Kathmandu Nepal

Coro­na­virus: Zur aktu­ellen Situa­tion in Nepal

20. März 2020
Coronavirus in Nepal: Station zum Händewaschen

Zuletzt aktua­li­siert am 5. August 2020 um 17:41

Zur­zeit lebe ich in Kathmandu und möchte hier über die aktu­elle Situa­tion rund um das Coro­na­virus in Nepal infor­mieren. Ich bin keine Viro­login und kann ledig­lich meinen per­sön­li­chen Ein­druck ver­mit­teln. Gesi­cherte Infor­ma­tionen über bestä­tigte Fälle, Rei­se­be­schrän­kungen und andere Maß­nahmen sowie über neue Ent­wick­lungen aktua­li­siere ich hier fort­lau­fend.


Offi­ziell ver­zeichnet Nepal jetzt (Stand: 5. August 2020) 21,390 bestä­tigte Fälle. Inzwi­schen hat sich Covid-19 in allen 77 Distrikten ver­breitet, wobei aktuell sieben Distrikte keine aktiven Fälle mehr haben.  Am 16. Mai wurde der erste Todes­fall auf­grund der Virus­er­kran­kung bestä­tigt, mitt­ler­weile sind 60 Per­sonen gestorben. Die aktu­ellen Zahlen für Nepal kann man hier ein­sehen.

Coro­na­virus in Nepal: Zunächst kein Aus­bruch

Wochen­lang hatte es nur einen ein­zigen Covid-19-Fall in Nepal gegeben: Ein nepa­le­si­scher Stu­dent, der aus Wuhan nach Nepal zurück­ge­kehrt war,  wurde positiv auf Covid-19 getestet. Am 24. Januar bestä­tigte Nepal den Fall.

Wei­tere bestä­tigte Covid-19-Fälle in Nepal

Es wäre wohl einem Wunder gleich­ge­kommen, wenn es aus­ge­rechnet in Nepal, einem Nach­bar­land von China und Indien, bei einem Fall geblieben wäre. Ende März bestä­tigte sich schließ­lich ein zweiter Fall.

Coronavirus in Nepal: Leitfaden des nepalesischen Gesundheitsministeriums

Coro­na­virus in Nepal: Leit­faden vom nepa­le­si­schen Gesund­heits­mi­nis­te­rium

Die Pati­entin, eine nepa­le­si­sche Stu­dentin, hatte sich aller­dings auch nicht in Nepal infi­ziert. Sie war am 17. März an Bord eines Qatar-Flugs aus Frank­reich nach Nepal zurück­ge­kommen.

In der Folge stieg die Zahl der bestä­tigten Fälle von 25.3. bis 2.4. auf sechs Per­sonen an. Sie alle waren, wie die Stu­dentin, aus dem Aus­land zurück­ge­kehrt, näm­lich aus Bel­gien und den Ver­ei­nigten Ara­bi­schen Emi­raten.

März: Voll­stän­diger Lock­down

Am Dienstag, 24.3., 6 Uhr früh, ging das ganze Land in den voll­stän­digen Lock­down. Die Bevöl­ke­rung war ange­halten, unnö­tige Wege zu ver­meiden und das Haus nur zu ver­lassen, wenn es unbe­dingt Not tut.  Um sich mit einem Fahr­zeug durch die Stadt zu bewegen, braucht man eine Son­der­ge­neh­mi­gung. Lebens­mit­tel­ge­schäfte öffnen pha­sen­weise unre­gel­mäßig, meist  ein paar Stunden am Morgen und am Abend.

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    Kathmandu im Lock­down: Warn­hin­weise an einem Lebens­mit­tel­ge­schäft in Sanepa

April: Ein Mas­sen­aus­bruch in Nepal droht

Bis 4. April erhöhte sich die Zahl der bestä­tigten Fälle auf neun, dar­über hinaus hatte es die erste Über­tra­gung inner­halb des Landes gegeben. Zwei der Neu-Infi­zierten waren aus Indien zurück­ge­kehrt. Ins­ge­samt sind laut Nepali Times vom 7. April min­des­tens 120.000 Arbeits­mi­granten allein bis Anfang April ohne Scree­ning über die Grenze gekommen. Die dritte neu infi­zierte Person ist ver­wandt mit einem Rück­kehrer aus den VAE.

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Mai: Rasante Ver­brei­tung; Lands­leute dürfen nicht heim­kehren

Von Anfang bis Mitte Mai wuchs die Zahl der Neu­in­fek­tionen deut­lich. Nach Ansicht von Gesund­heits­ex­perten lag das aber nicht nur an nun mehr Tests, son­dern auch am Ver­halten der Regie­rung: Hätte man in Indien fest­sit­zende Heim­kehr­wil­lige kon­trol­liert wieder ein­reisen lassen, hätte es viele Covid-19-Infek­tionen in Nepal nicht gegeben.

Zunächst hatte die nepa­le­si­sche Regie­rung Migranten und Migran­tinnen nicht aus Indien zurück­kehren lassen. Viele Betrof­fene, die an der indisch-nepa­le­si­schen Grenze fest­hingen, kehrten illegal in ihre Heimat zurück, indem sie bei­spiels­weise über einen Grenz­fluss schwammen. Erst seit Ende Mai können sie wieder legal in ihre Heimat ein­reisen.

Huma­ni­täre Kata­strophe an der indisch-nepa­le­si­schen Grenze

Update 26.5.: Die Situa­tion an der Grenze und an den Über­gängen in die Pro­vinzen, ist chao­tisch. Tau­sende nepa­le­si­sche Arbeits­mi­granten und ‑migran­tinnen kommen täg­lich nach langen Mär­schen erschöpft im Grenz­ge­biet an und müssen dort tage­lang aus­harren. Sie werden nicht mit Essen und Wasser ver­sorgt, geschweige denn gibt es ange­messen aus­ge­stat­tete Qua­ran­täne-Unter­künfte. Die Regie­rung steht nicht nur in dieser Hin­sicht stark in der Kritik, das Land nicht vor­be­reitet zu haben, als dafür Zeit gewesen wäre. Inzwi­schen (Stand 28. Mai) sind zwei Heim­kehrer auf­grund feh­lender medi­zi­ni­scher Zuwen­dung und Hunger ver­storben.

Täg­liche Updates zur Situa­tion im Süd­westen von Nepal bringt Maggie Doyne, Mit­be­grün­derin der Hilfs­or­ga­ni­sa­tion „Blink Now“, auf ihrem Insta­gram-Kanal. Sie ist im Süden der Pro­vinz Karanali und hilft  mit ihrem Team bei der Ver­tei­lung von Wasser und Nah­rung und koor­di­niert wei­tere Ein­sätze. Ihre Orga­ni­sa­tion sam­melt hier drin­gend benö­tigte Spenden.

Update 12. Juni: Nach vielen Wochen des War­tens wurden am Don­nerstag, 11. Juni, die ersten Migran­tinnen aus dem Aus­land nach Hause geflogen – 300 Frauen, die in Kuwait fest­hingen. Dem­nächst sollen im Rahmen eines erst kürz­lich fertig gewor­denen Rück­hol­pro­gramms mehr Menschen aus dem Aus­land heim­ge­bracht werden. Unklar ist, wer für die Kosten für die Flüge und Corona-Tests auf­kommt, die die Heim­keh­renden vor Abflug vor­legen müssen. Viele von ihnen sind mit­tellos.

Juni: Pro­teste gegen die Regie­rung

Die Mehr­heit der 15 Per­sonen, die bis 9. Juni ver­storben sind, wurden erst nach ihrem Tod positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet – was dafür spricht, dass noch immer viel zu wenig, zu spät und zu langsam getestet wird. Auch fehlt es in den Iso­la­ti­ons­zen­tren bis heute an Per­sonal und Equip­ment. Mitt­ler­weile sind aus­ge­rechnet Qua­ran­täne-Camps Orte mit der höchsten Anste­ckungs­ge­fahr.

Am 9.  Juni pro­tes­tierten in Kathmandu erst­mals etwa 150 Menschen für eine Ände­rung der Test-Stra­tegie und den Ein­satz von mehr PCR-Tests, für wür­de­volle Bedin­gungen für Heim­keh­rende und dafür, dass Qua­ran­täne-Sta­tionen besser aus­ge­stattet sind. Und sie fragen: Wo ist das Geld hin, das Nepal bisher im Kampf gegen die Corona-Pan­demie bekommen hat? (Infos und Fotos von dem Pro­test, den die Polizei mit Was­ser­wer­fern auf­löste, gibt es hier.)

Auch am 11. Juni gingen mehr als tau­send Menschen in Kathmandu auf die Straße, in anderen Städten  fanden eben­falls Demos statt. Lan­des­weit sind wei­tere Pro­teste geplant.

Am 18. Juni behaup­tete Regie­rungs­chef K.P. Oli öffent­lich, Covid-19 sei wie eine Grippe. Für die Tri­via­li­sie­rung der Erkran­kung ern­tete er im Internet Spott und Häme. Schon mehr­fach hatte er betont, Nepa­lesen hätten ein beson­ders starkes Immun­system, weil sie viel Ingwer, Knob­lauch und Kur­kuma essen.

 Locke­rungen ab 11. Juni

Seit 11. Juni dürfen bestimmte Geschäfte wieder öffnen. Auch Pri­vat­fahr­zeuge können, je nach Kenn­zei­chen, wieder fahren. Ist das Datum nach dem nepa­le­si­schen Kalender eine gerade Zahl, dürfen Autos und Zweiräder mit einer geraden Zahl am Ende ihres Kenn­zei­chens fahren, an Tagen mit unge­rader Zahl im Datum dürfen Fahr­zeuge mit unge­rader Zahl bewegt werden.

Geschlossen bleiben wei­terhin Kinos, Restau­rants, Hotels (sofern nicht als Qua­ran­täne-Ein­rich­tung genutzt), Beau­ty­sa­lons, Shop­ping Malls, alle  Orte, an denen Menschen sich ver­sam­meln,  sowie der öffent­liche Nah­ver­kehr.

Am 29. Juni gab die Regie­rung bekannt, dass „Phase 2“,  also alle aktu­ellen Rege­lungen, bis 22. Juli in ihrer jet­zigen Form bestehen bleiben.

Juli: Viele Restau­rants öffnen – obwohl sie noch nicht dürfen

Die Medien berichten schon seit Ende Juni, Restau­rants wiesen zwar per Anschlag darauf hin, dass bis­lang nur „Take-Away“ bei ihnen mög­lich sei – in Wahr­heit aber sind die Tische in vielen Lokalen wieder besetzt. Das deckt sich mit meinen eigenen Beob­ach­tungen.

Bereits Ende Juni ging eine Gruppe junger Menschen öffent­lich am Patan Durbar Square für eine bes­sere Covid-19-Stra­tegie in den Hun­ger­streik.  Anfang Juli erschienen bei You­Tube Videos über ihren Streik, etwa dieses. Am 7. Juli been­deten die Pro­tes­tie­renden ihren Hun­ger­streik, nachdem sie ein 12-Punkte-Abkommen mit dem Gesund­heits­mi­nis­te­rium unter­zeichnet hatten. Werden die Ver­ein­ba­rungen nicht binnen einer Woche umge­setzt (Genaueres hier), wollen sie ihren Hun­ger­streik jedoch fort­setzen.

22. Juli: Der Lock­down ist offi­ziell auf­ge­hoben

Men­schen­an­samm­lungen sind wei­terhin ver­boten (und Bil­dungs­ein­rich­tungen bleiben wei­terhin geschlossen), Hotels und Restau­rants dürfen ab 30. Juli wieder öffnen, alles andere ist aber ab sofort wieder erlaubt: Der Lock­down in Nepal ist ab dem 22. Juli offi­ziell vorbei, wie die Regie­rung am 21. Juli bekanntgab. Gesund­heits­ex­perten kri­ti­sieren die über­gangs­lose Öff­nung: Die Gefahr, an Covid-19 zu erkranken, sei immer noch hoch.

August:  Städte im Süden kehren in den voll­stän­digen Lock­down zurück

Wegen eines erneuten Anstiegs an Covid-19-Fällen geht Nepals dritt­größte Stadt Birat­nagar, Bir­junj, Raj­biraj und wei­tere Gemeinden im Süden des Landes  für die kom­menden zwei Wochen wieder in den voll­stän­digen Lock­down. Die Aus­gangs­sperre beginnt am 1. August um 0 Uhr. (Quelle)

Auch die Haupt­stadt ver­zeichnet seit Auf­he­bung der Aus­gangs­sperre höhere Infek­ti­ons­zahlen, die Behörden könnten even­tuell die vor­he­rigen Ein­schrän­kungen wieder gel­tend machen.

Wei­tere Distrikte führen erneut Beschrän­kungen und teil­weise Aus­gangs­sperren ein

Im ganzen Kathmandutal sowie in Distrikten mit mehr als 200 Fällen wird erneut die Odd-Even-Regel ein­ge­führt. Das heißt: Pri­vat­fahr­zeuge dürfen je nach Kenn­zei­chen ent­weder nur an geraden oder unge­raden Tagen bewegt werden. Außerdem ist es aber­mals von 9 Uhr abends bis 5 Uhr mor­gens ver­boten, sich draußen auf­zu­halten.

Wie gut ist Nepal auf Covid-19 vor­be­reitet?

Für Nepal ist der mas­sen­hafte Aus­bruch von Covid-19 beson­ders gefähr­lich.

In keinster Weise ist das nach wie vor struk­tur­schwache Land ihm medi­zi­nisch gewappnet. Unter anderem fehlt es an Inten­siv­betten und anderer Aus­stat­tung. Weil ange­for­derte Aus­rüs­tung nicht ankommt, haben einige Kran­ken­häuser schon vor Wochen Ersatz-Schutz­klei­dung von orts­an­säs­sigen Schneider:innen und Tex­til­fa­briken bas­teln lassen. Zum Ein­satz kommen Plastik oder auch Klar­sicht­fo­lien aus dem Büro­be­darf.

Wie sehr es an lebens­wich­tigen Schutz­mög­lich­keiten für Mediziner:innen man­gelt, dar­über spricht auch eine besorg­nis­er­re­gende Mel­dung vom 22. März 2020 Bände: Immer mehr Ange­stellte in den Kran­ken­häu­sern in Kathmandu – Laborant:innen, Ärzte und Ärt­ztinnen, Pfleger und Schwes­tern – rei­chen dem­nach Urlaub ein. Die Kli­nik­lei­tungen sehen sich gezwungen, diesen zu geneh­migen, weil sie ande­ren­falls Kün­di­gungs­wellen befürchten.

Social Distancing“ bzw. „Phy­sical Distancing“ ist vor allem in Kathmandu schwer umzu­setzen. Die Stadt ist unglaub­lich voll. Mehr als 20.200 Einwohner:innen leben hier auf einem Qua­drat­ki­lo­meter. Zum Ver­gleich: In Ham­burg teilen sich die gleiche Fläche nur 2438 Per­sonen.

Volle Straßen in Kathmandu

Ason Bazar im Zen­trum von Kathmandu: immer voll

Noch dazu leben die Menschen in Nepal ganz anders als im Westen zusammen. Eltern, Kinder und Enkel­kinder wohnen in der Regel alle unter einem Dach. Viele junge Leute teilen sich ein Zimmer. Die Iso­lie­rung ein­zelner Per­sonen und ins­be­son­dere alter Leute im Ernst­fall ist daher teils schwierig.

Wirt­schaft­li­chen Folgen und wach­sende Armut

Auch die wirt­schaft­li­chen Kon­se­quenzen machen den Menschen hier Sorgen. Zum einen ist der Tou­rismus eine der wich­tigsten Ein­nah­me­quellen des Himalaya-Staates. Zum anderen ist Nepal in hohem Maße von Indien und China abhängig und darauf ange­wiesen, Roh­stoffe, Lebens­mittel, Medi­ka­mente und andere Güter des täg­li­chen Lebens zu impor­tieren. Ist  der Waren­ver­kehr beein­träch­tigt, könnte das sehr unan­ge­nehme Folgen für das kleine Land haben.

Update 27. Mai: Bis­lang gibt es keine Import-Stopps aus Indien.  Laut Regie­rung kann Nepal seine Bevöl­ke­rung fünf Monate lang unein­ge­schränkt mit Lebens­mit­teln ver­sorgen. (Quelle: Kat­mandu Post vom 28.5.,  nicht in diesem Bericht steht aller­dings, wie viele Menschen sich Lebens­mittel schon lange nicht mehr leisten können.)

Ein Bei­trag vom 26. März ver­deut­lichte: Viele Menschen in Nepal haben mehr Angst davor, zu ver­hun­gern, als an Corona zu erkranken. Zum Über­leben brauchen sie staat­liche Hilfen. Es gab aller­dings selbst am dritten Tag des Lock­downs noch kei­nerlei Hilfs­plan von Seiten der Regie­rung für sie.

Am 16. und 17. April erschienen Berichte über ver­zwei­felte in die Haupt­stadt Zuge­zo­gene (z.B. hier) die in Kathmandu nicht über­leben können, weil sie kein Geld für Essen und Miete mehr haben. Des­halb ver­su­chen aktuell viele Menschen trotz Lock­down zu Fuß in ihre Hei­mat­dörfer zu gelangen, sodass sich ähn­liche Szenen wie in Indien abspielen.

Ende Mai berich­teten die nepa­le­si­schen Medien von einem ersten bekannten Hun­ger­toten, es folgen wei­tere Berichte, nach denen Menschen infolge des Lock­downs ver­hun­gert sind, wenig später folgen welche über einen Anstieg an Selbst­morden im Land.

Schlecht steht es auch um die Aber­tau­senden Arbeits­mi­granten, die jetzt nach und nach zurück­kehren. Viele haben vor ihrer Abreise viel Geld in die Stel­len­ver­mitt­lung ins Aus­land, bei­spiels­weise im Mitt­leren Osten, inves­tiert. Nicht nur das: Häufig sind sie ent­gegen aller Ver­spre­chungen nie recht­mäßig bezahlt worden. Jetzt kehren sie nach Nepal zurück – ohne Ein­kommen, ohne Arbeit und ohne Per­spek­tive.

Rei­se­be­schrän­kungen

Nepal befand sich von 24. März bis 14. Juni offi­ziell im voll­stän­digen Lock­down. Vor Fris­tende gab es bereits erwähnte erste Locke­rungen. Update vom 20.7.: Inlän­di­sche und inter­na­tio­nale Flüge sollen ab 17. August wieder mög­lich sein.

Früh wurde die Klet­ter­saison abge­sagt. Die Tou­ris­mus­kam­pagne #Nepal2020, die sich zum Ziel gesetzt hatte, dieses Jahr mehr als zwei Mil­lionen Tou­risten ins Land zu locken, wurde eben­falls bis auf Wei­teres abge­sagt. Update: Ab 30. Juli soll der Berg­tou­rismus wieder erlaubt sein.

Coronavirus Nepal: Reisebeschränkungen

Wegen des Coro­na­virus ver­öf­fent­lichte die nepa­le­si­sche Immi­gra­ti­ons­be­hörde am 13. März diese Rei­se­be­schrän­kungen.  Alles längst wieder hin­fällig: Ab 24.3.  herrschte in Nepal vor­erst für eine Woche der Lock­down, dieser wurde sechsmal ver­län­gert und galt dann bis 14. Juni. Vor Fris­tende, ab 11. Juni, gab es erste Locke­rungen, Flüge wird es ab 17. August wieder geben

Was gilt jetzt für „gestran­dete“ Deut­sche in Nepal?

Am 8.4. hob die vor­erst letzte  von der deut­schen Regie­rung gechar­terte Maschine im Rahmen des Rück­hol­pro­gramms ab. Bitte unbe­dingt  die Facebook-Seite der Deut­schen Bot­schaft in Kathmandu abon­nieren.

Update 31.7.: Es gibt neue Rege­lungen für Per­sonen, die jetzt noch mit einem Tou­ris­ten­visum in Nepal sind. Pro Jahr darf man sich maximal fünf Monate in Nepal auf­halten. Tou­risten, deren Visa aus­ge­laufen sind, müssen zum 30. August aus­ge­reist sein. Sollten sie bis dahin nicht aus­ge­reist sein, müssen sie für jeden Tag, den sie über ihr Visum hinaus im Land gewesen sind, eine Strafe von 8 Dollar zahlen — und zwar auch nach­träg­lich.

Coro­na­virus in Nepal: Hilf­reiche Links

Für wei­tere aktu­elle Infor­ma­tionen ver­weise ich an dieser Stelle auf die Nepal-Seite des Aus­wär­tigen Amtes und auf die (auch von der WHO ver­linkte)  Seite des nepa­le­si­schen Gesund­heits­mi­nis­te­riums.

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8 Comments
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Christian
19. März 2020 21:08

Danke für die Information,ich per­sön­lich habe eine Reise gebucht am 1 Oktober bis 18oktober. Ich hoffe das bis dahin alles vorbei ist. Das Land war schon immer mein Traum. LG Chris­tian Wie­mann

Christian
24. März 2020 10:35
Reply to  Susanne

Danke, viel­leicht kann ich sie Mal besuchen,wir haben ein paar Tage Auf­ent­halt in Kathmandu. Die Menschen dort sollen ja sehr gast­freund­lich sein. MFG Chris­tian Wie­mann

Susan
22. März 2020 3:29

Liebe Susanne, vielen Dank für deinen Blog, den ich bereits zum Beginn unserer Reise gerne las. Mitt­ler­weile sind wir in Kathmandu gestrandet und ich würde mich wahn­sinnig freuen, hier wei­terhin von deinen Updates lesen zu dürfen. Namaste und liebe Grüße Susan

29. März 2020 21:52

Liebe Susanne,
vielen Dank für deinen sehr infor­ma­tiven Bericht über die Situa­tion in Nepal. Bis zu uns hier nach Deutsch­land dringen da sonst nicht viele Nach­richten, damit wir uns ein Bild machen könnten.

Ich würde mir wün­schen, das Ganze wäre bald vorbei, bin da leider aber skep­tisch. Da du so aktu­elle berich­test, habe ich deinen Bei­trag mit meinem über das Nepal Visum ver­linkt.

Ich wün­sche dir, deine Familie und Freunden sowie den Menschen in Nepal alles Gute.

Liebe Grüße
Renate

30. März 2020 10:13
Reply to  Susanne

Oh, hatte ich noch nicht gesehen. Vielen Dank. Toi, toi, toi — ich ver­folge die Situa­tion in Nepal weiter.
Renate