grund­infos

  • *Ich finde unter­schied­liche Zahlen, was das Tou­ris­ten­auf­kommen in Nordkorea betrifft. Geschätzt 5000 west­liche Tou­risten sollen es laut diesem Bei­trag von 2017 sein. Hier hin­gegen wird ein deut­scher Rei­se­ver­an­stalter zitiert, der von 8000 bis 10000 west­li­chen Besu­chern im Jahr aus­geht. Aus Deutsch­land sollen jähr­lich etwa 300 Tou­risten nach Nordkorea reisen.
  • Es gibt meh­rere deut­sche Agen­turen, die Reisen nach Nordkorea im Pro­gramm haben. Beim Googlen habe ich auf die Schnelle drei gefunden. Eine stellt etwa auf ihrer Seite einen Music­player zur Ver­fü­gung, der nord­ko­rea­ni­sche Musik mit Lie­dern wie „Das beste Land der Welt“ spielt, damit Sei­ten­be­su­cher beim Betrachten der Bilder „in Stim­mung kommen.“
  • Ob es mora­lisch ver­tretbar ist, nach Nordkorea zu reisen, dar­über kann man dis­ku­tieren. Einen guten Bei­trag, der das Für und Wider abwägt, gibt es hier. Nicht richtig ist jeden­falls, dass Tou­risten mit ihrem Geld das Militär samt Raketen- und Nukle­ar­pro­gramm finan­zieren. Diese Aus­gaben sind an einen anderen Wirt­schafts­kreis­lauf ange­schlossen.


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8 Kommentare auf "Vom Wert der Frei­heit"

Ein­drucks­voller Bei­trag — es wird einem beim Lesen so richtig bewusst, was Frei­heit für ein kost­bares Gut ist — LG Claudia von Live-n-Explore

Ich kann mich Claudia nur anschließen. Nicht mein erster Rei­se­be­richt zu NK, aber es gibt so wenige davon, da sind sie immer wieder inter­es­sant!

LG, Naomi

Sehr inter­es­santer Post über das Reisen in Nordkorea! Für mich war es voll­kommen neu, dass es tat­säch­lich eine Agentur in Berlin gibt, die Reisen dorthin für jeden anbietet. Ich hatte mir das Ganze noch deut­lich umständ­li­cher vor­ge­stellt. Tolle Ein­drücke, die gleich­zeitig zum Nach­denken anregen und uns zeigen, wie zufrieden wir mit dem sein können, was wir jeden Tag für selbst­ver­ständ­lich halten.

Ich habe mich beim Lesen doch sehr oft in die Zeit der ehe­ma­ligen DDR zurück­ver­setzt gefühlt. Bei­spiels­weise wurden bei uns die 5-Jahres-Pläne auch immer deut­lich über­erfüllt oder statt Technik auf Mus­kel­kraft gesetzt. Nee, mich würden da keine 10 Pferde hin­kriegen! Der Kom­mu­nismus ist geschei­tert und das hatte gute Gründe. Bleibt nur zu hoffen, dass in Nordkorea viel­leicht auch irgend­wann ein Wunder geschieht.

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Hi, ich bin Susanne, Journalistin und Reisende. Ich liebe Geschichten vom Reisen und Auswandern (auch allein!). Mehr über mich erfährst Du hier. (Foto: © André Schade)

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