Kathmandu Nepal

Kathmandu-Tipps von A bis Z

10. Juni 2019
Kathmandu Tipps: Patan Durbar Square

Zuletzt aktua­li­siert am 24. Mai 2020 um 3:18

Seit März 2019 lebe ich nun in Nepals Haupt­stadt. Mitt­ler­weile kann ich aller­hand vom Alltag hier erzählen und Rei­sende mit jeder Menge Kathmandu-Tipps ver­sorgen. Hier kommt er also, mein großer Kathmandu-Guide mit wis­sens­werten Fakten und per­sön­li­chen High­lights von A bis Z!


Egal ob du nur auf der Durch­reise in Kathmandu bist oder dich aus anderen Gründen für Nepals Haupt­stadt inter­es­sierst: Hier gibt’s Kathmandu-Tipps und ‑Infos von A bis Z. Sie kommen aus erster Hand (Ich lebe seit März 2019 hier!) und werden regel­mäßig aktua­li­siert.

Kathmandu Tipps und Infos – von A wie Asan bis C wie Chowk

Asan

(Auch „Ason“.) Ein Platz unweit vom Durbar Square, den Tempel und groß­ar­tige newa­ri­sche Archi­tektur mit Holz­schnit­ze­reien prägen. Sechs Straßen führen auf ihn zu und Händler bieten auf dem „Asan Bazaar“ ihre Waren – von Gewürzen über Tex­ti­lien bis hin zu Kunst­hand­werk.

Bag­mati

Ein Fluss, der durch Kathmandu fließt und an dessen Ufern tra­di­tio­nell hin­du­is­ti­sche Lei­chen­ver­bren­nungen statt­finden. Ich über­quere den Bag­mati fast täg­lich. Leider stinkt er ganz erbärm­lich, weil er total ver­dreckt ist.

Banda

Ein Banda (auch „Bandha“ oder „Bandh“) ist ein Gene­ral­streik. Bandas werden von  Split­ter­par­teien und Inter­es­sen­gruppen initi­iert, sie dauern in der Regel einen Tag und werden meist erst am Vor­abend aus­ge­rufen. Schulen, Geschäfte und Restau­rants bleiben geschlossen, der öffent­liche Nah­ver­kehr kommt zum Erliegen. Mit dieser Art von Pro­test wollen Oppo­si­tio­nelle teils gewaltsam oder zumin­dest unter Andro­hung von Gewalt Druck auf die Regie­rung aus­üben. Nepals Ver­gan­gen­heit ist von poli­ti­schen Unruhen geprägt. Bis 2006 führten mao­is­ti­sche Rebellen zehn Jahre lang Bür­ger­krieg. Im Ringen um einen neue Ver­fas­sung legten solche Streiks das Land pha­sen­weise mehr­mals im Monat lahm. Heute kommen Bandas selten vor. Tipp: Wird ein Banda aus­ge­rufen, fragt in Eurer Unter­kunft nach, was das für euch bedeutet.

Bod­nath

(Auch „Boudhanath“.) Der 36 Meter hohe Stupa ist das größte bud­dhis­ti­sche Hei­ligtum Nepals und eine seiner wich­tigsten Sehens­wür­dig­keiten. Eine Umrun­dung (immer im Uhr­zei­ger­sinn!) zählt für viele Tou­risten zu den High­lights in Kathmandu.

Kathmandu Tipps Boudhanath

Bhak­tapur

Die Stadt süd­öst­lich der Haupt­stadt gehört neben Patan und Kathmandu zu den drei Königs­städten im Kathmandutal. Wer nach Kathmandu reist, sollte einen Aus­flug nach Bhak­tapur mit seinen mehr als 170 Tem­peln ein­planen. Unter anderem steht hier der fünf­stö­ckige Nya­ta­pola-Tempel, der sowohl das Erdbeben von 1934 als auch das letzte große Erdbeben 2015 über­standen hat. In Kathmandu fahren Busse nach Bhak­tapur vom Ratna Park aus ab.

Chitwan Natio­nal­park

Der liegt natür­lich nicht in Kathmandu, son­dern süd­west­lich der Haupt­stadt, an der Grenze zu Indien. Man kann ihn jedoch von Kathmandu aus mit dem Bus errei­chen. Die Busse nach Sau­raha am Rande des Chitwan Natio­nal­parks fahren von Sor­hak­hutte in der Nähe des Tou­ris­ten­vier­tels Thamel ab. Rechnet mit einer Fahr­zeit von min­des­tens sechs Stunden.

Chitwan Nationalpark

Son­nen­auf­gang am Fluss im Chitwan Natio­nal­park

Chowk

In Ver­bin­dung mit dem Namen eines Stadt­teils bezeichnet der Begriff die jeweils wich­tigste Kreu­zung in einem Viertel, an der es auch Geschäfte oder Markt­stände gibt. Mein Freund und ich leben zum Bei­spiel nahe der Sanepa Chowk.

Von D wie Dal Bhat bis G wie „Garden of Dreams“

Dal Bhat

Dal Bhat Power, 24 hour“ ist auf viele T‑Shirts an den Ver­kaufs­ständen im Touri-Viertel Tamel gedruckt. Nahr­haft ist Nepals Natio­nal­ge­richt auf jeden Fall. Die beiden wich­tigsten Bestand­teile sind Linsen (Dal) und Reis (Bhat), dazu werden gebra­tene Kar­tof­feln, Gemüse, Joghurt und auf Wunsch Fleisch gereicht. Meist wird Dal Bhat auf einem Metall­teller mit Schäl­chen ser­viert. Tipp: Über­treibt es am Anfang nicht mit den Linsen. Euer Darm dankt es Euch.

Nationalgericht von Nepal: Dal bhat

Wer kein Dal Bhat pro­biert hat, war nicht in Nepal. Tipp: In Kathmandu schmeckt es häufig dort am besten, wo es günstig ist

Was ich hier in Kathmandu sonst gern esse? Dar­über habe ich auch hier aus­führ­lich geschrieben. Und: In diesem Bei­trag auf einmalmitalles.at geht es eben­falls um Spe­zia­li­täten in Kathmandu, unter anderem um Pani Puri, einen meist wür­zigen Snack, den man hier fast überall am Stra­ßen­rand bekommt.

Dashain

Dashain ist das größte Fes­tival in Nepal. Es fällt meist auf den Oktober und dauert 15 Tage, Schulen und Behörden bleiben dann geschlossen. Nepa­lesen ver­bringen Dashain zu Hause mit ihren Fami­lien. Die Straßen von Kathmandu sind des­halb in dieser Zeit merk­lich leerer. Gefeiert wird, kurz gesagt, der Sieg des Guten über das Böse. Auf dem Pro­gramm stehen Fest­mahle und Tem­pel­be­suche und überall stehen Dashain-Schau­keln aus Bambus: Wenn man auf ihnen schau­kelt, heißt es, werden schlechte Gefühle fort­ge­nommen und durch gute ersetzt.

Durbar Square

So heißen die prunk­vollen Plätze vor den alten Palästen der Königs­städte Kathmandu, Patan und Bhak­tapur. Leider sind beim Erdbeben im April 2015 viele Tempel und Pagoden ein­ge­stürzt. Beein­dru­ckend sind die Durbar Squares immer noch, vor allem der in Patan.

Erdbeben

Am 25. April 2015 erschüt­terte ein Erdbeben der Stärke 7,8 das Kathmandutal, fast 9000 Menschen starben. Bis heute gibt es Nach­beben – und es besteht die Gefahr eines neuen starken Bebens im Westen des Landes. Über Nepal nach den Erdbeben und meine Gedanken zu dem Thema habe ich aus­führ­li­cher hier geschrieben:

Fire and Ice

Dieses ita­lie­ni­sche Restau­rant am Rande von Thamel ist eine Insti­tu­tion in Kathmandu. „Ich komme ja nicht nach Nepal, um Pizza zu essen“, denkst du? Ja, ver­stehe ich. Soll­test du dich aber länger hier auf­halten und west­li­ches Essen ver­missen, ist das „Fire and Ice“ der rich­tige Ort. Hier ist ver­hält­nis­mäßig teuer, aber die Stein­ofen­pizza ist es wert. Tipp: vorher reser­vieren!

Flug­hafen

Der Trib­huvan Inter­na­tional Air­port im Osten von Kathmandu ist bis­lang (Stand: Oktober 2019) Nepals ein­ziger inter­na­tio­naler Flug­hafen mit nur einer Lan­de­bahn. Er ist völlig über­lastet, dre­ckig, chao­tisch und ins­ge­samt eine ziem­liche Zumu­tung. Im kom­menden Jahr soll ein neuer inter­na­tio­naler Flug­hafen nahe Lum­bini, im Süden des Landes, eröffnen.

Garden of Dreams

Eine kleine Oase gleich neben dem wuse­ligen Thamel: In dem gepflegten, neo­klas­si­zis­ti­schen Garten gibt es Pavil­lons, einen Teich und ein kleines Amphi­theater mit Liege- und Sitz­mög­lich­keiten. Erwartet aber nicht zu viel. Der „Garden of Dreams“ ist nicht beson­ders groß und kostet 400 Rs Ein­tritt.

Kathmandu Tipps und Infos – von H wie Helm­pflicht bis L wie Luftqualität

Helm­pflicht

Die gilt im Motorrad-Land Nepal nur für Fahrer. Ich bin meist die ein­zige Bei­fah­rerin weit und breit, die einen Helm trägt. Zur­zeit wird die Ein­füh­rung der Helm­pflicht für Bei­fahrer aber wieder dis­ku­tiert.

Autorin mit Helm in Kathmandu

Besser mit!

Hupen

Es macht mich bis heute aggressiv, dieses stän­dige, meist unnö­tige Gehupe von Auto- und vor allem Motor­rad­fah­rern. Sie lärmen sich rück­sichtslos die Straße frei, sodass man als Fuß­gän­gerin ständig zusam­men­zuckt. Dabei herrscht Hup­verbot und viele Schilder weisen die Ver­kehrs­teil­nehmer darauf hin. Halten sich aber nicht allzu viele dran.

Indi­sches Essen

Restau­rants mit indi­schen Spe­zia­li­täten gibt es in Kathmandu an jeder Ecke – und ich bin häufig in einem von ihnen zu Gast. Mein Lieb­lings­essen? Palak Paneer mit Aloo Paratha. Palak Paneer ist pürierter und gewürzter Spinat mit schnitt­festem Frisch­käse, Aloo Paratha ist mit Kar­toffel gefülltes Fla­den­brot, das anstelle von Reis ganz her­vor­ra­gend zu Curry-Gerichten (oder eben Palak Paneer) schmeckt. Pro­biert es mal!

Jhamsikhel

Jha­mis­khel ist ein Viertel in der süd­lich an Kathmandu angren­zenden Stadt Lalitpur, das bei Expats beson­ders beliebt ist. Der Stadt­teil ist eine ange­nehme Alter­na­tive zum hek­ti­schen Thamel. Auch hier gibt es fan­tas­ti­sche Bars, Restau­rants und Geschäfte und es ent­stehen immer mehr Hotels und Guest Houses. Jhamsikhel ist dabei aber um ein Viel­fa­ches leerer und ent­spannter als Thamel.

Kathmandu Tipps Jhamsikhel

Der Gyan-Man­dala-Kom­plex ist Jhamsikels kul­tu­relles Herz. Er beher­bergt das „Kathmandu Jazz Con­ser­va­tory“ und das Café „Karma Coffee“, gegen­über befindet sich die Bar „Moksh“

Jazz­mandu

Kathmandu hat nicht nur ein eigenes Jazz-Kon­ser­va­to­rium (KJC) und einen richtig guten Jazz-Club (siehe Ein­trag unter „U“), son­dern auch ein eigenes inter­na­tio­nales Jazz­fes­tival namens „Jazz­mandu“. Das ein­wö­chige Musik­fes­tival findet immer im Herbst zwischen Dashain und Tihar statt. Wer in dieser Zeit in Kathmandu ist, sollte unbe­dingt zu den Kon­zerten kommen.

Kumari

Die Tra­di­tion stammt aus dem Mit­tel­alter: In meh­reren Städten in Nepal gibt es eine Kumari, eine lebende Göttin. Das sind Mäd­chen ab dem Alter von zwei Jahren, die bis zur ersten Regel­blu­tung im Amt bleiben. Anders als früher dürfen die Kind­göt­tinnen zur Schule gehen. Noch immer müssen sie aber regel­mäßig Pilger segnen und den Pre­mier­mi­nister emp­fangen. Dabei sind sie stark geschminkt und dürfen keine Miene ver­ziehen. Jap, befremd­lich. Mehr dazu hier.

Kaker­laken

Fragt nicht. Sie sind groß. Sie können fliegen.

Lalitpur

Die Haupt­stadt Kathmandu und ihre süd­lich angren­zende Nach­barin Lalitpur bilden einen Dop­pel­stadt. Ich wohne in Lalitpur und brauche zu Fuß etwa zwanzig Minuten, bis ich in Kathmandu bin.

Luftqualität

Die Luft­ver­schmut­zung ist ein rie­siges Pro­blem, daher trägt die Stadt auch die Spitz­namen „Dust­mandu“ und „Mask­mandu“. Haupt­säch­lich ver­un­rei­nigen Abgase, Bau­stel­len­staub und Müll­ver­bren­nungs-Qualm die Luft. Tipp: Kauft Euch eine Maske, wenn Ihr viel zu Fuß in Kathmandu unter­wegs seid. Gibt’s in jedem Super­markt.

Von M wie Monsun bis S wie Swayambunath

Monsun

Er beginnt Ende Mai und dauert etwa bis Ende Sep­tember. Bei Tem­pe­ra­turen an die 30 Grad ist die Luft aus­ge­spro­chen schwül und es regnet heftig und lang­an­hal­tend, wie es sich für einen Monsun gehört. Die Straßen sind dann leider schnell über­schwemmt, es kommt zu Erd­rut­schen und Sturz­fluten.

Momos

Die Wahr­schein­lich­keit, dass Nepal-Rei­sende die gefüllten Teig­ta­schen wäh­rend ihres Auf­ent­haltes nicht pro­bieren, ist äußerst gering. Momos gibt es an jeder Ecke, sie werden gedämpft oder gebraten, mit Fleisch oder vege­ta­risch, mit viel oder wenig Soße ser­viert.

Kathmandu Tipps: Momos essen

Kathmandu-Tipps: Momos müssen natür­lich dabei sein

Newar

Die Newar waren die ersten Bewohner des Kath­man­du­tals. Ange­hö­rige dieser Ethnie haben das kul­tu­relle Leben und die Archi­tektur in der Haupt­stadt und ihrer Umge­bung ent­schei­dend geprägt. Es gibt sowohl bud­dhis­ti­sche als auch hin­du­is­ti­sche Newar, sie haben eigenen Bräuche, eigene Ess­ge­wohn­heiten und auch ihre eigene Sprache. Letz­tere hat so gar nichts mit Nepa­le­sisch gemein. Mein Freund ist ein Newar, in seiner Familie wird bis heute Newari gespro­chen.

Nach­hal­tig­keit

Dahin­ge­hend gibt es in Nepal noch viel zu tun. Es ist wichtig, dass Tou­risten sich über die schwache Infra­struktur des Landes im Klaren sind und sich ent­spre­chend ver­halten. Hier habe ich Tipps zum nach­hal­tigen Reisen in Nepal zusam­men­ge­fasst.

Nagarkot

Der Ort ist sowohl für Ein­hei­mi­sche als auch für Tou­risten ein beliebtes Aus­flugs­ziel am öst­li­chen Rand des Kath­man­du­tals. Mit Glück hat man von hier einen spek­ta­ku­lären Blick auf den Himalaya samt Mount Everest. Tipp: Zum Son­nen­auf­gang oder am Spät­nach­mittag hin­fahren!

Nara­y­an­hiti Palace

Der ehe­ma­lige Königs­pa­last befindet sich am Ende der Durbar Marg und ist heute ein Museum. An diesem Ort trug sich 2001 ein Mas­saker zu, bei dem zehn Mit­glieder der Königs­fa­milie starben. Die Umstände der Tat sind bis heute weit­ge­hend unge­klärt.

OR2K

Ein gemüt­li­ches Restau­rant in Thamel, in dem es eine gute Aus­wahl veganer und glu­ten­freier Speisen gibt.

Pas­hu­pa­ti­nath

Herz­lich will­kommen in der bedeu­tendsten hin­du­is­ti­schen Tem­pel­an­lage des Landes! Hier setzen sich Sadhus für Tou­risten in Szene – ein Schnapp­schuss mit den hei­ligen Män­nern kostet natür­lich Geld. Zum Shiva-Tempel, dem Herz­stück der Anlage, haben Tou­risten keinen Zutritt. Ein Besuch lohnt sich trotzdem, aller­dings muss einem klar sein, dass sich hier, am Ufer des Bag­mati, auch die öffent­li­chen Ver­bren­nungs­stätten für die Toten befinden.

Kathmandu Tipps pashupathinath

Kathmandu Tipps: Pas­hu­pathi­nath zählt zu den bedeu­tendsten Sehens­wür­dig­keiten

Patan

Patan ist ein anderer Name für Lalitpur. Ver­wir­ren­der­weise meinen die Ein­hei­mi­schen aber nur die Gegend um den Patan Durbar Square, wenn sie „Patan“ sagen. Besagte Gegend solltet Ihr ganz in Ruhe zu Fuß erkunden. In den hüb­schen Sei­ten­straßen mit newa­ri­scher Archi­tektur gibt es viele kleine Cafés, Geschäfte und Kunst­hand­werk.

Pokhara

In Nepals zweit­größter Stadt geht es wesent­lich ent­spannter zu als in Kathmandu. Sie liegt am wun­der­schönen Phewa-See, auf dem man Boots­touren unter­nehmen kann. Von Pokhara starten viele Treks ins Anna­purna-Massiv. Tipp: Wan­dert hinauf zur World Peace Pagoda, von dort oben habt Ihr einen tollen Blick auf den See, die Stadt und die Berge. Von Kathmandu fahren täg­lich Busse nach Pokhara. Für die 200 Kilo­meter braucht der Bus um die sieben Stunden.

Roboter-Restau­rant

Naulo“ heißt das Restau­rant in Kathmandu, in dem Roboter die Speisen ser­vieren. Ich habe auf dem Blog schon aus­führ­lich über Kathmandus Robotor-Restau­rant geschrieben.

Rotzen

Ich kann mich nicht ent­scheiden, was ich schlimmer finde – die bereits erwähnte Huperei oder die Rot­zerei. Viele Nepa­lesen, Männer wie Frauen, rotzen ständig auf die Straße, sie holen dabei alles von gaaanz tief unten hoch. Natür­lich schleu­dern nicht alle ihren Aus­wurf auf den Asphalt – aber immerhin so viele, dass ich das Geräusch auf meinem halb­stün­digen Arbeitsweg zur Sprach­schule min­des­tens zehn Mal höre.

Swayambunath

Der Affen­tempel zählt zu den wich­tigsten Sehens­wür­dig­keiten in Kathmandu. Die Anlage ist auf einem Hügel erbaut und bietet einen tollen Aus­blick auf die Stadt. In ihrer Mitte steht ein Stupa, an dem Affen auf und ab laufen. Tipp: Essen, Getränke und Wert­sa­chen ver­stauen, die Affen sind aggressiv und klauen schneller, als man gucken kann.

Kathmandu Tipps und Infos – von T wie Thamel bis Z wie Zweiräder

Thamel

Thamel ist das wuse­lige Tou­ris­ten­viertel im Herzen der Stadt und gleicht einem Schil­der­wald. Unzäh­lige Geschäfte, Hotels und Restau­rants reihen sich anein­ander. Seit einer Weile sind zumin­dest einige Straßen in Thamel Fuß­gän­ger­zone.

Tihar

Tihar, auch unter dem Namen Deepa­vali bekannt, ist das „Fes­tival der Lichter“. Es dauert fünf Tage und folgt auf Dashain. Überall brennen am Abend But­ter­lampen, und Lich­ter­ketten blinken um die Wette (wenn man Pech hat, auch direkt vorm Hotel­fenster). Vor den Haus­türen werden Ran­golis – Muster aus gefärbtem Sand oder Reis – an der Erde ange­fer­tigt. Sie sollen Lak­shmi, die Göttin des Wohl­stands, anziehen. Einer der Fes­ti­val­tage ist den Hunden gewidmet. Die Tiere bekommen ein Tika (siehe unten), werden mit Rin­gel­blu­men­ketten geschmückt und freuen sich über beson­ders gutes Futter. Am Tag darauf wird diese Ehre den Kühen zuteil. Am letzten Tihar-Tag beschenken sich Brüder und Schwes­tern.

Tika

So heißen die meist roten oder gelben Segens­zei­chen, die Hindus häufig auf der Stirn tragen. Man wird nach Zere­mo­nien oder bei fei­er­li­chen Anlässen mit einem Tika gesegnet.

Tootle

Tootle“ ist das „Uber“ von Kathmandu: Pri­vat­per­sonen bieten über eine gleich­na­mige App ihre Fahr­dienste an – nur kommen sie mit dem Zweirad statt mit dem Auto. „Tootle“ und sein Kon­kur­rent „Pathao“ erfreuen sich hier großer Beliebt­heit. Das hat meh­rere Gründe. Zum einen lässt der öffent­liche Nah­ver­kehr zu wün­schen übrig und Busse sind oft völlig über­füllt, zum anderen wei­gern sich viele Taxi­fahrer hart­nä­ckig, das Taxa­meter ein­zu­schalten. Mit „Tootle“- oder „Pathao“-FahrerInnen gibt es keine Dis­kus­sionen, der Preis steht vorher fest. Für Tou­risten sind sie aber nur bedingt eine Option: Um sich anzu­melden, braucht man eine nepa­le­si­sche SIM-Card. Außerdem stellen die Fah­re­rInnen dem Fahr­gast keinen Helm zur Ver­fü­gung.

Ups­tairs

Eigent­lich „Jazz Ups­tairs“: Jeden Mitt­woch- und Sams­tag­abend gibt es in dem Club im Stadt­teil Lazimpat groß­ar­tigen Live-Jazz.  Im „Jazz Ups­tairs“ treffen sich Kathmandus Expats gern.

Ver­kehr

Anfangs hat er mir einiges abver­langt, inzwi­schen habe ich mich an ihn gewöhnt. Ampeln gibt es keine, Poli­zisten regeln den Ver­kehr. (*Update von Februar 2020: Inzwi­schen sind hier und da einige Ampeln in Betrieb!) Nicht immer können sie sich auch um die Fuß­gän­gern küm­mern und sie über die Straße lotsen. Mit der Zeit lernt man, sie sicher und selbst­be­wusst zu über­queren.

Verkehr in Nepals Hauptstadt

Der Ver­kehr in Nepals Haupt­stadt macht mich bis heute manchmal kirre. Am schlimmsten ist das ewige Gehupe

Wasser

Nicht wun­dern, wenn im Hotel mal das Wasser weg­bleibt. In regen­armen Monaten muss oft zusätz­li­ches Wasser gekauft oder aus dem Boden hoch­ge­pumpt werden. Mit der lebens­wich­tigen Res­source sollten Tou­risten daher sparsam umgehen. Was Trink­wasser anbe­langt, emp­fiehlt es sich, eine wie­der­ver­wend­bare Fla­sche mit­zu­bringen. Die meisten Hotels und auch Pri­vat­haus­halte lassen sich Trink­wasser in 20-Liter-Bot­ti­chen lie­fern, die sie auf Spen­dern dra­pieren. Viele Unter­künfte bieten ihren Gästen an, sich daran zu bedienen.

Yak-Käse

Den kann man hier in jedem Super­markt kaufen. Yak-Käse soll übri­gens beson­ders gut fürs Herz sein!

Yellow House

Das Yellow House ist ein Bed and Bre­ak­fast im Stadt­teil Sanepa in Lalitpur. Sonn­tag­vor­mit­tags von 9 bis 12 Uhr findet hier ein Bau­ern­markt statt. Natür­lich wird da auch guter Yak-Käse ver­kauft.

Zweiräder

Wie in so vielen anderen asia­ti­schen Groß­städten auch domi­nieren hier Motor­räder und Roller die Straßen. Tou­risten sollten besser nicht selbst durch Kathmandu fahren. Der Mei­nung ist auch Blog­gerin Eva, die mehr als sechs Jahre in Nepal gelebt hat.

Kathmandu Tipps: Ausflug nach Patan

Zurecht zu den meist­ge­nannten Kathmandu-Tipps zählt ein Besuch auf dem Patan Durbar Square

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Hast Du noch mehr Kathmandu Tipps? Was waren Dein High­lights in Nepals Haupt­stadt? Erzähl mir davon gern in den Kom­men­taren.


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25 Comments
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10. Juni 2019 23:13

Hallo Susanne,
deine Zusam­men­stel­lung erin­nert mich an unseren schönen Nepal­ur­laub. Wir waren auch in Nagarkot. Es war Dezember und wir hatten schönstes Wetter. Das früher Auf­stehen für den Aus­blick hat sich wirk­lich gelohnt. Wir haben auch eine Wan­de­rung unter­nommen.

Liebe Grüße
Renate

Jürgen
2. Juli 2019 12:01

Hallo Susanne,
vielen Dank für Deine Tipps. Hast Du auch noch Tipps zu
inter­es­santen Orten aus­ser­halb von Kathmandu?
Kennst Du den Far­mers Market in Balu­water?
viele Grüsse
Jürgen

Jürgen
3. Juli 2019 9:17
Reply to  Susanne

Hallo Susanne, der Farmer‘s Market beim La Sherpa ist
wohl der grösste. Jeden Samstag vor­mittag. Die haben eine grosse Aus­wahl an fri­schem Gemüse (teils Bio),
Käse, Back­waren und auch home­made food.
In Namo­buddha war ich schon. Das lohnt sich echt.
Da gibt es auch eine tolle Unter­kunft. Von dort aus
kann man schöne Spa­zier­gänge machen (ca. 20 Min.
von der Monas­tery). Inter­es­sante Orten in der Umge­bung
von Kathmandu (max. 2 Std. Fahrt)?
viele Grüsse!

Jürgen
4. Juli 2019 9:18
Reply to  Susanne

Zumin­dest was Organic Shops und Gar­ten­re­stau­rants angeht könnte das
stimmen. Die bekann­testen Sehens­wür­dig­keiten
(der unzäh­ligen) habe ich bestimmt auch schon gesehen, aber viel­leicht gibt es ja noch
ein paar Geheim­tipps.
viele Grüsse!

Jacqueline
3. September 2019 3:59

Liebe Susanne, ich lese gerade Deine Berichte und Kom­men­tare über Nepal mit vielen Aha-Effekten und einigem Schmun­zeln, vor allem über das Hupen und Rotzen. Ich bin der­zeit Allein­rei­sende (zum 1. Mal) in Nepal und halte mich am Begnas Lake Nähe Pokhara auf. Mache hier eine Ayur­veda-Kur. Davor habe ich mir Kathmandu und den Chitwan Nati­onl­park ange­sehen und war begeis­tert. Am 11.9.19 fliege ich gegen Mittag von Pokhara zurück nach Kathmandu, um am 12.9. nach Deutsch­land zurück­zu­fliegen. Hät­test Du Lust auf einen kleinen Aus­tausch am 11.9. nach­mit­tags oder gegen Abend in Kathmandu? Ich würde mich freuen, Dich kennen zu lernen und… Read more »

Sudip Khadka
7. November 2019 3:32

Hallo Susanne Du kennst Nepal wie ein Buch ‘lonely Planet’…das ist groß­artig und wir freuen uns dass Nepal für viele Tou­risten ein inter­es­santes Land ist. Bodha­nath ist das Zen­trum der tibe­ti­schen Gemein­schaft in Nepal und Heimat von Asiens größtem Stupa.und ich komme aus Panauti in der Nähe von Namo­buddha. Als ich einmal mit meine deut­sche Freunde in Namo­buddha war,da war eine deut­sche Frau in einem Resort ‚sie war Ingrid, boss von Resort. Ich habe nicht mehr tips über Kathmandu.……Kathmandu ist gut für man wer mag viele Ein­rich­tungen…

Sanjay Shrestha
7. November 2019 7:17

Hallo Susanne,
sehr infor­ma­tiver Tipps. Ich finde es auch ärger­lich, wenn Leute hupen. Ich muss jeden Tag 2 Stunden pen­deln und das stän­dige Hupen macht mich ver­rückt!

Ich freue mich darauf, Ihren nächsten Blog­post zu lesen

krisha
7. November 2019 7:29

Hallo Susanne,
wie kaan mann über Luft­be­las­tung bewäl­tigen?

Manisha Sapkota
7. November 2019 9:31

Ich liebe Susanne, ich freue mich sehr, dass sie so viele Orte in Nepal besu­chen und dass sie mit den meisten seiner Besuche zufrieden sind. Sie haben recht, the temple plants are the best places for tou­rists. aber wenn wir über Bag­mati, Bevöl­ke­rung und andere not­wen­dige Ein­rich­tungen spre­chen, sind wir defi­nitiv hinter und das müssen wir ver­bes­sern. Kaker­laken, ughh so viel Angst davor für mich auch. Ich wün­sche mir für die Zukunft, dass sie auch die schönen Bergen des Nepal besu­chen wird.

Bibek
7. November 2019 9:38

Hallo Susanne,
du hast wun­derbar diese vlog gemacht.Also,ich kannte einige Informationen,von denen ich keine Ahnung hatte wie Jazz­mandu, Roboter-Restau­rant und möchte dir danken.Und die Kaker­laken war epische(Ich habe laut gelacht!!)

Manisha Sapkota
7. November 2019 9:41

Liebe Susanne, ich freue mich sehr, dass sie so viele Orten in Nepal besu­chen habe und dass sie mit den meisten seiner Besuche zufrieden sind. Sie haben recht, the temples wind die besten orten für die Tou­risten, aber wenn wir über Bag­mati, Bevöl­ke­rung und andere not­wen­dige Ein­rich­tungen spre­chen, sind wir defi­nitiv hinter und das müssen wir ver­bes­sern. Kaker­laken, ughh so viel Angst davor für mich auch. Ich wün­sche mir für die Zukunft, dass sie auch die schönen Berge Nepals besu­chen wird.

Mamata
7. November 2019 10:04

Hallo Susanne,
Ich finde deine Tipps sehr inter­es­sant. Ich hoffe, die Tipps sind hilf­reich für die­je­nigen, die neu in Nepal sind.

Katharina
3. Februar 2020 12:44

Hallo Susanne, herz­li­chen Dank für die vielen Tipps. Ich reise am 18.02. mit einer Rei­se­gruppe nach Nepal und habe in Kathmandu auch einen ganzen Tag zur freien Ver­fü­gung. Da ich nor­ma­ler­weise immer alleine unter­wegs bin, suche ich vorab immer nach Mög­lich­keiten, den Tag sinn­voll zu gestalten und etwas über Land und Leute zu erfahren, abseits der toris­ti­schen Wege. Ich habe gelesen, dass es für eine allein­rei­sende Frau in Nepal nicht so ganz ein­fach ist, sich alleine dort zu umzu­schauen. Wie ist das in Kathmandu? Kann ich beden­kenlos bis zum späten Nach­mittag dort her­um­laufen, oder wür­dest Du mir eher emp­fehlen eine… Read more »