Suchst Du etwas?

Kathmandu-Tipps von A bis Z

Autorin
Kathmandu Tipps: Patan Durbar Square

Zuletzt aktua­li­siert am 6. Dezember 2019 um 4:08

Seit März 2019 lebe ich nun in Nepals Haupt­stadt. Mitt­ler­weile kann ich aller­hand vom Alltag hier erzählen und Rei­sende mit jeder Menge Kathmandu-Tipps ver­sorgen. Hier kommt er also, mein großer Kathmandu-Guide mit wis­sens­werten Fakten und per­sön­li­chen High­lights von A bis Z!


Egal ob du nur auf der Durch­reise in Kathmandu bist oder dich aus anderen Gründen für Nepals Haupt­stadt inter­es­sierst: Hier gibt’s Kathmandu-Tipps und ‑Infos von A bis Z. Sie kommen aus erster Hand (Ich lebe seit März 2019 hier!) und werden regel­mäßig aktua­li­siert.

Kathmandu Tipps und Infos – von A wie Asan bis C wie Chowk

Asan

(Auch „Ason“.) Ein Platz unweit vom Durbar Square, den Tempel und groß­ar­tige newa­ri­sche Archi­tektur mit Holz­schnit­ze­reien prägen. Sechs Straßen führen auf ihn zu und Händler bieten auf dem „Asan Bazaar“ ihre Waren – von Gewürzen über Tex­ti­lien bis hin zu Kunst­hand­werk.

Bag­mati

Ein Fluss, der durch Kathmandu fließt und an dessen Ufern tra­di­tio­nell hin­du­is­ti­sche Lei­chen­ver­bren­nungen statt­finden. Ich über­quere den Bag­mati fast täg­lich. Leider stinkt er ganz erbärm­lich, weil er total ver­dreckt ist.

Banda

Ein Banda (auch „Bandha“ oder „Bandh“) ist ein Gene­ral­streik. Bandas werden von  Split­ter­par­teien und Inter­es­sen­gruppen initi­iert, sie dauern in der Regel einen Tag und werden meist erst am Vor­abend aus­ge­rufen. Schulen, Geschäfte und Restau­rants bleiben geschlossen, der öffent­liche Nah­ver­kehr kommt zum Erliegen. Mit dieser Art von Pro­test wollen Oppo­si­tio­nelle teils gewaltsam oder zumin­dest unter Andro­hung von Gewalt Druck auf die Regie­rung aus­üben. Nepals Ver­gan­gen­heit ist von poli­ti­schen Unruhen geprägt. Bis 2006 führten mao­is­ti­sche Rebellen zehn Jahre lang Bür­ger­krieg. Im Ringen um einen neue Ver­fas­sung legten solche Streiks das Land pha­sen­weise mehr­mals im Monat lahm. Heute kommen Bandas selten vor. Tipp: Wird ein Banda aus­ge­rufen, fragt in Eurer Unter­kunft nach, was das für euch bedeutet.

Bod­nath

(Auch „Boudhanath“.) Der 36 Meter hohe Stupa ist das größte bud­dhis­ti­sche Hei­ligtum Nepals und eine seiner wich­tigsten Sehens­wür­dig­keiten. Eine Umrun­dung (immer im Uhr­zei­ger­sinn!) zählt für viele Tou­risten zu den High­lights in Kathmandu.

Kathmandu Tipps Boudhanath

Bhak­tapur

Die Stadt süd­öst­lich der Haupt­stadt gehört neben Patan und Kathmandu zu den drei Königs­städten im Kathmandutal. Wer nach Kathmandu reist, sollte einen Aus­flug nach Bhak­tapur mit seinen mehr als 170 Tem­peln ein­planen. Unter anderem steht hier der fünf­stö­ckige Nya­ta­pola-Tempel, der sowohl das Erdbeben von 1934 als auch das letzte große Erdbeben 2015 über­standen hat. In Kathmandu fahren Busse nach Bhak­tapur vom Ratna Park aus ab.

Chitwan Natio­nal­park

Der liegt natür­lich nicht in Kathmandu, son­dern süd­west­lich der Haupt­stadt, an der Grenze zu Indien. Man kann ihn jedoch von Kathmandu aus mit dem Bus errei­chen. Die Busse nach Sau­raha am Rande des Chitwan Natio­nal­parks fahren von Sor­ak­hutte in der Nähe des Tou­ris­ten­vier­tels Thamel ab. Rechnet mit einer Fahr­zeit von min­des­tens sechs Stunden.

Chitwan Nationalpark

Son­nen­auf­gang am Fluss im Chitwan Natio­nal­park

Chowk

In Ver­bin­dung mit dem Namen eines Stadt­teils bezeichnet der Begriff die jeweils wich­tigste Kreu­zung in einem Viertel, an der es auch Geschäfte oder Markt­stände gibt. Mein Freund und ich leben zum Bei­spiel nahe der Sanepa Chowk.

Von D wie Dal Bhat bis G wie „Garden of Dreams“

Dal Bhat

Dal Bhat Power, 24 hour“ ist auf viele T‑Shirts an den Ver­kaufs­ständen im Touri-Viertel Tamel gedruckt. Nahr­haft ist Nepals Natio­nal­ge­richt auf jeden Fall. Die beiden wich­tigsten Bestand­teile sind Linsen (Dal) und Reis (Bhat), dazu werden gebra­tene Kar­tof­feln, Gemüse, Joghurt und auf Wunsch Fleisch gereicht. Meist wird Dal Bhat auf einem Metall­teller mit Schäl­chen ser­viert. Tipp: Über­treibt es am Anfang nicht mit den Linsen. Euer Darm dankt es Euch.

Nationalgericht von Nepal: Dal bhat

Wer kein Dal Bhat pro­biert hat, war nicht in Nepal. Tipp: In Kathmandu schmeckt es häufig dort am besten, wo es günstig ist

Was ich hier in Kathmandu sonst gern esse? Dar­über habe ich auch hier aus­führ­lich geschrieben.

Dashain

Dashain ist das größte Fes­tival in Nepal. Es fällt meist auf den Oktober und dauert 15 Tage, Schulen und Behörden bleiben dann geschlossen. Nepa­lesen ver­bringen Dashain zu Hause mit ihren Fami­lien. Die Straßen von Kathmandu sind des­halb in dieser Zeit merk­lich leerer. Gefeiert wird, kurz gesagt, der Sieg des Guten über das Böse. Auf dem Pro­gramm stehen Fest­mahle und Tem­pel­be­suche und überall stehen Dashain-Schau­keln aus Bambus: Wenn man auf ihnen schau­kelt, heißt es, werden schlechte Gefühle fort­ge­nommen und durch gute ersetzt.

Durbar Square

So heißen die prunk­vollen Plätze vor den alten Palästen der Königs­städte Kathmandu, Patan und Bhak­tapur. Leider sind beim Erdbeben im April 2015 viele Tempel und Pagoden ein­ge­stürzt. Beein­dru­ckend sind die Durbar Squares immer noch, vor allem der in Patan.

Erdbeben

Am 25. April 2015 erschüt­terte ein Erdbeben der Stärke 7,8 das Kathmandutal, fast 9000 Menschen starben. Bis heute gibt es Nach­beben – und es besteht die Gefahr eines neuen starken Bebens im Westen des Landes. Über Nepal nach den Erdbeben und meine Gedanken zu dem Thema habe ich aus­führ­li­cher hier geschrieben:

Fire and Ice

Dieses ita­lie­ni­sche Restau­rant am Rande von Thamel ist eine Insti­tu­tion in Kathmandu. „Ich komme ja nicht nach Nepal, um Pizza zu essen“, denkst du? Ja, ver­stehe ich. Soll­test du dich aber länger hier auf­halten und west­li­ches Essen ver­missen, ist das „Fire and Ice“ der rich­tige Ort. Hier ist ver­hält­nis­mäßig teuer, aber die Stein­ofen­pizza ist es wert. Tipp: vorher reser­vieren!

Flug­hafen

Der Trib­huvan Inter­na­tional Air­port im Osten von Kathmandu ist bis­lang (Stand: Oktober 2019) Nepals ein­ziger inter­na­tio­naler Flug­hafen mit nur einer Lan­de­bahn. Er ist völlig über­lastet, dre­ckig, chao­tisch und ins­ge­samt eine ziem­liche Zumu­tung. Im kom­menden Jahr soll ein neuer inter­na­tio­naler Flug­hafen nahe Lum­bini, im Süden des Landes, eröffnen.

Garden of Dreams

Eine kleine Oase gleich neben dem wuse­ligen Thamel: In dem gepflegten, neo­klas­si­zis­ti­schen Garten gibt es Pavil­lons, einen Teich und ein kleines Amphi­theater mit Liege- und Sitz­mög­lich­keiten. Erwartet aber nicht zu viel. Der „Garden of Dreams“ ist nicht beson­ders groß und kostet 400 Rs Ein­tritt.

Kathmandu Tipps und Infos – von H wie Helm­pflicht bis L wie Luftqualität

Helm­pflicht

Die gilt im Motorrad-Land Nepal nur für Fahrer. Ich bin meist die ein­zige Bei­fah­rerin weit und breit, die einen Helm trägt. Zur­zeit wird die Ein­füh­rung der Helm­pflicht für Bei­fahrer aber wieder dis­ku­tiert.

Autorin mit Helm in Kathmandu

Besser mit!

Hupen

Es macht mich bis heute aggressiv, dieses stän­dige, meist unnö­tige Gehupe von Auto- und vor allem Motor­rad­fah­rern. Sie lärmen sich rück­sichtslos die Straße frei, sodass man als Fuß­gän­gerin ständig zusam­men­zuckt. Dabei herrscht Hup­verbot und viele Schilder weisen die Ver­kehrs­teil­nehmer darauf hin. Halten sich aber nicht allzu viele dran.

Indi­sches Essen

Restau­rants mit indi­schen Spe­zia­li­täten gibt es in Kathmandu an jeder Ecke – und ich bin häufig in einem von ihnen zu Gast. Mein Lieb­lings­essen? Palak Paneer mit Aloo Paratha. Palak Paneer ist pürierter und gewürzter Spinat mit schnitt­festem Frisch­käse, Aloo Paratha ist mit Kar­toffel gefülltes Fla­den­brot, das anstelle von Reis ganz her­vor­ra­gend zu Curry-Gerichten (oder eben Palak Paneer) schmeckt. Pro­biert es mal!

Jhamsikhel

Jha­mis­khel ist ein Viertel in der süd­lich an Kathmandu angren­zenden Stadt Lalitpur, das bei Expats beson­ders beliebt ist. Der Stadt­teil ist eine ange­nehme Alter­na­tive zum hek­ti­schen Thamel. Auch hier gibt es fan­tas­ti­sche Bars, Restau­rants und Geschäfte und es ent­stehen immer mehr Hotels und Guest Houses. Jhamsikhel ist dabei aber um ein Viel­fa­ches leerer und ent­spannter als Thamel.

Kathmandu Tipps Jhamsikhel

Der Gyan-Man­dala-Kom­plex ist Jhamsikels kul­tu­relles Herz. Er beher­bergt das „Kathmandu Jazz Con­ser­vatory“ und das Café „Karma Coffee“, gegen­über befindet sich die Bar „Moksh“

Jazz­mandu

Kathmandu hat nicht nur ein eigenes Jazz-Kon­ser­va­to­rium (KJC) und einen richtig guten Jazz-Club (siehe Ein­trag unter „U“), son­dern auch ein eigenes inter­na­tio­nales Jazz­fes­tival namens „Jazz­mandu“. Das ein­wö­chige Musik­fes­tival findet immer im Herbst zwi­schen Dashain und Tihar statt. Wer in dieser Zeit in Kathmandu ist, sollte unbe­dingt zu den Kon­zerten kommen.

Kumari

Die Tra­di­tion stammt aus dem Mit­tel­alter: In meh­reren Städten in Nepal gibt es eine Kumari, eine lebende Göttin. Das sind Mäd­chen ab dem Alter von zwei Jahren, die bis zur ersten Regel­blu­tung im Amt bleiben. Anders als früher dürfen die Kind­göt­tinnen zur Schule gehen. Noch immer müssen sie aber regel­mäßig Pilger segnen und den Pre­mier­mi­nister emp­fangen. Dabei sind sie stark geschminkt und dürfen keine Miene ver­ziehen. Jap, befremd­lich. Mehr dazu hier.

Kaker­laken

Fragt nicht. Sie sind groß. Sie können fliegen.

Lalitpur

Die Haupt­stadt Kathmandu und ihre süd­lich angren­zende Nach­barin Lalitpur bilden einen Dop­pel­stadt. Ich wohne in Lalitpur und brauche zu Fuß etwa zwanzig Minuten, bis ich in Kathmandu bin.

Luftqualität

Die Luft­ver­schmut­zung ist ein rie­siges Pro­blem, daher trägt die Stadt auch die Spitz­namen „Dust­mandu“ und „Mask­mandu“. Haupt­säch­lich ver­un­rei­nigen Abgase, Bau­stel­len­staub und Müll­ver­bren­nungs-Qualm die Luft. Tipp: Kauft Euch eine Maske, wenn Ihr viel zu Fuß in Kathmandu unter­wegs seid. Gibt’s in jedem Super­markt.

Von M wie Monsun bis S wie Swayambunath

Monsun

Er beginnt Ende Mai und dauert etwa bis Ende Sep­tember. Bei Tem­pe­ra­turen an die 30 Grad ist die Luft aus­ge­spro­chen schwül und es regnet heftig und lang­an­hal­tend, wie es sich für einen Monsun gehört. Die Straßen sind dann leider schnell über­schwemmt, es kommt zu Erd­rut­schen und Sturz­fluten.

Momos

Die Wahr­schein­lich­keit, dass Nepal-Rei­sende die gefüllten Teig­ta­schen wäh­rend ihres Auf­ent­haltes nicht pro­bieren, ist äußerst gering. Momos gibt es an jeder Ecke, sie werden gedämpft oder gebraten, mit Fleisch oder vege­ta­risch, mit viel oder wenig Soße ser­viert.

Kathmandu Tipps: Momos essen

Kathmandu-Tipps: Momos müssen natür­lich dabei sein

Newar

Die Newar waren die ersten Bewohner des Kath­man­dutals. Ange­hö­rige dieser Ethnie haben das kul­tu­relle Leben und die Archi­tektur in der Haupt­stadt und ihrer Umge­bung ent­schei­dend geprägt. Es gibt sowohl bud­dhis­ti­sche als auch hin­du­is­ti­sche Newar, sie haben eigenen Bräuche, eigene Ess­ge­wohn­heiten und auch ihre eigene Sprache. Letz­tere hat so gar nichts mit Nepa­le­sisch gemein. Mein Freund ist ein Newar, in seiner Familie wird bis heute Newari gespro­chen.

Nach­hal­tig­keit

Dahin­ge­hend gibt es in Nepal noch viel zu tun. Es ist wichtig, dass Tou­risten sich über die schwache Infra­struktur des Landes im Klaren sind und sich ent­spre­chend ver­halten. Hier habe ich Tipps zum nach­hal­tigen Reisen in Nepal zusam­men­ge­fasst.

Nagarkot

Der Ort ist sowohl für Ein­hei­mi­sche als auch für Tou­risten ein beliebtes Aus­flugs­ziel am öst­li­chen Rand des Kath­man­dutals. Mit Glück hat man von hier einen spek­ta­ku­lären Blick auf den Himalaya samt Mount Everest. Tipp: Zum Son­nen­auf­gang oder am Spät­nach­mittag hin­fahren!

Nara­y­an­hiti Palace

Der ehe­ma­lige Königs­pa­last befindet sich am Ende der Durbar Marg und ist heute ein Museum. An diesem Ort trug sich 2001 ein Mas­saker zu, bei dem zehn Mit­glieder der Königs­fa­milie starben. Die Umstände der Tat sind bis heute weit­ge­hend unge­klärt.

OR2K

Ein gemüt­li­ches Restau­rant in Thamel, in dem es eine gute Aus­wahl veganer und glu­ten­freier Speisen gibt.

Pas­hu­pa­ti­nath

Herz­lich will­kommen in der bedeu­tendsten hin­du­is­ti­schen Tem­pel­an­lage des Landes! Hier setzen sich Sadhus für Tou­risten in Szene – ein Schnapp­schuss mit den hei­ligen Män­nern kostet natür­lich Geld. Zum Shiva-Tempel, dem Herz­stück der Anlage, haben Tou­risten keinen Zutritt. Ein Besuch lohnt sich trotzdem, aller­dings muss einem klar sein, dass sich hier, am Ufer des Bag­mati, auch die öffent­li­chen Ver­bren­nungs­stätten für die Toten befinden.

Kathmandu Tipps pashupathinath

Kathmandu Tipps: Pas­hu­pathi­nath zählt zu den bedeu­tendsten Sehens­wür­dig­keiten

Patan

Patan ist ein anderer Name für Lalitpur. Ver­wir­ren­der­weise meinen die Ein­hei­mi­schen aber nur die Gegend um den Patan Durbar Square, wenn sie „Patan“ sagen. Besagte Gegend solltet Ihr ganz in Ruhe zu Fuß erkunden. In den hüb­schen Sei­ten­straßen mit newa­ri­scher Archi­tektur gibt es viele kleine Cafés, Geschäfte und Kunst­hand­werk.

Pokhara

In Nepals zweit­größter Stadt geht es wesent­lich ent­spannter zu als in Kathmandu. Sie liegt am wun­der­schönen Phewa-See, auf dem man Boots­touren unter­nehmen kann. Von Pokhara starten viele Treks ins Anna­purna-Massiv. Tipp: Wan­dert hinauf zur World Peace Pagoda, von dort oben habt Ihr einen tollen Blick auf den See, die Stadt und die Berge. Von Kathmandu fahren täg­lich Busse nach Pokhara. Für die 200 Kilo­meter braucht der Bus um die sieben Stunden.

Roboter-Restau­rant

Naulo“ heißt das Restau­rant in Kathmandu, in dem Roboter die Speisen ser­vieren. Ich habe auf dem Blog schon aus­führ­lich über Kathmandus Robotor-Restau­rant geschrieben.

Rotzen

Ich kann mich nicht ent­scheiden, was ich schlimmer finde – die bereits erwähnte Huperei oder die Rot­zerei. Viele Nepa­lesen, Männer wie Frauen, rotzen ständig auf die Straße, sie holen dabei alles von gaaanz tief unten hoch. Natür­lich schleu­dern nicht alle ihren Aus­wurf auf den Asphalt – aber immerhin so viele, dass ich das Geräusch auf meinem halb­stün­digen Arbeitsweg zur Sprach­schule min­des­tens zehn Mal höre.

Swayambunath

Der Affen­tempel zählt zu den wich­tigsten Sehens­wür­dig­keiten in Kathmandu. Die Anlage ist auf einem Hügel erbaut und bietet einen tollen Aus­blick auf die Stadt. In ihrer Mitte steht ein Stupa, an dem Affen auf und ab laufen. Tipp: Essen, Getränke und Wert­sa­chen ver­stauen, die Affen sind aggressiv und klauen schneller, als man gucken kann.

Kathmandu Tipps und Infos – von T wie Thamel bis Z wie Zweiräder

Thamel

Thamel ist das wuse­lige Tou­ris­ten­viertel im Herzen der Stadt und gleicht einem Schil­der­wald. Unzäh­lige Geschäfte, Hotels und Restau­rants reihen sich anein­ander. Seit einer Weile sind zumin­dest einige Straßen in Thamel Fuß­gän­ger­zone.

Tihar

Tihar, auch unter dem Namen Deepa­vali bekannt, ist das „Fes­tival der Lichter“. Es dauert fünf Tage und folgt auf Dashain. Überall brennen am Abend But­ter­lampen, und Lich­ter­ketten blinken um die Wette (wenn man Pech hat, auch direkt vorm Hotel­fenster). Vor den Haus­türen werden Ran­golis – Muster aus gefärbtem Sand oder Reis – an der Erde ange­fer­tigt. Sie sollen Lak­shmi, die Göttin des Wohl­stands, anziehen. Einer der Fes­ti­val­tage ist den Hunden gewidmet. Die Tiere bekommen ein Tika (siehe unten), werden mit Rin­gel­blu­men­ketten geschmückt und freuen sich über beson­ders gutes Futter. Am Tag darauf wird diese Ehre den Kühen zuteil. Am letzten Tihar-Tag beschenken sich Brüder und Schwes­tern.

Tika

So heißen die meist roten oder gelben Segens­zei­chen, die Hindus häufig auf der Stirn tragen. Man wird nach Zere­mo­nien oder bei fei­er­li­chen Anlässen mit einem Tika gesegnet.

Tootle

Tootle“ ist das „Uber“ von Kathmandu: Pri­vat­per­sonen bieten über eine gleich­na­mige App ihre Fahr­dienste an – nur kommen sie mit dem Zweirad statt mit dem Auto. „Tootle“ und sein Kon­kur­rent „Pathao“ erfreuen sich hier großer Beliebt­heit. Das hat meh­rere Gründe. Zum einen lässt der öffent­liche Nah­ver­kehr zu wün­schen übrig und Busse sind oft völlig über­füllt, zum anderen wei­gern sich viele Taxi­fahrer hart­nä­ckig, das Taxa­meter ein­zu­schalten. Mit „Tootle“- oder „Pathao“-FahrerInnen gibt es keine Dis­kus­sionen, der Preis steht vorher fest. Für Tou­risten sind sie aber nur bedingt eine Option: Um sich anzu­melden, braucht man eine nepa­le­si­sche SIM-Card. Außerdem stellen die Fah­re­rInnen dem Fahr­gast keinen Helm zur Ver­fü­gung.

Upstairs

Eigent­lich „Jazz Upstairs“: Jeden Mitt­woch- und Sams­tag­abend gibt es in dem Club im Stadt­teil Lazimpat groß­ar­tigen Live-Jazz.  Im „Jazz Upstairs“ treffen sich Kathmandus Expats gern.

Ver­kehr

Anfangs hat er mir einiges abver­langt, inzwi­schen habe ich mich an ihn gewöhnt. Ampeln gibt es keine, Poli­zisten regeln den Ver­kehr. Nicht immer können sie sich auch um die Fuß­gän­gern küm­mern und sie über die Straße lotsen. Mit der Zeit lernt man, sie sicher und selbst­be­wusst zu über­queren.

Verkehr in Nepals Hauptstadt

Der Ver­kehr in Nepals Haupt­stadt macht mich bis heute manchmal kirre. Am schlimmsten ist das ewige Gehupe

Wasser

Nicht wun­dern, wenn im Hotel mal das Wasser weg­bleibt. In regen­armen Monaten muss oft zusätz­li­ches Wasser gekauft oder aus dem Boden hoch­ge­pumpt werden. Mit der lebens­wich­tigen Res­source sollten Tou­risten daher sparsam umgehen. Was Trink­wasser anbe­langt, emp­fiehlt es sich, eine wie­der­ver­wend­bare Fla­sche mit­zu­bringen. Die meisten Hotels und auch Pri­vat­haus­halte lassen sich Trink­wasser in 20-Liter-Bot­ti­chen lie­fern, die sie auf Spen­dern dra­pieren. Viele Unter­künfte bieten ihren Gästen an, sich daran zu bedienen.

Yak-Käse

Den kann man hier in jedem Super­markt kaufen. Yak-Käse soll übri­gens beson­ders gut fürs Herz sein!

Yellow House

Das Yellow House ist ein Bed and Bre­ak­fast im Stadt­teil Sanepa in Lalitpur. Sonn­tag­vor­mit­tags von 9 bis 12 Uhr findet hier ein Bau­ern­markt statt. Natür­lich wird da auch guter Yak-Käse ver­kauft.

Zweiräder

Wie in so vielen anderen asia­ti­schen Groß­städten auch domi­nieren hier Motor­räder und Roller die Straßen. Tou­risten sollten besser nicht selbst durch Kathmandu fahren. Der Mei­nung ist auch Blog­gerin Eva, die mehr als sechs Jahre in Nepal gelebt hat.

Kathmandu Tipps: Ausflug nach Patan

Zurecht zu den meist­ge­nannten Kathmandu-Tipps zählt ein Besuch auf dem Patan Durbar Square

***


Hast Du noch mehr Kathmandu Tipps? Was waren Dein High­lights in Nepals Haupt­stadt? Erzähl mir davon gern in den Kom­men­taren.


Dir hat dieser Bei­trag gefallen? Ich freue mich, wenn Du ihn teilst! Wenn Du über neue Bei­träge infor­miert werden möch­test, folg mir gern per RSS oder melde Dich für ein Abo per E‑Mail hier auf der Seite an.

23
Hinterlasse einen Kommentar

10 Comment threads
13 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
10 Comment authors

Hallo Susanne,
deine Zusam­men­stel­lung erin­nert mich an unseren schönen Nepal­ur­laub. Wir waren auch in Nagarkot. Es war Dezember und wir hatten schönstes Wetter. Das früher Auf­stehen für den Aus­blick hat sich wirk­lich gelohnt. Wir haben auch eine Wan­de­rung unter­nommen.

Liebe Grüße
Renate

Jürgen

Hallo Susanne,
vielen Dank für Deine Tipps. Hast Du auch noch Tipps zu
inter­es­santen Orten aus­ser­halb von Kathmandu?
Kennst Du den Far­mers Market in Balu­water?
viele Grüsse
Jürgen

Jacqueline

Liebe Susanne, ich lese gerade Deine Berichte und Kom­men­tare über Nepal mit vielen Aha-Effekten und einigem Schmun­zeln, vor allem über das Hupen und Rotzen. Ich bin der­zeit Allein­rei­sende (zum 1. Mal) in Nepal und halte mich am Begnas Lake Nähe Pokhara auf. Mache hier eine Ayur­veda-Kur. Davor habe ich mir Kathmandu und den Chitwan Nati­on­lpark ange­sehen und war begeis­tert. Am 11.9.19 fliege ich gegen Mittag von Pokhara zurück nach Kathmandu, um am 12.9. nach Deutsch­land zurück­zu­fliegen. Hät­test Du Lust auf einen kleinen Aus­tausch am 11.9. nach­mit­tags oder gegen Abend in Kathmandu? Ich würde mich freuen, Dich kennen zu lernen und… Read more »

Sudip Khadka

Hallo Susanne
Du kennst Nepal wie ein Buch ‘lonely Planet’…das ist groß­artig und wir freuen uns dass Nepal für viele Tou­risten ein inter­es­santes Land ist. Bodha­nath ist das Zen­trum der tibe­ti­schen Gemein­schaft in Nepal und Heimat von Asiens größtem Stupa.und ich komme aus Pan­auti in der Nähe von Namo­buddha. Als ich einmal mit meine deut­sche Freunde in Namo­buddha war,da war eine deut­sche Frau in einem Resort ‚sie war Ingrid, boss von Resort. Ich habe nicht mehr tips über Kathmandu.……Kathmandu ist gut für man wer mag viele Ein­rich­tungen…

Sanjay Shrestha

Hallo Susanne,
sehr infor­ma­tiver Tipps. Ich finde es auch ärger­lich, wenn Leute hupen. Ich muss jeden Tag 2 Stunden pen­deln und das stän­dige Hupen macht mich ver­rückt!

Ich freue mich darauf, Ihren nächsten Blog­post zu lesen

krisha

Hallo Susanne,
wie kaan mann über Luft­be­las­tung bewäl­tigen?

Manisha Sapkota

Ich liebe Susanne, ich freue mich sehr, dass sie so viele Orte in Nepal besu­chen und dass sie mit den meisten seiner Besuche zufrieden sind. Sie haben recht, the temple plants are the best places for tou­rists. aber wenn wir über Bag­mati, Bevöl­ke­rung und andere not­wen­dige Ein­rich­tungen spre­chen, sind wir defi­nitiv hinter und das müssen wir ver­bes­sern. Kaker­laken, ughh so viel Angst davor für mich auch. Ich wün­sche mir für die Zukunft, dass sie auch die schönen Bergen des Nepal besu­chen wird.

Bibek

Hallo Susanne,
du hast wun­derbar diese vlog gemacht.Also,ich kannte einige Informationen,von denen ich keine Ahnung hatte wie Jazz­mandu, Roboter-Restau­rant und möchte dir danken.Und die Kaker­laken war epische(Ich habe laut gelacht!!)

Manisha Sapkota

Liebe Susanne,
ich freue mich sehr, dass sie so viele Orten in Nepal besu­chen habe und dass sie mit den meisten seiner Besuche zufrieden sind. Sie haben recht, the temples wind die besten orten für die Tou­risten, aber wenn wir über Bag­mati, Bevöl­ke­rung und andere not­wen­dige Ein­rich­tungen spre­chen, sind wir defi­nitiv hinter und das müssen wir ver­bes­sern. Kaker­laken, ughh so viel Angst davor für mich auch. Ich wün­sche mir für die Zukunft, dass sie auch die schönen Berge Nepals besu­chen wird.

Mamata

Hallo Susanne,
Ich finde deine Tipps sehr inter­es­sant. Ich hoffe, die Tipps sind hilf­reich für die­je­nigen, die neu in Nepal sind.

Will­kommen auf Flügge!

fluegge-blog.de

Hi, ich bin Susanne, Journalistin und Reisende. Ich liebe Geschichten vom Reisen und Auswandern) (auch allein!) und lebe zurzeit in Kathmandu, Nepal. Mehr über mich erfährst Du hier.

flügge per E‑Mail abon­nieren

* Mit einem Abo stimmst Du der Speicherung Deiner Daten zu (siehe Datenschutzerklärung).

Flügge bei Facebook

Flügge Reiseblog bei Facebook

Flügge auf Reisedepeschen.de

Autorenseite Reisedepeschen

Und außerdem:

Flügge Reiseblog: Zeichen gegen Rassismus
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.