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Über das Alleinreisen

Autorin
Allein reisen. Heute aus Überzeugung.

Was mir früher eine Heidenangst einjagte, erfüllt mich heute mit kribbeliger Vorfreude: Wie ich zur Alleinreisenden aus Überzeugung wurde – und warum Mut nichts damit zu tun hat.


Im ICE, zwei Stunden vor der Ankunft, sprang mir das Bild noch einmal schmerzhaft deutlich vor Augen: Ein volles Restaurant, überall Pärchen. Nur der Katzentisch vorm Klo ist frei geblieben. Da sitze ich und stochere im Essen herum und fühle mich wie der einsamste Mensch auf der Welt.

Ich versuchte, mich abzulenken. Draußen zogen Postkartenmotive vorüber. Ein paar Rapsfelder, Kuhweiden und Windmühlen später war das flaue Gefühl im Magen immer noch nicht weg.

Vier Tage wollte ich in Amsterdam verbringen, keine große Sache eigentlich. Aber zum ersten Mal reiste ich nur um des Reisens willen allein – und nicht etwa aus beruflichen Gründen oder um jemanden zu besuchen. „Was, wenn das alles ganz furchtbar wird?“, hatte ich unentwegt gedacht. Und mich trotzdem auf den Weg gemacht.

Damals, vor drei Jahren, hatte ich Liebeskummer und mittendrin eine Woche Urlaub. Ich hatte Fernweh, aber niemanden, der mitkommen konnte oder wollte. Ein Glücksfall! Denn in dieser Lage begriff ich etwas Wichtiges: Wenn ich immer erst warte, bis jemand mich begleitet, dann komme ich zu nichts. Dann ist das Hochverrat an den Träumen, die ich mir erfüllen will in diesem Leben. Wundervoll, wenn ein lieber Mensch daran teilhaben möchte. Aber wenn nicht, dann mache ich sie allein wahr. Dann werde ich eben allein reisen.

Allein reisen ist keine Frage des Mutes

Nach diesem Trip – Es war schön in Amsterdam! – wurde ich zur Alleinreisenden aus Überzeugung. Statt Bedenken habe ich seitdem immer kribbelige Vorfreude im Gepäck. Nach Vancouver, nach Mexiko, nach Maui, nach Singapur, nach Thailand habe ich sie inzwischen mitgenommen. Und mit jeder Reise wird sie noch ein bisschen größer.

„Du bist ja mutig“, sagen Freunde und Kollegen. Und Leute, die mich eigentlich kaum kennen. „Mutig“ ist das Nummer-Eins-Etikett für  Frauen, die allein reisen. Eine Freundin – ich habe sie in Singapur kennen gelernt – wird ebenfalls regelmäßig mit ihm versehen. „Ich bin nicht mutig. Nur selbstständig und unabhängig“, sagt sie, und das trifft, glaube ich, auf alle Solo-Reisenden zu: Nicht Mut treibt sie an, sondern Neugier, Erlebnishunger, der Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern. Vielleicht aber auch ein ganz anderer individueller Beweggrund. Wer allein reist, hat irgendwann in sich hineingehört und sich gefragt, was er selbst wirklich will. Und dann hat er auf sich gehört.

Allein reisen, tolle Leute treffen und mit denen Cocktails in Singapur trinken

Allein reisen, tolle Leute treffen und mit denen dann Cocktails auf dem Marina Bay Sands Hotel in Singapur trinken

Meine Angst, mich unterwegs einsam zu fühlen, hab ich längst im hohen Bogen auf den Müll geschmissen. So überflüssig ist sie. Wenn man auf Reisen nicht für sich bleiben will, dann muss man es auch nicht. Denn es ist wohl nirgends leichter, Leute kennen zu lernen als an Orten, an denen sich Reisende aufhalten. Reisende, die in der Regel offen sind und ebenso daran interessiert, Anschluss zu finden. In fünf Wochen Backpacking habe ich nicht einen einzigen Tag komplett allein verbracht. Fast immer habe ich in Hostels – in solchen fernab vom Klischee der Partyhochburg für Schulabgänger – Leute auf meiner Wellenlänge getroffen. Mit vielen bin ich in Kontakt geblieben.

Botschaft im Hostel

Oft hilft auch der Zufall: Auf Koh Phi Phi wollte ich mir kurz nach meiner Ankunft das Dorf ansehen, als es kräftig zu regnen begann. Unter dem nächstbesten Vordach standen zwei Frauen. Sie rückten für mich etwas zusammen, ich stellte mich zu ihnen. Schnell kam ich mit Marion und Celine, den beiden Schwestern aus Frankreich, eine witziger als die andere, ins Gespräch. Und als der Regen nicht mehr ganz so heftig auf das Blechdach trommelte, verabredeten wir uns für später zum Essen beim Inder.

Danach lief ich durch Koh Phi Phi, mit einem Lächeln im Gesicht und einem Gedanken: „Von wegen Katzentisch. Von wegen einsam.“


Und Du? Allein reisen, hast Du das schon gemacht? Oder hast Du Dich bislang noch nicht getraut? Ich freue mich über Kommentare.

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Kommentare

50
  • Saskia

    JAWOLL! Toll geschrieben, und so wahr. Vor 4 Jahren bin ich auch alleine aufgebrochen. Nach Portugal. Keiner sonst hatte Zeit, keiner hatte Geld, keiner hatte Urlaub. Aber ich wollte weg! Also habe ich für Juli einen Gabelflug nach Faro und zurück von Porto gebucht – und sonst nichts. Und gleich am ersten Abend hatte ich eine Handvoll Leute an der Hand, Brian aus Calgary, einen netten Londoner, ein paar Französinnen, mit denen wir nur essen gehen wollten. Wir waren in 3 Bars, einem Club und haben uns viele portugiesische Biere später den Sonnenaufgang vom Dach unseres Hostels angesehen! Viel alleine war ich nie, einsam schon gar nicht, aber wenn mir danach war, habe ich mich bewusst dazu entschieden und es genossen. Ich kann es allen nur empfehlen!

  • Martina

    Schön, dass auch Du Mut denjenigen zusprichst, die sich noch nicht trauen alleine zu reisen. Wer es einmal gewagt hat, selten davon wieder loskommen! Schöne Geschichte von Dir.

    • Susanne

      Vielen Dank. Ja, ich glaube, dass da oft auch Vorurteile im Weg sind. Die haben sich oft schnell erledigt, wenn man es mal ausprobiert.

  • Britta

    Ja, das stimmt alles!!!! Es hat 40 Jahre gedauert, bis ich genug Mut hatte, allein zu verreisen. Und ich hab ganz klein angefangen (zuerst Sylt ; -), dann Rom, New York, Vietnam…) Ich war nie einsam, habe Leute aus Australien, Russland, Schweden, USA….. kennengelernt. Es waren immer tolle Begegnungen, die ich niemals vergessen werde. An alle, die sich nicht trauen: Macht es trotzdem! Es ist großartig. Auf eine Reise zu verzichten, nur weil nimand mitkommt ist absoluter Blödsinn. Ihr werdet nicht nur andere, sondern auch Euch selbst besser kennenlernen und mutiger werden und es ganz sicher nicht bereuen.

    • Susanne

      Liebe Britta, Du sagst es! Und ob mit 20, 30, 40 oder 50 – ganz egal, es ist ja dafür nie zu spät. Zum Thema bereuen fällt mir dieses recht berühmte Reisezitat ein:
      „I wish I hadn’t gone travelling“ – said NO ONE EVER.
      🙂

  • Jule

    Nach einem Austauschjahr in Cardiff weiß ich das Alleinreisen auch sehr zu schätzen. Und auch wenn man nicht auf Leute trifft, es ist sehr befreiend und angenehm, wenn man nach seiner eigenen Pfeife tanzen kann. Man lernt auch viel über sich. Dass man dafür dann auch mal mitleidig angesehen wird, wenn man am Geburtstag alleine nach London fährt, weil man keine Lust auf Feierlichkeiten mit Zweckbekanntschaften (aka WG) hat, muss man dann einfach stoisch hinnehmen. Dafür dann: 3 Stunden durch ein Museum stromern und anschließend im sonnigen Park ein Sandwich genießen. Geht doch!
    PS: Immer wieder schön zu lesen, dass es Dir anscheinend mehr als gut geht!

    • Susanne

      Vielen Dank, Jule, ich freu mich. Recht hast Du. Anschluss ist ja nicht zwingend erfoderlich. Zeit ganz allein zu verbringen, ist auch eine wichtige Erfahrung. In Amsterdam war ich schlussendlich auch viel allein unterwegs. Hab mir die Stadt in meinem Tempo erlaufen und festgestellt, dass das nicht weniger ist als in Begleitung. Ich saß übrigens auch zwei sonnige Nachmittage in Folge mit Antipasti auf der Wiese vorm Rijksmuseum.
      Und: Och ja doch, das tut es, danke. Dir hoffentlich auch.

  • Patrick

    Es ist toll, auf Solo-Reise alles nach den eigenen Vorstellungen machen zu können, während man nebenbei auch lernt, Entscheidungen zu treffen. Einsam hab ich mich noch nie gefühlt, man bekommt in der Regel schneller Anschluss, als wenn man zu zweit oder zu dritt unterwegs ist und wenn man will, ist im digitalen Zeitalter zu Hause eh nie weit weg.

    Andererseits ist es doch nicht dasselbe, als wenn ein guter oder der beste Kumpel dabei ist. Einen, mit dem man auf der selben Wellenlänge schwebt, Witze reißen kann und die Dinge erlebt, die gute Freundschaft von Bekanntschaften unterscheiden.

    Aber diesen jenigen muss es eben auch geben und er muss auch Zeit haben und und und. Um Hotel- oder Spritkosten zu sparen oder jemand zum quatschen zu haben würde ich keine Nicht-Solo-Reise mehr machen.

    • Susanne

      Hi Patrick,
      unterschreibe ich so. Richtig, man findet sogar schneller Anschluss als zu zweit oder zu dritt. Richtig auch: Es ist nicht dasselbe, als würde man mit einem guten Freund / einer guten Freundin losfahren. Aber schlechter eben auch nicht, nur anders. Zu Hause bleiben ist jedenfalls keine Option, nur weil niemand mitkommt. Und, wie Du schon sagst, es muss – wenn – auch die richtige Person sein. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto schwieriger wird auch die Organisation – Zeitraum finden, in dem beide frei haben, Kompromisse finden hinsichtlich Ziel, Dauer, Route etc..

      • Patrick

        Guter Punkt. Je älter man wird, desto mehr ist jeder verwurzelt in Verpflichtungen. Wenns dann doch mal passt, perfekt! Für den anderen Fall haben wir zum Glück gelernt, dass das garantiert kein Grund ist, zu Hause zu bleiben.

  • Sebastian

    Hallo Susanne,
    toller Beitrag. Allerdings hast du geschrieben, das du noch nie alleine geblieben wärst – nichtmals für einen Tag. Ich kann dir nur von Herzen empfehlen: Geh raus, in die Natur, abseits von allem. Einsamkeit hat etwas unglaublich angenehmes, man könnte fast schon sagen reinigendes. Ich war z.B. im März einen Tag alleine auf einer Insel – und ich meine wirklich alleine. Ungeplant, ich gebe es zu: Ich bin Segler und mir war der Wind für mein Boot zu stark, also bin ich geblieben. Davor und danach hatte ich aber auch mehrere Tage nur gaaanz kurze Kontakte, im Sinne von Bezahlen im Supermarkt. Viele Schrecken davor zurück – aber mal wirklich alleine sein, niemand bei einem – und, ganz wichtig – auch nicht die Möglichkeit von jetzt auf gleich andere zu Kontaktieren,. das ist ein ganz besonderes Gefühl. Ich werde auf jeden Fall auch in Zukunft wieder solche Situationen suchen.
    Es ist ein wenig, als wäre man alleine auf der Welt – und als gäbe es wirklich keine Regeln 😉
    Grüße,
    Sebastian

    • Susanne

      Hallo Sebastian,
      guter Einwand. Ich hab mich aber nicht bewusst der Einsamkeit entzogen, man kann das ja vorher auch nicht immer wissen. Es hat sich so ergeben und vor allem waren mir die Leute, mit denen ich die Zeit verbrachte, extrem sympathisch. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich auch kein Problem gehabt, eine Weile ganz allein zu bleiben. Aber auch nicht zu lange, denn Leute kennen zu lernen gehört für mich zu den tollsten Erfahrungen auf Reisen.

  • Angelika

    Ich kann teilweise zustimmen 🙂

    Vor fünf Jahren war ich das erste Mal auf Reisen, alleine. Ich hatte einfach genug davon, mich immer in den Ferien beugen zu müssen und nicht die Dinge unternehmen zu können, die ich gerne wollte. Leider sind meine Interessen total verschieden zu denen von meinen Freunden. Also hiess es im Jahre 2010 ab nach Ägypten, alleine 🙂 Ich wurde von wirklich allen schweps angeschaut und es kam immer die Frage: „Alleine? Nach Ägypten? Bist du wahnsinnig, dass ist doch langweilig und als Frau doch so gefährlich!“. Nonsense, es waren mit Abstand die besten Ferien die ich je hatte. Ich war eine Woche lang auf dem Nil unterwegs und wir machten jeden Tag in der Reisegruppe Ausflüge, herrlich 🙂 Im November war ich 4 Tage in Amsterdam. Es war eine tolle Zeit, wobei ich nie wirklich ein Mensch war, der aktiv auf Menschen zuging, und es halt doch ein bisschen einsam wird, so ganz allein. In meinem 3monatigen Aufenthalt in NZ dieses Jahr lernte ich dies dann doch auch, durch meine Aufenthalte in YHA. Ich bezweifle stark, dass ich jemals gross zu zweit oder allg. mit Freunden reisen werde. Da reg ich mich einfach infolge verschiedener Interesse zu fest auf 😉

    • Susanne

      Ich stimme Dir zu. Und selbst wenn es mal doch nicht supertoll wird, hat man unheimlich viel gelernt und mit Sicherheit Selbstvertrauen gewonnen. Bestenfalls lernt man gleichzeitig, sich selbst allein auszuhalten. Dann ist Alleinbleiben völlig ok und die neuen Bekanntschaften ein Sahnehäubchen. 🙂

  • Mona

    Dein Beitrag macht mir zumindest ein bisschen Mut, dass auch ich Gefallen am alleine Reisen finden werde. Ich will sehr viel von der Welt sehen und nutze daher Ende des Jahres einen auslaufenden Vertrag, für mehrere Monate nach Asien/ Australien/Afrika zu fahren. Ich liebe Reisen und Backpacking aber ich bin eigentlich nur sehr sehr ungern länger alleine. Aber wenn ich jetzt nicht gehe und auf andere warte, dann hab ich auch keine Chance alles das zu sehen, was mich raus treibt in die Welt. Ich hoffe, dass auch ich nicht allzu oft am allein am Katzentisch sitzen werde.

    • Susanne

      Liebe Mona, ich gebe Dir hiermit das Versprechen, dass das nicht passieren wird. 🙂 Wenn Du mit Asien anfängst, halte ich das für ausgeschlossen. Würde mich freuen, wenn Du mir hinterher erzählst, wie es war. Und Glückwunsch zu Deiner Entscheidung! Wirst Du nicht bereuen.

  • S.

    Nach den Kommentaren fühle ich mich mit meinen Erfahrungen schon alleine. Das „alleine nach Asien“ reisen war kein Problem, da ich dort die Menschen kennen lernte, mit denen ich zusammen wohnte, und viele weitere. Aber bei einem späteren Kurztrip nach Amsterdam habe ich mich alleine sehr ängstlich und einsam gefühlt. Warum dies so negativ war, weiß ich bis heute nicht. Ich teile das jetzt einfach mal, nicht um irgendeine zu entmutigen, sondern um zu zeigen, dass jede Reise und Erfahrung unterschiedlich sein kann und es wichtig ist, auf sich selbst zu hören.

    • Susanne

      Hallo S., das ist völlig ok, eine negative Erfahrung zu teilen – ich hatte selbst nicht damit gerechnet, dass fast ausschließlich Zustimmung kommt. Mir ging es ja in erster Linie darum, dass man überhaupt aufbricht, wenn man aufbrechen möchte. Aber ich kann schon auch solche Gefühle nachvollziehen – ob man eine Reise im Alleingang schön findet, hängt von so vielen Faktoren ab. Man hat vielleicht auch mal kein Glück. Trotzdem denke ich, hast Du sogar aus diesem Amsterdam-Trip viel für Dich gezogen, oder nicht? Sei dennoch stolz, dass Du losgereist bist, ich finde, es gibt nichts zu bereuen. Im Gegenteil: Du hast Amsterdam gesehen und bist Dir auf der Reise selbst gegenübergetreten. Alles wertvoll. Ich wünsch Dir alles Liebe.

      • S.

        Oh, danke für die liebe Antwort! Wenn man es so sieht, war die Reise wirklich sehr wichtig für mich und zu denken, dass ich stolz auf mich sein kann – obwohl oder grade wenn es anders und schwieriger war als erwartet – fühlt sich grade sehr gut an.

    • Susanne

      … übrigens bin ich in Amsterdam, auf meinem ersen Solo-Trip, auch weitgehend allein geblieben, da in meinem Hostel nur sechs 18-jährige Britinnen waren, die zusammengehörten. Am ersten Tag war ich auch noch verunsichert und ängstlich. Aber dann gefiel mir die Stadt einfach so gut. Die Sonne schien und ich lief und lief und lief und schaute mir alles in Ruhe an. Himmelhochjauchzend war ich da auch nicht. Aber immerhin glücklich über die Tatsache, dass ich mit mir allein sein konnte und nicht stattdessen zu Hause in meiner Wohnung saß.

  • Jens

    Hallo Susanne,

    da hast du einen Tollen Artikel geschrieben und ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen! Reise so weiter wie du es magst. Spontanität ist das gute beim Alleinereisen, du kannst innerhalb von 5 Sekunden deine Pläne über Bord werfen und weiter ziehen! Das habe ich in all meinen Reisen gelernt und war dabei nur selten alleine!!

    Liebe Grüße aus Südafrika
    Jens

    • Susanne

      Hallo Jens, ganz lieben Dank. Das stimmt, das habe ich auch lieben gelernt. Ich freu mich auch schon aufs nächste Mal. Liebe Grüße zurück – nach Südafrika will ich auch. Geht das auch allein, was meinst Du?

  • Mya

    Hallo Susanne,

    ein echt toller Artikel.
    Ich spiele auch schon seit längerem mit dem Gedanken eine größere Reise ins Ausland alleine anzutreten, weil es mittlerweile echt schwierig geworden ist, jemanden zu finden der mit möchte und die Zeit hat. Fast jeder im Freundeskreis ist halt in einer festen Beziehung und die meisten haben nun auch Kinder.
    Vor zwei Wochen in Köln (gamescom 😀 ) hatte ich die Möglichkeit (gezwungenermaßen), das ich bei ein paar Events alleine unterwegs sein konnte und ich muss sagen, das war total befreiend. Ich bin jemand, ich nehme immer Rücksicht auf andere, was sie machen möchten usw… Und da konnte ich selber entscheiden, gehe ich hierhin oder lieber woanders hin. Keiner der dann hinter mir stand und über meine Entscheidung gemeckert hat oder auf den ich die ganze Zeit warten musste, weil die Person nicht mithalten konnte, aber dabei sein musste… (in London war mir das dann zu blöd und ich hab mich zeitweise alleine aus dem Hotel geschlichen…)
    Mal schauen, ob ich nächstes Jahr alleine nach Schottland fliege… Ob ich mich traue. Es ist schon eine Überwindung. In Deutschland, Schweiz und Österreich habe ich kein Problem alleine unterwegs zu sein, aber ein bisschen weiter, da habe ich schon noch ein wenig Angst…

    LG
    Mya

    • Susanne

      Hallo Mya, vielen Dank. Ich freu mich sehr, dass er Dir gefällt und Mut macht. Bist Du denn Hostels gegenüber aufgeschlossen? Das ist, nach meiner Erfahrung, eine relativ vielversprechende Sache, wenn es darum geht, Freunde kennen zu lernen, gerade in Städten. Aber weißt Du, selbst wenn man keine Leute kennen lernt, kann man die Zeit durchaus genießen und wachsen. Du wirst es sicher nicht bereuen!

      Grüße zurück,
      Susanne

  • Weltenstürmer Mad

    Hey Susanne,

    eine schöne Geschichte. Brauchen mehr davon, sodass immer mehr Leute die Entscheidung treffen es doch mal alleine zu probieren, daran wachsen und offenherzig in die Welt hinaus stürmen.
    Auch ich habe es gewagt und war restlos davon überzeugt. EInfach herrlich das Gefühl, dass man alles machen kann was man will – und nichts machen muss.

    Natürlich gibt es auch die Momente der Einsamkeit, wo man zweifelt, einen die Angst beherrscht und man nicht weiter weiß, aber die gehen vorrüber, wenn man sich traut auf andere Leute zuzugehen. Meist sind es ja Gleichgesinnte (man ist schließlich im selben Land, zur selben Zeit und in der selben Unterkunft) und weltoffene Leute. Und dann hat man die schönste Zeit auf Reisen!

    Übrigens gefallen mir deine Geschichten sehr gut, insgesamt deine Seite hier.

    Wünsche dir noch viele schöne Momente unterwegs.

    Liebe Grüße,
    Mad

    • Susanne

      Danke sehr, Mad! Freu mich, dass Dir gefällt, was ich hier so treibe. Danke Dir! Das wünsche ich Dir auch und schaue auch mal auf Deiner Seite vorbei.

  • Tommy

    Danke das ermutigt mich ein Jahr alleine nach Kanada zu gehen

  • Bearnerdette

    Sehr schöner Bericht. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mal allein zu verreisen, den Schritt aber bisher nicht gewagt…

    Viele Grüße
    Bearnerdette

  • Christina

    Hallo alle zusammen, vielen Dank für diesen ermutigenden Artikel. ich habe den Traum nach Indien zu reisen.. Und viele sagen, dass ich es lieber lassen soll! Zu gefährlich. Hier jemand zufällig Erfahrung😊

  • Dagmar

    hallo Susanne,
    genau so ist es – ich bin schon viel allein gereist und natürlich schwingt auch immer ein bissl die Angst mit, zu viel allein zu sein, v.a. in Situationen wie Krankheit etc.. Was ich aber gelernt habe auf all diesen Reisen: es ist immer jemand da wenn Du wirklich Unterstützung brauchst (und hab schon einige „Krankenstationen“ gesehn 😉 ) und wenn Du mit Dir alleine sein magst, geht das auch gut. Und ich genieße es wirklich einfach nur mal mit mir allein zu sein und zu schauen was der Tag so bringt. So hab ich schon sehr viele schöne Erfahrungen machen können und natürlich nimmt man persönlich ganz schön viel mit, wenn man sich allein „durchgeschlagen“ hat 🙂
    hab allerdings eine Freundin, für die ist es nicht so: allein zu reisen macht ihr keinen Spaß, sie möchte jemanden zum „Teilen“ haben und daher ists wohl auch wohl ne Frage der persönlichen Vorlieben ob einen das „Alleinereisen“ glücklich macht…

    • Susanne

      Liebe Dagmar, das stimmt und ich habe auch lernen müssen, dass es keine gute Idee ist, jemanden zum Alleinreisen zu drängen oder bekehren zu wollen, nur weil man selbst gute Erfahrungen damit gemacht hat. Nicht in jedem steckt der Wunsch, das ist auch vollkommen ok – ich persönlich finde es nur schade, wenn jemand eigentlich schon gern will und sich nicht traut und ihm oder ihr nur das letzte Quäntchen Mut fehlt. Da helf ich dann gern nach. 🙂 Ich wünsch Dir noch viele tolle Reisen, allein und in Begleitung.

  • Sam

    Hi Susanne,
    Toller Artikel, kurz und knackig. Ich bin über ze.tt darauf gestoßen (http://ze.tt/warum-ich-allein-reise-und-wieso-ich-ganz-klein-angefangen-habe/).
    Schade dass nicht mehr Frauen den Mut haben, alleine zu reisen. Meistens trifft man doch nur Männer oder Frauen mit Mann. Von daher hoffe ich, dass noch viele Frauen deinen Artikel lesen!
    LG
    Sam

    • Susanne

      Hallo Sam, vielen Dank! Findest Du? Ich hab unterwegs ziemlich viele allein reisende Frauen getroffen. Aber es dürfen gern noch viel mehr werden, da geb ich Dir recht!

  • Theresa

    Liebe Susanne,
    Du hast mir mit diesem Text gerade so unglaublich viel Motiavtion gegeben. Bei mir ist nämlich genau der Fall eingetreten, den du beschreibst: niemand will und kann mit mir mit, aber wenn ich die Reise aufschiebe bis Person X kann, werde ich wohl nie dorthin, wo ich hinwill – dann, wann ich will. Nämlich an meinem Geburtstag (der lustigerweise genau am 19. Mai ist, an dem Tag du den Artikel veröffentlicht hast). Ich weiß, dass meine Entscheidung bei vielen auf Verwunderung stoßen wird – alleine reisen? Als FRAU? Geht nicht – zu gefährlich. Geht doch! Einfach weil ich möchte.
    Für mich wird’s am 18. Mai nach Amsterdam gehen.
    Danke dir,
    Alles Gute,
    Theresa

    • Susanne

      Liebe Theresa, Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich über solche Kommentare wie Deinen immer freue, es könnte wiederum für mich keine größere Motivation geben. Schön, dass Du Dich auf Deine Reise machst. Lass mich gern wissen, wie es war. Liebe Grüße und ganz viel Spaß!

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