Auswanderer Menschen

Spanier in Deutschland: „Hier spreche ich leiser“

22. Juli 2015
Spanier in Deutschland: Övelgönne

Zuletzt aktualisiert am 1. Januar 2021 um 8:36

Ein Spanier in Deutschland: Pablo (34) zog vor dreieinhalb Jahren von Madrid nach Hamburg. Dort fühlt er sich wohl, auch wenn Deutsche und Spanier in vielen Dingen ganz anders ticken – zum Beispiel wenn es um die Frage geht, was „laut“ ist. Im Anschluss an Pablos Auswanderergeschichte: Spanier in Deutschland und Deutsche in Spanien. Was Besucher:innen im jeweils anderen Land erleben und worüber sie sich wundern.


Ein Spanier in Deutschland: Pablos Auswanderergeschichte

Mit 18 bin ich von zu Hause ausgezogen. Das ist eher unüblich in Spanien. Mein jüngerer Bruder ist in unserer Heimatstadt Málaga geblieben, er lebt in einer Wohnung bei meinen Eltern im Haus und hat gerade geheiratet. Aber ich wollte raus, was anderes sehen, neue Erfahrungen sammeln. Also ging ich nach Madrid, um Luftfahrttechnik zu studieren.

In den ersten Jahren hatte ich noch eine Freundin in Málaga, sodass ich immer zwischen meiner Heimat im Süden Spaniens und Madrid pendelte. Erst nach der Trennung, als ich auch schon angefangen hatte zu arbeiten, konnte ich mich so richtig auf Madrid einlassen. Ich liebe diese Stadt! Sie ist lebhaft, laut und voller Energie. Ich habe die Zeit dort wirklich genossen, war ständig mit Freunden unterwegs auf Partys oder Konzerten.

Trotzdem sagte ich zu, als ich die Chance bekam, wegen eines Jobs nach Hamburg zu ziehen. Ich sehe Veränderungen grundsätzlich positiv, selbst – oder vielleicht gerade – wenn man mit allem zufrieden ist. Man braucht sie, damit man andere Sichtweisen bekommt und Dinge wertschätzen lernt.

Spanier Pablo Elbstrand Övelgönne Hamburg

Über Hamburg wusste ich nicht sehr viel, aber ich hatte gehört, dass es dort sehr regnerisch ist. Ich kam vor dreieinhalb Jahren mitten im Winter an. Ein spanischer Bekannter war vor mir schon nach Hamburg gegangen, durch ihn lernte ich viele andere Spanier kennen und war sofort in einen großen spanischen Bekanntenkreis integriert. Ich verbringe bis heute den Großteil meiner Zeit hier mit Spaniern und habe nur wenige deutsche Freunde. Deshalb spreche ich auch selten deutsch, obwohl ich die Sprache gelernt habe und inzwischen auch ganz gut darin bin. Das finde ich schon ein bisschen schade.

Deutsche und Spanier: eine andere Mentalität

Nichtsdestotrotz fühle ich mich als Spanier in Deutschland wohl. Mir ist hier noch nie Geringschätzung oder Ablehnung entgegengeschlagen. Meine neuen Kollegen waren alle superfreundlich und zuvorkommend. Und Hamburg ist weltoffen. Die Leute sagen, das hat mit dem Hafen zu tun. Man ist hier viele Touristen gewöhnt, und überall hört man andere Sprachen.

Im Laufe der Jahre hier sind mir aber sehr viele Unterschiede zu Spanien aufgefallen. Die deutsche Mentalität ist eine andere. Ich glaube zum Beispiel, Deutsche sind eher zur Selbstkontrolle fähig, zum Maßhalten. Einmal saß ich mit ein paar deutschen Freunden in einer Kneipe. Es war ein Werktag und der Abend hatte gerade begonnen, richtig lustig zu werden. Aber plötzlich sprangen alle auf, weil ihr Bus kam. Das würde in Spanien so nicht passieren. Da würde niemand den Tisch verlassen, wenn gerade alle so viel Spaß haben – selbst wenn man dann neu überlegen muss, wie man heim kommt und am nächsten Tag der Wecker früh klingelt. Für eine gute Zeit nimmt man auch Umstände und zu wenig Schlaf in Kauf.

Laut“ hat in Deutschland eine andere Bedeutung

Und dann ist natürlich das Lautstärkeempfinden ein völlig anderes. Vor Fremden spreche ich hier in Deutschland leiser, als ich es zu Hause tun würde. Wenn meine Mutter und meine Tante mich in Hamburg besuchen, bitte ich auch sie manchmal, in der Öffentlichkeit etwas leiser zu sprechen, weil wir sonst einfach unangenehm auffallen. Wenn wir in meiner Wohnung in Hamburg sind, muss ich hingegen immer den Fernseher anmachen, weil es die beiden so irritiert, dass aus den Nachbarwohnungen und von der Straße so wenige Geräusche dringen. Einmal hörte ich im Bus nach Altona Musik über meine Kopfhörer, da tippte mich eine vielleicht 50-jährige Frau von hinten an und bat mich ziemlich verärgert, die Musik leiser zu drehen. Es waren noch fünf Minuten bis zur Endhaltestelle und ich bin mir bis heute sicher, dass sie eigentlich nicht viel hören konnte. Undenkbar in Spanien!

Spanier Pablo Elbstrand Övelgönne Hamburg

Ein Spanier in Deutschland: Pablo am Elbstrand in Hamburg

Die Menschen in Deutschland sind auch irgendwie verantwortungsbewusster. Damit meine ich: Es wird eher das gemacht, was sinnvoll ist und nicht das, was kurzfristig Spaß bringt oder einfacher ist. Die Leute halten sich mehr an Regeln im Sinne der Gemeinschaft. Als Bürger einer Gesellschaft. Schon die Kleinen tragen das offenbar in sich: Neulich ging ich mal bei rot über die Straße. Da rief mir ein etwa zehnjähriges Mädchen „Rotgänger, Totgänger“ hinterher. Zu Hause kann ich mir so eine Situation nicht vorstellen.

Aber ich schätze das durchaus an Deutschland, denn meiner Meinung nach macht es das Zusammenleben harmonischer. So weit ich es beurteilen kann, gibt es in Deutschland viel weniger Schwarzfahrer und Steuersünder. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass sich hier jemand damit brüstet, wenn er bei der Steuer gewieft beschissen hat. In Spanien hört man so etwas öfter mal. Obwohl – seit der Krise hat sich das auch verändert.

Die Menschen hier scheinen insgesamt auch sparsamer zu sein, schmeißen ihr Geld im Alltag nicht zum Fenster raus. Ich saß mal mit acht deutschen Kollegen in der Kantine. Alle nahmen das Angebotsgericht für drei Euro – Fisch mit Reis, der recht trocken aussah – und keiner von ihnen bestellte ein Getränk für einen Euro dazu. Spanier würden auf jeden Fall ein Getränk dazu kaufen, selbst wenn sie nur ein Viertel des Einkommens meiner Kollegen verdienten.

Was der Spanier in Deutschland vermisst

Hier fallen auch Feste nie so ausufernd aus wie in meiner Heimat. Generell wird in Spanien mehr gefeiert, jeder größere Ort hat seine Woche Fiesta und daran wird auch nicht gespart, Krise hin oder her. In Spanien findet das Leben wann immer möglich draußen statt. Öffentliche Plätze sind oft bis tief in die Nacht voller Menschen und es ist völlig normal, dass auch Eltern mit Kleinkindern nachts noch auf der Straße sind.

Dieses Gesellige und Quirlige, die Straßenkultur von zu Hause, die vermisse ich manchmal ein bisschen. Insgesamt bin ich hier aber sehr glücklich. Auch wenn es in Hamburg wirklich verdammt viel regnet.

***


Spanier in Deutschland: Viele kamen während der Wirtschaftskrise

Laut Statistik lebten im Jahr 2018 etwa 176.000 Spanier in Deutschland. Anders als Pablo, der vor seiner Auswanderung auch in Spanien eine gute Arbeit hatte, siedelten viele junge Spanier während der Wirtschaftskrise nach Deutschland über, weil sie sich bessere berufliche Chancen erhofften. Von 2008 an verloren viele Spanier ihren Job oder konnten keinen finden. Gerade gut ausgebildete Menschen sahen für sich in puncto Karriere in Spanien keinerlei Perspektive und verließen ihr Land.

Gehen oder bleiben?

Inzwischen hat sich die Wirtschaft in Spanien erholt und verzeichnet seit 2014 wieder einen Zuwachs. Auch die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken. Mittlerweile sind viele ausgewanderte Spanier in ihre Heimat zurückgezogen – übrigens ging auch Pablo aus dem obigen Text wieder zurück nach Madrid. 2018 war das erste Jahr, in dem Spanien mehr Heimkehrer als Auswanderer verzeichnete. Mehr Zahlen und Hintergründe zum Thema  gibt es in diesem Beitrag. Auch faz.de porträtiert hier Spanier in Deutschland, die infolge der Krise kamen und einige Jahre später vor der Entscheidung standen, ob sie zurückkehren oder bleiben wollen. Dabei wird ganz deutlich: Wenn sie sich entschieden, zurückzugehen, lag das nicht so sehr an der verbesserten Wirtschaftslage ihres Heimatlandes, sondern war meist persönlich und familiär bedingt. Oft gesellten sich weitere, vermeintlich profane, Gründe dazu, etwa der Mangel an Sonnenlicht in Deutschland.

Mentalität: Spanien und Deutschland im Vergleich

Eine Zeitlang im Ausland zu leben, führt in der Regel dazu, dass man seine eigenen Eigenschaften und Vorlieben bewusster wahrnimmt und hinterfragt – weil man in so vielen Bereichen des Lebens einen Gegenentwurf präsentiert bekommt. Mit einigen Gepflogenheiten im Ausland kann man sich gut arrangieren, mit anderen nicht. Einiges erscheint einem so merkwürdig, dass man glaubt, sich wohl nie daran gewöhnen zu können.

Welche Dinge findet ihr seltsam?“ hat eine Zeitung die Mitglieder einer Facebook-Gruppe für Spanier in Deutschland (genauer: Berlin) gefragt. Zu den Eigenheiten, die für Kopfschütteln sorgten, gehört demnach unter anderem die Tatsache, dass Deutsche nahezu bei jedem Wetter und in jedem Zustand aufs Fahrrad steigen. Auch Rundfunkgebühr, Mülltrennung und Sonntagsverkaufsverbot sorgten für Unverständnis oder Staunen. Auf zwischenmenschlicher Ebene bemängeln die Befragten, dass Deutsche schon die ganze Woche im Voraus planen und kaum zu Spontanität in der Lage sind.

 Planerei und Pünktlichkeit liegen Spaniern nicht

Dazu äußert sich auch die deutsche Autorin und Psychologin Felicitas Heyne, die schon seit 2010 im Norden von Gran Canaria lebt. In ihrem Beitrag über die Unterschiede zwischen deutschen und spanischen Freunden schreibt sie:

Mit spanischen Freunden private Verabredungen drei Wochen im Voraus zu treffen ist ein nahezu unmögliches Unterfangen. Schlägt man einen gemeinsamen Grillabend am übernächsten Wochenende vor, erntet man verstörte Blicke und unverbindliches Gemurmel. So weit in die Zukunft zu planen, scheint irgendwie undenkbar zu sein.

Es geht in ihrem Text auch um die Pünktlichkeit, die man in Spanien höchstens bei beruflichen Terminen an den Tag legt, darum, dass Spanier:innen weniger befangen sind, was Körperkontakt und Komplimente anbelangt und darum, dass in Spanien selbst das Bestellen im Restaurant gemeinschaftlich geschieht, weil die Gerichte später selbstverständlich geteilt werden.

Was denken Spanier über Deutsche?

Mögen Spanier Deutsche? Bzw., was mögen sie an ihnen, was nicht? Basierend auf langjährigen persönlichen Erfahrungen betont auch „Tobee“ vom Spanien-Blog „Fit for Spain“, dass Deutsche in Spanien als sehr ehrlich, aber auch als effizienzfokussiert und daher unflexibel gelten. Und: Sie würden sich häufig als Besserwisser aufspielen und beispielsweise vor Themen wie nationaler Politik gegenüber Spaniern nicht genügend Distanz wahren.

Und noch ein Unterschied, den auch Auswanderer Pablo angerissen hat, wird immer wieder genannt, wenn es darum geht, die spanische der deutschen Mentalität gegenüberzustellen: Die Tatsache, dass Spanier wesentlich geselliger sind. „Die Spanier sind menschenmengentauglich“, schreibt Paul Ingendaay in seinem Buch „Gebrauchsanweisung für Spanien“, „sie entwickeln ihre bewundernswerten Sozialtugenden (Humor, Langmut, Lässigkeit) gerade dann, wenn sie bei uns in Deutschland in höchstem Maß gefährdet sind, nämlich im dichten Gewühl.“

Spanien: Kinder sind eben Kinder

Viel entspannter sind sie auch im Umgang mit Kindern um. „Dass sich jemand über den Lärm, den sie machen, beklagen würde, ist mir noch nie zu Ohren gekommen“, so abermals Paul Ingendaay. Kinder sind eben Kinder, man lässt sie gewähren, man lässt sie im Dreck spielen und spart sich Geschrei und Standpauken, wenn der Fußball einmal gefährlich dicht an den Köpfen der Fußgänger vorbeirauscht. Gerade in Verbindung mit Kindern, so schreibt Paul Ingendaay weiter, sind aber auch Zuständigkeiten bedeutungslos, wenn Hilfe gebraucht wird: Eine spanische Mutter tröstet auf dem Spielplatz auch ein fremdes Kind, wenn es hingefallen ist – statt sich empört nach seiner Mutter umzusehen, die ihre Aufsichtspflicht verletzt.


Abschließend interessiert mich: Welche Erfahrungen hast Du in Spanien oder im Zusammensein mit Spanier:innen gesammelt? Erzähl mir davon gern in den Kommentaren!

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19 Comments
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23. Juli 2015 7:58

Das finde ich mal wieder enorm interessant, wie jemand von außerhalb die Gepflogenheiten hierzulande findet! Könnte teilweise nicht konträrer zu meiner Wahrnehmung sein. Zum Beispiel dass hier vermeintlich alle mehr im Sinne der Gemeinschaft handeln, sich so verhalten, dass es das Zusammenleben harmonischer macht… Ich habe eher den Eindruck, man ist nicht nur mindestens so rücksichtslos und egoistisch wie sonstwo, sondern dazu auch noch abweisender bis unhöflicher. Und ich hoffe, dass das Klugscheißerkind von der Ampel auch irgendwann noch lernt, dann zu gehen, wenn es sicher ist und nicht dann, wann die Ampel es erlaubt ;) Muchos saludos! Dominik

24. Juli 2015 9:42

Hola :-) ein wirklich interessanter Einblick! Ich bin selber Deutsche, habe 1,5 Jahre in Spanien gelebt und ziehe in fünf Wochen wieder dorthin. Nach meiner Rückkehr aus Spanien bin ich hier schier erstickt. 1000 Regeln, sinnvolle und sinnentleerte, dazu zig Verbote und ziemlich Verkopftheit. Hier müssen die Dinge effektiv sein und Sinn machen. Das Leben genieße und Spaß haben steht in Deutschland nicht an erster Stelle. Natürlich gibt es hier einige Sachen, die gut laufen und Deutschland hat auf jeden Fall auch positive Seiten. Leben möchte ich jedoch hier nicht mehr, weil mir die spanische Gelassenheit und Lebensfreude fehlt. Deshalb… Read more »

Natascha
1. Oktober 2015 3:06

Hola…Ich habe die letzten 10 Jahre in Spanien gelebt und bin seit Weihnachten Weihnachten wieder in Hamburg und ich musste so lachen innerlich, weil ich ständig beim Lesen gedacht habe… Ja das stimmt… Er hat noch die Sorge der Deutschen um das Auto vergessen, von wegen bloß keinen Kratzer! Krass finde ich das mit den Freunden… Aber so ist das wohl.. Mein spanisch ist auch durch die Freundschaft mit Spaniern erst besser geworden. Muchos saludos Natascha

21. Oktober 2015 11:06

Ich hab nur die Überschrift gelesen und mußte daraufhin auch gleich mal neugierig das ganze Interview lesen. Wirklich sehr interessant, was andere so über uns Deutschen denken und wie sie uns empfinden… ;-) Auch wenn man das sicherlich oft als Person ganz anders sieht… aber einige Punkte treffen auf alle Fälle haargenau zu… z.B. das leisere sprechen finde ich sehr interessant… ;-)

16. Dezember 2015 5:15

Wirklich sehr interessant und ich denke auch höchst relevant, denn so weit ich weiß ist der Großteil der Einwanderer in Deutschland römisch-katholisch und aus den Südländern (jedenfalls vor der Flüchtlingswelle). Aber über spanische Arbeiter in Deutschland hört man ja nie etwas in den meisten Medien. Ich denke in Deutschland sind die Leute darauf gedrillt die Regeln einzuhalten. Ob dass jetzt mit Verantwortungsbewusstsein etwas zu tun weiß ich nicht. In Deutschland wird man halt auch oft erwischt, wenn man Regeln bricht und dass ist dann meist wirklich unangenehm. Vermisst der Pablo nicht sehr die Leichtigkeit und Offenheit aus Spanien. Man kann… Read more »

Marc
22. Februar 2018 14:34

Hi, netter Artikel, danke dafür.
Besteht evtl. irgendwie die Möglichkeit mit Pablo Kontakt aufzunehmen? So er nichts dagegen hat…
Würde mich über eine Antwort, gerne auch per E-Mail, sehr freuen.

8. Juni 2018 18:38

Ein toller und überaus informativer Beitrag. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine ziemlich Umstellung ist als Spanier plötzlich in Deutschland zu leben.

David
20. Juni 2018 21:55

Hola Susanne und Pablo! Mit viel Neugier und Interesse habe ich diesen östlich in Deutschland und bin schon als Kind der frühen 90´er mit den deutschen Sitten überfordert.:D Sagen wir es mal so, ich falle bisschen aus der Rolle und finde die deutsche Biedermann-Kultur im Jahr 2018 nicht toll. Umso schöner finde ich die spanischer Mentalität in all ihren Aspekten. Freunden von mir geht es ähnlich, sie ziehen demnächst nach Spanien mit Kind und Kegel. Ihr Vorhaben bereuen sie nicht mal im Ansatz: Ihre ältere Tochter ging von Montag bis Mittwoch auf eine spanische Schule zur Probe. Sie wurde von Lehrern und… Read more »

Cordula
2. Mai 2019 15:41

Danke für diesen Kommentar. Es ist echt witzig, weil ich Hamburgerin bin, aber seit 28 Jahren in Spanien lebe (Gran Canaria). Also genau andersherum. Mein Sohn ist auf Gran Canaria geboren, musste aber auch wegen der Wirtschaftskrise und der hohen Jugendarbeitslosigkeit vor einigen Jahren seine Ausbildung in Berlin machen. Und er schildert genau das gleiche Phänomen wie Pablo. Die spanische Community in Berlin ist grossartig und mein Sohn hat sich sehr gerne dort aufgehalten und nur wenige Kontakte zu Deutschen gehabt, obwohl er Deutscher ist. Und ich kann nur beipflichten, dass die Spanier laut sind und gerne feiern und ein… Read more »

Gloria Altea Moya
6. September 2021 20:10

Hola, ich bin halb Spanierin und hier in Deutschland aufgewachsen. Mein Papa ist Spanier und dadurch kenne ich auch die spanische Mentalität. Ich finde bei der spanischen Mentalität manche Sachen allerdings gar nicht gut, wenn es zum Beispiel um Streitigkeiten geht. Verzeihen ist eher nicht der Stil der Spanier. Auch habe ich festgestellt, dass man sich immer zu einer Seite hinzufügen hat. Schwarz oder Weiß.… Auch wenn ich selber mit den beteiligten keinen Streit habe. Außerdem ich als Frau rede mit spanischen Männer nicht zu höflich und intensiv, da es oft als flirten interpretiert wird. Ich sage oft dort, soy… Read more »